Archiv für Februar 2012

Vom Teil des Problems zum Teil einer Lösung

Das mit dem Wunden aufreißen ging ja schnell. Fast schneller als uns lieb sein kann. Bereits nach unserem ersten Post ertönten laute Schreie nach „Mehr!“ durch die Kommentarspalten. „Wer anbietet muss auch liefern“ konnte man da beispielsweise lesen – eine Aussage die vor lauter Warenförmigkeit nur so trieft. Auch die erste regionale Referenz haben wir bereits bekommen.

Dass wir gleich so viel Aufruhr verursachen würden, war uns nicht bewusst. Auch hätte eine Art Vorstellungstext, den wir auf Kombinat Fortschritt veröffentlichen lassen wollten, uns eigentlich erst einen gewissen Bekanntheitsgrad einbringen sollen. In diesem wollten wir nochmal ein wenig deutlicher darlegen, was es nun mit dem Projekt „Kritische Provinz“ auf sich hat. Warum? Um eine kritische Ausstrahlungskraft zu entfalten, müssen die eigenen Texte zumindest gelesen werden. Voraussetzung dafür ist, dass man uns kennt.

Leider ist die offene Beteiligung auf „KomFort“ offensichtlich keine ernstgemeinte Angelegenheit gewesen. Der Text wurde bis heute weder veröffentlicht, noch wurde uns dazu irgend ein Feedback gegeben. Auf Nachfrage teilte man uns lediglich mit, dass keine einheitliche Meinung zu einer Veröffentlichung unseres Textes bestünde und die Sache deshalb noch besprochen werden müsse. Nunja, bekannt sind wir nun trotzdem und eine gewisse Aufmerksamkeit ist uns sicher. Daher sehen wir mitlerweile (nach über drei Wochen) gar keinen Zweck mehr darin den Artikel auf „KomFort“ veröffentlichen zu lassen. Trotzdem wollten wir den Text noch (auch der Vollständigkeit halber) an dieser Stelle archivieren.

Viel Spaß also beim lesen.

Vom Teil des Problems zum Teil einer Lösung

Warum Rostock und MV eine neue diskursanstoßende Plattform bitter nötig hat

Ende Juli 2011 ging für MV eine neue „linke Szeneplattform“ online: das Kombinat Fortschritt. Damals wurde das Projekt in Form eines Interviews auch auf Indymedia vorgestellt1, wobei bereits anklang, dass diskurstechnisch von dieser Seite eher wenig kontroverses zu erwarten wäre. (mehr…)

Offener Brief an Systemausfall

Gestern wurde ein Text vom Antisexistische Bündnis Rostock auf der regionalen Internetplattform „KomFort“ veröffentlicht. Wir haben uns in jüngster Vergangenheit auch mit dem dort angesprochenen Thema beschäftigt und als Resultat einen offenen Brief an Systemausfall formuliert. Den Text des ASB wollen wir nun zum Anlass nehmenn, diesen Brief nun endlich hier zu veröffentlichen und auch Systemausfall zukommen zu lassen.

Offener Brief an Systemausfall bezüglich des Ausschlusses des Antisexistischen Bündnis Rostock

Systemausfall versteht sich als „eine freie Plattform zur Weltoptimierung“.1 Dessen Angebote, wie etwa das Bereitstellen von Servern für E-Mail-Postfächer oder auch Webseiten, wollt Ihr, die Betreiber_innen, als „Werkzeuge“ für „AktivistInnen“ verstanden wissen, mit denen diese „die Welt ein Stück lebenswerter […] gestalten.“2

Mitte Oktober 2011 stellte eine politisch aktive Gruppe aus Rostock, das Antisexistische Bündnis Rostock, eine Anfrage nach einer E-Mail-Adresse an Systemausfall und bekam eine Absage. Aus diesem Anlass und vermutlich wissend um die Wirkungskraft der Mundpropaganda und Gerüchteküche der kleinen mecklenburger und Rostocker Szene, wurde von Systemausfall eine Stellungnahme veröffentlicht3, um sich in der Öffentlichkeit zu dem Ausschluss dieser Gruppe zu positionieren. Dass sich bis heute, ein viertel Jahr nach dem Vorfall, weder irgend eine Seite der Rostocker Politszene zu dieser Tatsache geäußert hat, geschweige denn sich öffentlich über diese „Aktion“ empört oder sich mit dem ASB solidarisiert wurde, zeugt nicht zuletzt von der desolaten Situation einer Szene, die sich damit tendenziell als unpolitisch outet. (mehr…)