Ein Kommentar zur beispielhaften Antiimperialismus-Doktrin der Rostocker Linksjugend [’solid]
Gruselige Sachen spielen sich immer mal wieder auf der ein oder anderen Homepage von irgendwelchen parteinahmen Jugendverbänden ab. So leider auch in Rostock und Mecklenburg-Vorpommern, wie beispielsweise im Fall der Linksjugend [’solid] Rostock. Dort nutzt man jede Gelegenheit um gegen den BAK Shalom – im O-Ton der „linken Zeitung“ Junge Welt – zu wettern und bemerkt dabei vermutlich nicht einmal, welch prototypischen Antiimperialismus man dabei vertritt: eine Ideologie, die sich die Welt nach simplen Erklärungsmustern zurecht legt und dabei nur Gut und Böse kennt. (mehr…)
Wir haben uns überlegt, dass es sicherlich nicht verkehrt wäre, unsere Seite auch als Forum für kritische Gastbeiträge bereitzustellen. Vielleicht gibt es ja in Rostock und Umgebung die ein oder andere Person, die angepisst ist oder schon immer mal das ein oder andere Wort über die „linken Zustände“ verlieren wollte, bisher jedoch nur nicht wusste auf welchem Weg.
In diesem Fall könnt ihr uns ab sofort Gastbeiträge zusenden. So fern sie nicht unseren subjektiven Mindeststandards (hier könnten jetzt als Ausschlusskriterien Phänomene wie Rassismus, Antisemitismus, Sexismus… aufgezählt werden) widersprechen, werden wir sie dann auf diesem Blog veröffentlichen.
Vielleicht noch ein paar Worte zum Inhalt: Gastbeiträge sollten schon in irgend einer Weise etwas mit dem hier und hier formulierten Vorhaben dieses Blogs zu tun haben. Für Konzertberichte und (unkritische) Nacherzählungen von irgendwelchen Aktionen gibt es unserer Meinung nach genügend andere Möglichkeiten der Veröffentlichung.
Wir sind gespannt!
In der Kommentarspalte des regionalen Internetportals KomFort wird sich im Moment über „die Antideutschen“ ausgelassen. An sich eigentlich nichts besonderes, haben sich doch großte Teile der „radikalen Linken“ eben diese Antideutschen als Feindbild auserkoren. Auslöser ist ein Artikel aus der aktuellen Ausgabe der Jungle World, über welchen auf dem besagten Internetportal ein Kommentar verfasst wurde. Über die Motivation des Kommentars kann ich freilich nur Spekulationen anstellen, doch schaut man sich Inhalt und Duktus genauer an, kann man schon auf die Idee kommen, es seien mit dem Artikel aus der JW ostdeutsche Kollektividentitäts-Gefühle verletzt worden, auf die nun trotzig geantwortet wird. So wird der Artikel mit „Publikationen des berüchtigten Hannah-Arendt-Insitutes“ und dem „gerülpse irgendeines CSU-Hinterbänklers“ verglichen. (mehr…)
Das mit dem Wunden aufreißen ging ja schnell. Fast schneller als uns lieb sein kann. Bereits nach unserem ersten Post ertönten laute Schreie nach „Mehr!“ durch die Kommentarspalten. „Wer anbietet muss auch liefern“ konnte man da beispielsweise lesen – eine Aussage die vor lauter Warenförmigkeit nur so trieft. Auch die erste regionale Referenz haben wir bereits bekommen.
Dass wir gleich so viel Aufruhr verursachen würden, war uns nicht bewusst. Auch hätte eine Art Vorstellungstext, den wir auf Kombinat Fortschritt veröffentlichen lassen wollten, uns eigentlich erst einen gewissen Bekanntheitsgrad einbringen sollen. In diesem wollten wir nochmal ein wenig deutlicher darlegen, was es nun mit dem Projekt „Kritische Provinz“ auf sich hat. Warum? Um eine kritische Ausstrahlungskraft zu entfalten, müssen die eigenen Texte zumindest gelesen werden. Voraussetzung dafür ist, dass man uns kennt.
Leider ist die offene Beteiligung auf „KomFort“ offensichtlich keine ernstgemeinte Angelegenheit gewesen. Der Text wurde bis heute weder veröffentlicht, noch wurde uns dazu irgend ein Feedback gegeben. Auf Nachfrage teilte man uns lediglich mit, dass keine einheitliche Meinung zu einer Veröffentlichung unseres Textes bestünde und die Sache deshalb noch besprochen werden müsse. Nunja, bekannt sind wir nun trotzdem und eine gewisse Aufmerksamkeit ist uns sicher. Daher sehen wir mitlerweile (nach über drei Wochen) gar keinen Zweck mehr darin den Artikel auf „KomFort“ veröffentlichen zu lassen. Trotzdem wollten wir den Text noch (auch der Vollständigkeit halber) an dieser Stelle archivieren.
Viel Spaß also beim lesen.
Vom Teil des Problems zum Teil einer Lösung
Warum Rostock und MV eine neue diskursanstoßende Plattform bitter nötig hat
Ende Juli 2011 ging für MV eine neue „linke Szeneplattform“ online: das Kombinat Fortschritt. Damals wurde das Projekt in Form eines Interviews auch auf Indymedia vorgestellt, wobei bereits anklang, dass diskurstechnisch von dieser Seite eher wenig kontroverses zu erwarten wäre. (mehr…)
Gestern wurde ein Text vom Antisexistische Bündnis Rostock auf der regionalen Internetplattform „KomFort“ veröffentlicht. Wir haben uns in jüngster Vergangenheit auch mit dem dort angesprochenen Thema beschäftigt und als Resultat einen offenen Brief an Systemausfall formuliert. Den Text des ASB wollen wir nun zum Anlass nehmenn, diesen Brief nun endlich hier zu veröffentlichen und auch Systemausfall zukommen zu lassen.
Offener Brief an Systemausfall bezüglich des Ausschlusses des Antisexistischen Bündnis Rostock
Systemausfall versteht sich als „eine freie Plattform zur Weltoptimierung“. Dessen Angebote, wie etwa das Bereitstellen von Servern für E-Mail-Postfächer oder auch Webseiten, wollt Ihr, die Betreiber_innen, als „Werkzeuge“ für „AktivistInnen“ verstanden wissen, mit denen diese „die Welt ein Stück lebenswerter […] gestalten.“
Mitte Oktober 2011 stellte eine politisch aktive Gruppe aus Rostock, das Antisexistische Bündnis Rostock, eine Anfrage nach einer E-Mail-Adresse an Systemausfall und bekam eine Absage. Aus diesem Anlass und vermutlich wissend um die Wirkungskraft der Mundpropaganda und Gerüchteküche der kleinen mecklenburger und Rostocker Szene, wurde von Systemausfall eine Stellungnahme veröffentlicht, um sich in der Öffentlichkeit zu dem Ausschluss dieser Gruppe zu positionieren. Dass sich bis heute, ein viertel Jahr nach dem Vorfall, weder irgend eine Seite der Rostocker Politszene zu dieser Tatsache geäußert hat, geschweige denn sich öffentlich über diese „Aktion“ empört oder sich mit dem ASB solidarisiert wurde, zeugt nicht zuletzt von der desolaten Situation einer Szene, die sich damit tendenziell als unpolitisch outet. (mehr…)