Das Feindbild in den eigenen Reihen

Ein Kommentar zur beispielhaften Antiimperialismus-Doktrin der Rostocker Linksjugend [’solid]

Gruselige Sachen spielen sich immer mal wieder auf der ein oder anderen Homepage von irgendwelchen parteinahmen Jugendverbänden ab. So leider auch in Rostock und Mecklenburg-Vorpommern, wie beispielsweise im Fall der Linksjugend [’solid] Rostock. Dort nutzt man jede Gelegenheit um gegen den BAK Shalom1 – im O-Ton der „linken Zeitung“ Junge Welt – zu wettern und bemerkt dabei vermutlich nicht einmal, welch prototypischen Antiimperialismus man dabei vertritt: eine Ideologie, die sich die Welt nach simplen Erklärungsmustern zurecht legt und dabei nur Gut und Böse kennt. Man folgt dem Kategorischen Imperativ vom Karl Marx, wonach „alle Verhältnisse umzuwerfen“ seien, „in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“ Daher träumt man „von einer Welt […] in der es keine Unterdrückung und Ausbeutung, keine Kriege und Nationen, keinen Sexismus und Rassismus mehr gibt und in der die Bedürfnisse der Menschen und der Erhalt der Natur wichtiger sind als Profit.“2 Inhaltlich an sich wäre das ja so weit in Ordnung, nur gibt es für solid nichts zwischen dem Hier und Jetzt und dieser, ihrer Utopie. Und weil es in ihrer Utopie keine Kriege und Nationen geben soll, darf es auch heute keine Kriege und Nationen geben – und dabei ist es egal, um was für Kriege (etwa Angriffskriege, Verteidigungskriege, Befreiungskriege…) es sich dabei handelt, egal um was für eine Nation oder Nationalismus (etwa biologistisch-rassisch (Ethnos) oder politisch-rechtlich (Demos) definiert) es sich dabei handelt. Wohlig eingerichtet in einer Welt des Dualismus3, fällt es einem so sehr einfach zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Daher gilt: wo „Nato“ oder „USA“ draufsteht, muss ein Imperialismus dahiner stecken, wo „Israel“ draufsteht, beschränkt sich die eigene Wahrnehmung auf ein vermeintlich kollektiv unterdrücktes Volk: die Palästinenser_innen. Diese Welt des Dualismus innerhalb der Linkspartei und v.a. Parteijugend aufzubrechen, ist der BAK Shalom angetreten und hat sich damit in den Augen von solid selber zum Feind gemacht, gegen den es nun zu kämpfen gilt, mit dem man nicht gewill ist in einen kontroversen Dialog zu treten.4 Warum auch? Wer so denkt und sich damit voll in der Logik eines solchen dualistischen Denkens bewegt, weiß ja bereits (oder glaubt zu wissen), was Wahr und was Falsch ist!

Daraus resultiert dann auch, dass die Kampagne „Stop the Bomb“5 auf der Rostocker solid Seite abgelehnt wird6, auch wenn man sich als antiimperialistische Antimilitarist_innen ansonsten immer als erstes für Abrüstung ausspricht. Des Weiteren kann man bei solid Rostock auch schon mal lesen, wie der BAK Shalom als „Kriegstreiber des Tages“ diffamiert wird, weil dieser einen Aufruf mit dem Namen „Gegen linke Solidarität mit den Schlächtern von Syrien und Iran!“ verfasste. Mit diesem reagierte der BAK Shalom lediglich auf einen Appell namens „Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargos beenden! Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens!“ und die Unterzeichner_innen aus den Reihen der Linkspartei, der die innenpolitischen Zustände dieser beiden bes­tia­li­schen Re­gimes voll und ganz ignoriert und in grass’scher Maniert einen drohenden Krieg durch die USA und Is­ra­el herbeiphantasiert7 – ein Wahn, der auch auf solidrostock.blogsport.de reproduziert wird, indem man dort abermals die Junge Welt sprechen lässt: „Die Delegierten […] votierten mit großer Mehrheit gegen die Aufweichung antimilitaristischer Positionen. Mögliche Angriffskriege imperialistischer Mächte [gemeint sind die USA und Israel, Anmerkung von KP] gegen Iran und Syrien wurden konsequent abgelehnt.“

Kritische_r Prof

  1. hierbei handelt es sich um eine „Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus innerhalb des Jugendverbandes Linksjugend [’solid]“ (vgl. bak-shalom.de) [zurück]
  2. solidrostock.blogsport.de/wer-wir-sind [zurück]
  3. vgl. www.copyriot.com/sinistra [zurück]
  4. das hier soll im Übrigen keine Werbung für den BAK Shalom sein, ich persönlich halte sowieso nichts von Parteien und kaum mehr von deren Jugendorganisationen, finde jedoch die Absichten des BAK Shalom lobenswert und vorbildhaft. Des Weiteren ist dieser beispielhaft für die simple Feindbildkonstruktuion des Antiimperialismus [zurück]
  5. diese richtet sich gegen das Atomwaffenprogramm der Islamischen Republik Iran und sieht darin „eine Gefahr für Israel, den Nahen Osten, Europa und die iranische Bevölkerung, die brutal unterdrückt wird.“ Die Kampagne fordert u.a. „politischen und wirtschaftlichen Druck auf das Regime in Teheran, die Unterstützung der demokratischen Opposition im Iran und im Exil sowie ein sofortiges Verbot der Hisbollah in Deutschland.“ www.stopthebomb.net [zurück]
  6. solidrostock.blogsport.de [zurück]
  7. eine Zusammenfassung des Appells findet sich bei reflexion-blog.com [zurück]

28 Antworten auf „Das Feindbild in den eigenen Reihen“


  1. 1 jimmi 12. April 2012 um 14:51 Uhr

    Sry ich verstehe euch nicht ganz. Also klar ist das solid.Rostock einer links-deutschen Tradition verfangen ist. Was aber nicht bedeutet das mensch sich irgend eine Kritik aus der Nase ziehen muss.

    Nun ich sehe solid.rostock nun wirklich nicht als meine homes an aber ich würde einige Sachen kritisieren wollen die ihr so schreibt.

    „nur gibt es für solid nichts zwischen dem Hier und Jetzt und dieser, ihrer Utopie“

    Nun die Utopie ist doch da um das handeln im hier und jetzt zu bestimmen. Wenn sie den marxischen Imperativ folgen, dann um im hier und jetzt zu handeln. Es fragt sich nur nach der Strategie. Wenn Anti_Imperialist_innen denken das sie, wenn sie nationale Befreiungsarmeen unterstützen das System schaden (im ganzen gesehen) (Lenin) so ergreifen sie die Funktion im hier und jetzt. Ich denke es ist eine falsche Analyse zu sagen solid.hro würde wegen eines Fehlens einer „hier und jetzt“ Strategie so verfahren wie sie verfahren. Viel mehr handeln sie Bewusst in einem hier und jetzt. So sind sie nicht gegen “jeden“ Nationalismus sondern z.B. für einen Palästinensischen. Ihr habt richtig benannt das für solid.hro USA und NATO Symbolikaas für den Imperialismus sind. Und Kp sagt: Unterstellt das USA und Nato gar nicht immer am Imperialismus interessiert seien. Beide verdecken Eins, alle Staaten und Nationen wollen Imperialisten sein. Wie Antifa (F) es schön ausdrückte: Antiimperialistischer Staat bedeutet nichts anderes als Loooser. Daher gilt die Politik von USA und Nato ist Imperialistisch. so wie die jeden anderen Landes oder Militärbündnisses auch, wenn sie nur könnten. Was mensch ihnen aber nicht moralisch nehmen kann. Denn gerade die kapitalistische Konkurrenz nötigt sie dazu. Selber Imperialist oder in der scheiße Stecken. Es wäre ungefähr so als ob d jemanden anschnauzt wieso er seinen Ausbildungsplatz nicht jemanden anderes freiwillig übergibt. Problematisch sind die antisemitischen Projektionen Solid.Hros auf Israel und USA. So wird Israel zum manischen Aggressor und Iran zum Opfer. Eine Art Verschwörung das USA usw. wollen die Öffentlichkeit täuschen um sich expansiv zu verhalten, wird sich herbeihalluziniert. Wobei es um Israels Interesse nach eigenen Schutz im Vordergrund steht. Was diesen “Dualismus“ betrifft, so ist er nichts anderes als das mensch Verbündete und nicht Verbündete hat. Und das Verbündete meist gute Eigenschaften zugeordnet werden und Feinden nicht. Wie schon erwähnt wird Israel und USA als Feind betrachtet, weil ihnen eine Aggressor Funktion zugespielt wird (projiziert ?). Welcher Objektiv ,bei den extremen Antisemitismus, von Seiten Irans ausgeht. Es kann nicht eingeschätzt werden, dass wenn Israel einen Krieg gegen Iran führen würde jener ein Präventivschlag gegen einen Staat wäre, welcher Israel am liebsten als nukleare Wüste sehen wollen würde. Denn dazu müssten eigene antisemitische Projektionen aufgegeben werden müssen. Das aber USA und NATO keineswegs die Zivilisation verteidigen sehen wir z.B. an der Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien.
    Im Angesicht eines säkularen Antisemitismus von Solid.Hro ist es wirklich schwer zu Diskutieren. Antisemitismus ist nicht umsonst „ das Gerücht über die Juden“ und somit ein Wahn, welcher einer objektiven Wirklichkeit sich entzieht.
    Jenes hat aber nichts mit einem Dualismus(?) zu tun. Sonst könnte jeden Israelsolidarischen Linken auch ein Dualismus vorgeworfen werden das jener vergessen hat seine emanzipatorisches Ideal durchzusetzen und sich in Realpolitik verworfen hat. Jenes ist wirklich zu beobachten z.B. im Leipziger Bündnis gegen Antisemitismus.
    Wäre ein Anti-Dualismus die Akzeptanz von Nationalismus oder ist eine Unterscheidung in einem guten und einen schlechten Nationalismus vorzunehmen? Klar ist das es verschiedene formen des Nationalismus gibt. Wobei meinem Ansatz nach kein Nationalismus gut ist.
    Anders: ich will eine Welt ohne Antisemitismus also bin ich gegen Antisemitismus, soll ich jetzt im Antisemitismus unterscheiden und mich an eine Realität richten? (sickness!!) Aber weil ich gegen Antisemitismus bin kann ich mich im jetzt verhalten. Ist das jetzt Dualismus ? Antisemiten böse und gute israelisolidarische Antifas gut ?
    Wie gesagt Freund … Feind

  2. 2 kritische_r Prof 17. April 2012 um 1:53 Uhr

    Ich konnte noch nirgends lesen, dass solid Rostock für einen „palästinensischen Nationalismus“ eintreten, von daher kann ich dazu nichts sagen. Was ich in dem Kommentar versucht habe darzustellen, war nur, dass der Wunsch danach, dass es keine Nationen mehr gebe, eins zu eins auf die Gegenwart übertragen wird, ohne dabei Rücksicht auf aktuelle politische Gegebenheiten zu nehmen. Ich bin mir nicht sicher, ob das richtig angekommen ist und verstehe teilweise (vielleicht daher) auch deine Einwände / Einwürfe nicht. Im Übrigen ist es eine Unterstellung deinerseits, dass ich gesagt hätte die USA und NATO wären „gar nicht immer am Imperialismus interessiert“. Vielleicht liegt die Differenz in unserem Imperialismusverständnis, aber ich würde trotzdem widersprechen, dass alle Handlungen der USA und NATO imperialistisch motiviert seien. Alleine der Libyen-Feldzug ist ein beispiel dafür. Im Übrigen kann man seine Aufgabe als Staat und „ideeller Gesamtkapitalist“ nicht nur mit „Imperialismus“, sondern auch mit anderen Mitteln wahrnehmen (man denke nur mal an sowas wie Diplomatie).

    Deine Argumentation ist im Übrigen nicht schlüssig, wie ich finde. Erst sprichst du davon, dass alle Länder immer so imperialistisch wie irgendwie möglich handeln würden, dann davon, dass Israel und die USA eben nicht die „manischen Aggressoren“ seien, was sie doch eigentlich müssten, nach deinem Imperialismusverständnis. Oder was?! Ich verstehe nicht. (die letzten beiden Absätze übrigends auch gar nicht).

    PS: wer seid überhaupt „ihr“ ?

  3. 3 Beherrschter 17. April 2012 um 7:31 Uhr

    „ich würde trotzdem widersprechen, dass alle Handlungen der USA und NATO imperialistisch motiviert seien. Alleine der Libyen-Feldzug ist ein beispiel dafür.“

    Das verstehe ich nicht. Die NATO ist nicht nur irgendein Militärbündnis, sondern der Club von Nationen mit den größten Waffenarsenalen. Wie die maßgebend sind für die Aufteilung der Welt, kann man in jeder Zeitung nachlesen. Dabei ist es unerheblich, welche Imperialismus-Definition zugrunde legt. Bei Wikipedia z.B.:

    Als Imperialismus (von lateinisch imperare „herrschen“; imperium „Weltreich“; etwa bei Imperium Romanum) bezeichnet man das Bestreben eines Staatswesens oder dessen Anführers, seinen Einfluss auf andere Länder oder Völker auszudehnen, bis hin zu deren Unterwerfung und Eingliederung in das eigene Umfeld.

  4. 4 Jimmi 17. April 2012 um 13:35 Uhr

    „seinen Einfluss auf andere Länder oder Völker auszudehnen“
    Joa … was aber nicht durch manische aggression vollzogen werden muss. Also militärische …

  5. 5 Mc boulevard 17. April 2012 um 14:50 Uhr

    „dass es keine Nationen mehr gebe, eins zu eins auf die Gegenwart übertragen wird, ohne dabei Rücksicht auf aktuelle politische Gegebenheiten zu nehmen. “
    ???

    Du willst also sagen Soli.Hro denkt sie wären im Kommunismus und deswegen können sie die Realität nicht richtig einschätzen?

    Also … what is imperialism

    Meistens soll der Begriff des Imperialismus deutlich machen, dass die Politik der führenden kapitalistischen Länder nicht der Verbesserung der Welt, sondern der Durchsetzung von Kapitalinteressen dient. Bei jeder militärischen Intervention einer »imperialistischen Macht« wird von den Imperialismustheoretikern nach den Rohstoffquellen oder den Routen für zukünftige Pipelines gesucht, um die es »eigentlich« gehe.
    Bei Lenin, dessen Imperialismustheorie die Kombination des sozialdemokratischen Vulgärmarxismus seiner Zeit mit der bürgerlichen Imperialismuskritik von John A. Hobson war, folgte diese Auffassung aus der Vorstellung, der »Konkurrenzkapitalismus« sei vom »Monopolkapitalismus« abgelöst worden. Nicht mehr die Konkurrenz und das (unpersönliche) Wertgesetz, sondern die bewusste Herrschaft der »Finanzoligarchie«, der Vertreter des Finanzkapitals, d.h. der Verbindung von großem Industrie- und Bankkapital, charakterisiere den gegenwärtigen Kapitalismus. Und diese »Finanzoligarchie« habe sich auch gleich noch den Staat unterworfen, staatliche Politik nach außen diene lediglich der Absicherung des Kapitalexports und der Kontrolle von Rohstoffquellen. (…)
    Auf Hobson geht auch ein anderer Aspekt der Imperialismustheorie zurück: die moralische Kritik an der Ausbeutung fremder Völker (und nicht nur des eigenen) durch den Imperialismus. Die Rede vom »parasitären« Charakter des Imperialismus, die bei Lenin eine wichtige Rolle spielt, stammt wörtlich von Hobson.
    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=michel%20henirichs%20imperialismus&source=web&cd=1&ved=0CCQQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.oekonomiekritik.de%2F506Radikale-Kurzschluesse.rtf&ei=K2-NT5jgN87ZsgbA6KWXCQ&usg=AFQjCNFAhngnDfGoDiq_i5YgEaIL2CxRUQ&cad=rja michael heinrich

    Sprich mensch könnte in den Lenninistischen Imperialismus und in den Bürgerlichen Imperialismus unterschieden.

    Bei Lenin ist eine „Phase“ des Kapitalismus gemeint.(welche es nie gegeben hat)

    Bei den bürgerlichen: Die ausbeutung anderer „Völker“.

    Wird jedoch versucht, jenseits ökonomistischer Verkürzungen vom Imperialismus zu sprechen, dann bleibt meistens unklar, was mit diesem Begriff analytisch überhaupt noch gemeint sein soll. Konsequenter wäre es, diesen mit Vulgärmarxismus, Ökonomismus und Moral getränkten Zopf des Traditionsmarxismus abzuschneiden. http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=michel%20henirichs%20imperialismus&source=web&cd=1&ved=0CCQQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.oekonomiekritik.de%2F506Radikale-Kurzschluesse.rtf&ei=K2-NT5jgN87ZsgbA6KWXCQ&usg=AFQjCNFAhngnDfGoDiq_i5YgEaIL2CxRUQ&cad=rja michael heinrich

    la critica:

    dass der bürgerliche Staat als »ideeller Gesamtkapitalist« die Voraussetzungen kapitalistischer Akkumulation einschließlich der sozialstaatlich vermittelten Existenz einer Klasse, die ausgebeutet werden kann, zu sichern hat – nicht nur als Funktionsbedingung des Kapitalismus, sondern als Voraussetzung der eigenen ökonomischen Existenz des Staates, die an ausreichende Steuereinnahmen, begrenzte Sozialausgaben und ein »stabiles« Geld gebunden ist.
    Allerdings besteht diese staatliche Sicherung einer gelingenden Akkumulation nicht in der politischen Wahrnehmung eines bereits fertig vorliegenden kapitalistischen Klasseninteresses. Was zu dieser Sicherung alles nötig ist, wie deren Vor- und Nachteile verteilt werden, muss überhaupt erst innerhalb der verschiedenen staatlichen Institutionen und der »bürgerlichen Öffentlichkeit« ermittelt und zu einem gesellschaftlichen Konsens gemacht werden.(…) dieses Konsenses aber kein bewusstes Projekt einer alles durchschauenden Gruppe von Politikern, sondern findet selbst noch innerhalb der Fetischformen kapitalistischer Vergesellschaftung, der »Religion des Alltagslebens« (Marx), statt.
    (…)
    Für die einzelnen Staaten ist es auf der internationalen Ebene zunächst einmal wichtig, eigene Handlungsmöglichkeiten zu schaffen und zu erhalten – was man etwa an den zum Teil krampfhaften Versuchen des vereinigten Deutschlands beobachten kann, sich an militärischen Interventionen, wie in Somalia, im Kosovo oder in Afghanistan, zu beteiligen. Die »souveräne« Verwendung militärischer Macht soll sowohl gegenüber den misstrauischen Verbündeten als auch gegenüber der eigenen Bevölkerung als Normalität durchgesetzt werden.
    Einfluß nehmen zu können und Dominanz auszuüben sind notwendige Voraussetzungen, um auf der weltpolitischen Ebene mitspielen zu können. Insofern lassen sich viele politische und militärische Aktionen, die auf die Sicherung von Einflußsphären und die Ausschaltung möglicher Gegner gerichtet sind, gerade nicht auf die Verfolgung bestimmter Kapitalinteressen reduzieren…
    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=michel%20henirichs%20imperialismus&source=web&cd=1&ved=0CCQQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.oekonomiekritik.de%2F506Radikale-Kurzschluesse.rtf&ei=K2-NT5jgN87ZsgbA6KWXCQ&usg=AFQjCNFAhngnDfGoDiq_i5YgEaIL2CxRUQ&cad=rja michael heinrich

    Sprich mensch kann nur im nachhinein feststellen was für interessen verfolgt wurden und ob jene direkter vollzug von akkumulationsinteressen sind oder eine vorbereitung(besserstellung?) der eigenen position auf dem weltspielplatz. Dazu muss gesehen werden das es inszwischen auch viele nicht-staatliche Mitspieler auf der Welthandlungsebene gibt.

  6. 6 Beherrschter 17. April 2012 um 15:04 Uhr

    „seinen Einfluss auf andere Länder oder Völker auszudehnen“
    Joa … was aber nicht durch manische Aggression vollzogen werden muss. Also militärische …“

    Imperialismus ist auch nicht mit militärischer Aggression gleichzusetzen. Zum einen werden die Gründe für Krieg naturgemäß in Friedenszeiten produziert und Krieg in Friedenszeiten vorbereitet (mit bloßen Fäusten wird da ja nicht gekämpft). Zum anderen werden die Ziele von „militärischen Aggressionen“ auch mal auf diplomatischem Weg erreicht, was gerade für imperialistische Subjekte interessant ist, da das die Kosten senkt. Nicht einmal die Römer haben wegen irgendwelcher Aggressionen ihr Reich und ihren Einfluss ausgedehnt. Nur weil die maßgeblichen Nationen auch immer wieder den „militärischen“ Aufwand scheuen, nimmt das aber nichts von deren Weltordnungs-Projekten zurück.

  7. 7 Mc boulevard 17. April 2012 um 21:22 Uhr

    imperialistische Subjekte interessant ist, ???

    Der unterschied zu den Römern und dem modernen Kapitalismus müsste offensichtlich sein.
    Die römer lebten in einer anderen ordnung als die welche heute so existiert.

    Daher ist der vergleich sogar analog nicht sehr stark.

    Das „imperialistische Subjekt“ Existiert nicht.

    sagen wir so. Mit dem beginn des Kapitalismus wurde die alte herrschaftsform, welche an die person gebunden wurde aufgelöst. (doppel freier arbeiter). Es tritt eine a-personelle herrschaft in kraft. (ungleichehit der menschen durch ihre juristische gleichheit).
    Durch die Weltweite staatenkonnkurrenz tritt die Nation als idealer kapitalist auf. Mit der aufgabe die nation im weltwettbewerb hoch zu halten, sprich durchzuboxen und eine möglichst gute position zu erringen (vereinfacht ausgedrückt). jenes passiert aber (wie michael heinrich schon sagte:) noch innerhalb der Fetischformen kapitalistischer Vergesellschaftung, der »Religion des Alltagslebens« (Marx), statt..
    abgesehen braucht es einen bürgerlichen konsens. Krieg kann nicht ohne die unterstützung dieses konsens geführt werden. (vietnam, nordkorea). (vereinfacht) …

  8. 8 Beherrschter 17. April 2012 um 22:01 Uhr

    @Mc boulevard
    „Das „imperialistische Subjekt“ Existiert nicht.“

    Dann existieren eben ganz viele. Die ganzen nationalen Ansprüche auf Einfluss, Gebiete und Leute sind alles imperialistische Vorhaben, was denn sonst?! Die Nationen machen nicht einmal ein Geheimnis aus ihrer Subjektrolle: Sie wollen die Staatenkonkurrenz und gehen dafür über Leichen.

    Deine angeblich „a-personale Herrschaft“ existiert hingegen nicht, die hast du dir ausgedacht. Das sind schon alles Personen, die dich regieren, mit Name und Gesicht. Als wüsstest du nicht, wer die Machthaber eines Staates sind oder wie die heißen! Spätestens bei der Wulff-Affäre könnte dir auch auffallen, dass in der Öffentlichkeit die Personalfrage sogar als besonders wichtig gilt.

  9. 9 Mc boulevard 18. April 2012 um 11:18 Uhr

    Sie wollen die Staatenkonkurrenz und gehen dafür über Leichen.

    ob sie wollen oder nicht ist vollkommen egal …. sie müssen ..

    der kapitalismus existiert als ein system und wird halt nicht von den bösen 5 imperialisten „juden“ gelenkt…
    Wenn du das glaubst brauchst du sie ja nur umzunieten … ach diese idee gab es ja schonmal …

    „Machthaber eines Staates sind oder wie die heißen! “

    auch das ist egal …

    Weil diese menschen auswechselbar sind. So wie die kapitalisten und arbeiter. Nach jeder wahl lässt sich das festrstellen. Auch jene müssen sich der anonymen verwertungszwang aussetzen ob sie wollen oder nicht.

    Und Wulff ist mir scheiß egal …

    Also nehmen wir an mich regiert angela merkel, so hast du recht. Doch kann sich angela merkel nur ne bestimmte zeit wählen lassen. nehmen wir an angela merkel wird ersetzt meinst du der kapitalismus wird sich dardurch verändern? Ich persönlich denke es ist egal wer an der macht ist und wäre es die LINKE. Der zwang zu staatenkonnkurrenz müssen auch jene aufrecht erhalten.

    Das durch eine alltagsphilosophie und der ideologie der nation es als richtig erachtet wird staatenkonnkurrenz weiter vollziehen zu wollen ist aber kein aussagender faktor.

    Sagen wir es so mein Boss hat eine bestimmte position mir gegenüber. Wir treffen uns aber als freie! Menschen und gehen einen Vertrag! ein. In dem verkaufe ich ihn meine arbeitskraft. Ich habe ein recht nach den bedingungen die im vertrag stehen zu arbeiten. Sprich ich kann meinen boss bei vertragsbruch verklagen und ja es gab schon viele fälle wo der arbeitnehmer recht bekommen hat. Das problem liegt darin das mein boss (es handelt sich um einen Kapitalisten in disem fall) produktionswerkzeuge besitzt und ich nicht. Sprich irgentwo muss ich meine arbeitskraft verkaufen oder ich verhungere und er kann sich seine arbeiter wählen. Formelle ungleichheit macht uns ungleich.

    Wenn eine nation nicht konnkurieren würde wäre sie in binnen 2 wochen im arsch. Versprochen.

    Im modernen kapitalismus handelt es sich um charaktermasken.Ein Kapitalist ist nur kapitalist, wenn er sich wie personifiziertes kapital verhält. Sprich die interesse des kapitals nach akkumulation erfüllt. Ein Kapitalist ist nichmal ein mensch der viel geld hat. Jene menschen können durch den kapitalismus aber auch die stellung velieren und sind im allgemeinen austauschbar. Manager können eingestellt und wieder entlassen werden. und so weiter… wie der arbeiter.

    Wir lernen das die menschen zwar frei in ihrer entscheidung sind aber den anonymen kapitalistischen zwängen nachgehen müssen. Sonst ist sense.

  10. 10 Mc boulevard 18. April 2012 um 11:37 Uhr

    allgemeinen Recht die Freiheit jedes Einzelnen mit der Freiheit aller anderen zu versöhnen und so insgesamt größtmögliche Freiheit zu verwirklichen. Die staatliche Garantie allgemeiner Freiheit bewahrt diese ›Einzelnen‹ nicht nur vor unrechtmäßigen Übergriffen. Die allgemeinen Gesetze, das bürgerliche Recht, befreite die Menschen aus persönlicher Herrschaft. Doch unterjocht wurden sie einem viel umfassenderen Zwang: dem unaufhörlichen Zwang zur gesellschaftlichen Konkurrenz als vereinzelte Individuen, dem Zwang zur Selbstverwertung und zur Ausnutzung anderer. Die allgemeinen Gesetze – die des Rechts und die der Warenproduktion – entfalten als unpersönliche Herrschaft einen stummen Zwang, der dem freien Menschen zur zweiten Natur wurde.

    Freiheitlich-demokratische Grundordnung und soziale Marktwirtschaft bestätigen vor jeder sozialpolitischen Wohltat zuallererst die gesellschaftliche Konkurrenz der Menschen als Privateigentümer, die auf eigene Rechnung und eigenes Risiko wirtschaften. Gesellschaftlich stiftet die kapitalistische Produktionsweise einen für alle Menschen unmittelbar lebensbestimmenden Zwang, dem sie sich eigenverantwortlich unterwerfen müssen, einen endlosen Zwang zum Selbstzwang. In der Konkurrenz der Lohnabhängigen um Arbeitsplätze, der Unternehmen um Marktanteile und der Standorte um Investitionen verwirklicht sich der kapitalistische Verwertungszwang global als unpersönliches Prinzip gesellschaftlicher Herrschaft. Weil die Menschen nicht nach Bedürfnis und Plan produzieren dürfen, sondern mit ihren jeweiligen Leistungen am Markt als Konkurrenten gegeneinander antreten müssen, bleibt ihre Lebensgrundlage den blinden Marktmechanismen unterworfen.
    http://jugendantifabdb.blogsport.de/material/texte/nationalismus/gegen-die-herrschaft-der-falschen-freiheit/ TOP Berlin

  11. 11 Mc boulevard 18. April 2012 um 11:44 Uhr

    „Formelle ungleichheit macht uns ungleich. “
    haha ich meinte formelle gleichheit (juristische) mach un ungleich

  12. 12 Beherrschter 18. April 2012 um 13:06 Uhr

    „der kapitalismus existiert als ein system und wird halt nicht von den bösen 5 imperialisten „juden“ gelenkt…“

    Weder hat jemand bestritten, dass „Kapitalismus ein System“ sei (das wäre auch sehr inhaltsleer), noch ist von gut oder böse die Rede – und schon gleich gar nicht teile ich deinen Rassismus, dass Imperialismuskritik mit einer Feindschaft gegen Juden gleichzusetzen wäre. Und auch deine Gewaltfantasien, wen du alles umnieten möchtest, projiziere bitte nicht auf mich!

    „Auch jene müssen sich der anonymen verwertungszwang aussetzen ob sie wollen oder nicht.“

    Politiker setzen sich aber nicht anonym einem Zwang aus, sondern bestimmen selbst darüber, wer wozu gezwungen wird. Auch wenn die sich den Kapitalismus nicht ausgedacht haben, so sind es doch die gewalttätigen Agenten der Kapitalakkumulation – die als Opfer ihrer eigenen Politik hinzustellen, ist eine Verharmlosung.

    „nehmen wir an angela merkel wird ersetzt meinst du der kapitalismus wird sich dardurch verändern?“

    Nö, aber wenn die Untertanen eines Landes ihre Machthaber nicht mehr mit Geschäft und Gewalt spielen lassen, muss auch niemand mehr ersetzt werden. Solange allerdings Politiker für die Durchsetzung der kapitalistischen Brutalitäten sorgen, sind die auch Subjekte ihrer gewaltsamen Ordnung – wer denn sonst?

    „Das problem liegt darin das mein boss produktionswerkzeuge besitzt und ich nicht. Sprich irgentwo muss ich meine arbeitskraft verkaufen oder ich verhungere und er kann sich seine arbeiter wählen.“

    Und warum hat dein Boss Produktionsmittel und du nicht? Richtig, weil du in einer EIGENTUMsgesellschaft lebst, die ehemalige und heutige Machthaber verfügt haben, ohne Rücksicht auf die unterschiedlichen Voraussetzungen ihrer Untertanen.

    Daher ist dein Spruch auch verkehrt (ich habe jetzt deine Korrektur gelesen, lass meine Version auch mal stehen):
    „Formelle ungleichheit macht uns ungleich.“

    Es ist die politische GLEICHHEIT, die Ungleichheiten produziert. Gerade weil im (kapitalistischen) Vertrag so getan wird, als träten sich gleiche Teilnehmer an einer Ökonomie gegenüber, bleiben die ungleichen Bedingungen, mit denen Bürger um Eigentumsansprüche gegeneinander kämpfen, erhalten.

    „Wenn eine nation nicht konnkurieren würde“

    Das ist auch Unsinn, sich Konkurrenzsubjekte ohne ihren Konkurrenzwillen vorzustellen. Nationen beziehen sich außerdem POSITIV auf den Imperialismus, den du denen als Sachzwang unterschiebst – die leiden – aus deren Sicht – unter Konkurrenz-Misserfolgen, nicht unter der Konkurrenz. Den angeblichen Sachzwang stellen die selbst her mit ihrem Nationalismus.

    „Wir lernen das die menschen zwar frei in ihrer entscheidung sind aber den anonymen kapitalistischen zwängen nachgehen müssen. Sonst ist sense.“

    Nur weil Leute austauschbar sind, ist deren Entscheidung nicht folgenlos. Wenn die Merkel beschließt, dass Deutschland in ferner Zukunft ohne Atomstrom auskommen muss, dann ist sie Subjekt dieses Zwangs – die Politiker machen nicht nur die Gesetze, die sorgen auch für die flächendeckende Umsetzung der Zwänge, die sie sich ausdenken. In früherer Zeit haben sich sogar Staaten entschlossen mit dem Kapitalismus aufzuhören, Opfer sind die also keinesfalls.

  13. 13 Solide werden 18. April 2012 um 13:27 Uhr

    Es heißt „parteinahe Jugendverbände“ nicht „parteinahm“ lol

    „Dort nutzt man jede Gelegenheit um gegen den BAK Shalom1 – im O-Ton der „linken Zeitung“ Junge Welt – zu wettern“

    wohl kaum, das Gegenteil ist der Fall. Mensch merkt, ihr kennt euch nicht nwiklrich aus in den Strukturen der Lj *lol

  14. 14 kritische_r Prof 19. April 2012 um 1:14 Uhr

    „Dort nutzt man jede Gelegenheit um gegen den BAK Shalom1 – im O-Ton der „linken Zeitung“ Junge Welt – zu wettern“

    wohl kaum, das Gegenteil ist der Fall.

    Das Gegenteil. Aha. Es wird also jede Gelegenheit genutzt, um den BAK Shalom zu loben? lol, kann ich da nur sagen, lol!

    Mensch merkt, ihr kennt euch nicht nwiklrich aus in den Strukturen der Lj

    Och, so würde ich das jetzt nicht sagen…

  15. 15 Mc boulevard 19. April 2012 um 11:05 Uhr

    so sind es doch die gewalttätigen Agenten der Kapitalakkumulation – die als Opfer ihrer eigenen Politik hinzustellen, ist eine Verharmlosung.

    ich würde meinen das du durch dein alltäglisches handeln den kapitalismus reproduierst. Nicht irgentwelche politiker. Der Staat verwaltet diesen zwng auf nationaler ebene.

    so sind es doch die gewalttätigen Agenten der Kapitalakkumulation
    Ich zitiere wieder TOP:
    die gesellschaftliche Konkurrenz der Menschen als Privateigentümer, die auf eigene Rechnung und eigenes Risiko wirtschaften. Gesellschaftlich stiftet die kapitalistische Produktionsweise einen für alle Menschen unmittelbar lebensbestimmenden Zwang, dem sie sich eigenverantwortlich unterwerfen müssen, einen endlosen Zwang zum Selbstzwang.

    Es ist ein Zwang zum Selbstzwang! Keine politiker zwingen dich … dir steht es frei in dern wald zu gehen …
    Daher erübrig sich auch der: “ angeblichen Sachzwang stellen die selbst her mit ihrem Nationalismus.“

    „ihrem“ nationalismus? Ich denke nicht nur politiker sind nationalisten …

    In früherer Zeit haben sich sogar Staaten entschlossen mit dem Kapitalismus aufzuhören -> und führten wieder einen personalgebundenen zwang ein. Parteienhrrachien und Führerrollen.

    EIGENTUMsgesellschaft lebst, die ehemalige und heutige Machthaber verfügt haben,

    Ich verfüge genauso über eigentum wie der kapitalist. Es ist der grundzug eines gesellschaftlichen zusammenlebens. Jene forderungen gehen aus den großen Bürgerlichen revolutionen hervor und sind daher zumindenst nu in deutschland von der obrigkeit durchgesetzt worden. Das mein caffee mein caffee ist und das die produktiosmittel die des kapitalisten sind wird hier gleich gesichert. Gerade weil wir rechtlich gleiche menschen sind. Daran haben nicht nur Kapitalisten ein intresse. Kommunisten haben ein interesse dieses aufzubrechen um die kapitalakkumulation in eine produktion nach bedürfnissen aufzustellen.

    die Politiker machen nicht nur die Gesetze, die sorgen auch für die flächendeckende Umsetzung der Zwänge, die sie sich ausdenken.

    und würden sie es nicht tun sense.

    und jetzt kannst du wieder antworten … sie sind elemente die das tun und deswegen auch subjekte bla bla …

    wenn sie nicht den anonymen zwang verwalten und zur konkurrenz anspornen .. sense auf dem weltgeschehen.

    Der zwang wird nicht von den politikern aufgestellt und nationalismus ist nicht deren idee … sondern ein grundelement des gesellschaftlichen zusammenlebens im kapitalismus.

    Es ist die politische GLEICHHEIT, die Ungleichheiten produziert. Gerade weil im (kapitalistischen) Vertrag so getan wird, als träten sich gleiche Teilnehmer an einer Ökonomie gegenüber, bleiben die ungleichen Bedingungen, mit denen Bürger um Eigentumsansprüche gegeneinander kämpfen, erhalten.
    dito …

    deren Entscheidung nicht folgenlos. Wenn die Merkel beschließt, dass Deutschland in ferner Zukunft ohne Atomstrom auskommen muss, dann ist sie Subjekt dieses Zwangs

    Hab ich nie behauptet das entscheidungen von personen folgenlos sind. Wenn du in den supermarkt gehst und da was einkaufst ist das auch nicht folgenlos. Und ja es gibt verschiedene formen den kapitalistischen zwang zu verwalten. Durch die bürgerliche politik werden ist ein meachanismus gefunden jenen mit einem bürgerlichen konsens durchzubringen.

  16. 16 Mc boulevard 19. April 2012 um 13:48 Uhr

    Ok ich sehe mich gezwungen zu erklären was ich mit a-personalen herrschaft meine:
    personelle herrschaft ist eine direkte herrschaft.

    z.B. Sklave und Herr des Sklaven.
    Adliger und Leibeigener. u.s.w.

    Jenes verhältniss ist im kapitalismus aufgehoben worden. Und die ideale der Bürgerlichen Revolutionen haben sich durchgesetzt.

    Die Herrschaft im Kapitalismus ist abstrakt. Es sind anonyme zwänge.

    Ich stehe nicht in direkten zwang zu irgent einem politiker. Ihre gesellschaftliche position ist austauschbar. Sprich töte ich meinen König bin ich „frei“. Jenes haben z.B. die Jakobiner gemacht. (vereinfacht) Jedenfals war es mögich auf dieser basis eine neue gesellschaftv aufzubauen. Ich kann aber den ganzen bundestag in ie luft jagen und es würden durch neuwahlen oder sonstiges wieder leute im parlament sitzen.

    Abgesehen davon sind im kapitalismus die menschen politisch ( und /oder/ auch juristisch) gleich.
    Etwas was es in den vorkapitalistischen Gesellschaften nicht gab.

    Der Staat funktioniert im kapitalismus als >ideeler Kapitalist

  17. 17 Kritische Provinz 19. April 2012 um 13:59 Uhr

    @ Mc boulevard:

    Ich glaube es würde deine Beiträge um einiges verständlicher machen, wenn du Zitate als diese kennzeichnest. Es ist schön, dass du dich hier so rege beteiligst, aber es fällt hin und wieder sehr schwer dein innerhalb deiner Beiträge selbst Geschriebenes und zitiertes auseinander zu klabüstern.

    Das mal so als off-Topic gut gemeinten Ratschlag.

  18. 18 Mc boulevard 19. April 2012 um 14:01 Uhr
  19. 19 Mc boulevard 19. April 2012 um 14:05 Uhr

    dieses kommentar nicht veröffentlichen….

    ok hab verstanden … wisst ihr warum meine kommetare nur zu hälfte erscheinen …

    peace … hab vom theama aber gerade auch genug …

  20. 20 Beherrschter 19. April 2012 um 16:38 Uhr

    „ich würde meinen das du durch dein alltäglisches handeln den kapitalismus reproduierst. Nicht irgentwelche politiker.“

    Du hast da einen verkehrten Gegensatz im Kopf: Selbstverständlich trage auch ich mein Scherflein zum Funktionieren der Politökonomie bei, wenn ich von ihr abhänge. Dass Politiker in der Hinsicht gar nichts auf die Reihe kriegen (Zitat), soll wohl eine Übertreibung sein. Der Zusammenhang zwischen meiner Lage, zu der ich politisch und ökonomisch genötigt werde, und der Entscheidungsgewalt von Politikern ist:

    Politiker entwerfen und verabschieden alle Gesetze, die mein „alltägliches Handeln“ bestimmen – die wissen also schon vor meiner Geburt für wen ich was zu reproduzieren habe. Welche Gesetze Politiker für die gemacht haben, die etwas anderes vor haben als Kapitalismusreproduktion, kannst du im StGB nachlesen.

    „und würden sie es nicht tun sense“

    Na Und? So wird’s immer krumm, wenn du dir das, was du bestimmen willst, wegdenkst – und das dann als Bestimmung ausgibst. Politiker sind doch nicht deswegen welche, weil es kein anderer tut – quasi aus Verlegenheit! Nein, das sind Überzeugungstäter, die halten ihre nationale Sache für ein zu förderndes (wenn nicht zu erzwingendes) Projekt.

  21. 21 Mc boulevard 19. April 2012 um 17:11 Uhr

    Kapitalismus ohne staat ist nicht auszudenken.
    Staat und kapitalismus sind eine synthese.

    Klar entscheide ich mich Politiker zu sein.

    ABER: Irgentjemand muss es ja machen =).Sonst kannst du dir ja mal ausmalen wie eine kapitalistische ordnung ohne Staat aussehen würde.

    Das über den Kapitalismus aber überhaupt nichts gesagt ist und seinem verhältniss zum staat, wenn du einzelene Politiker angreifst ist wohl auch klar.

    Dies sehen wir z.B. in griechenland:
    „Wo bloß noch vermeintliche Sachzwänge befolgt werden, erübrigen sich die gewohnten parteipolitischen Geschmacksrichtungen von national-chauvinistisch über konservativ, liberal, grün-alternativ und sozialdemokratisch bis staatssozialistisch. In Italien und Griechenland regieren deshalb inzwischen sogenannte “Technokratinnen” und “Spezialistinnen”. Die können krisenpolitische Maßnahmen – in Europa maßgeblich von Deutschland mitbestimmt – ohne Rücksicht auf die nächsten Wahlen durchsetzen, losgelöst von den Legitima­tionsprinzipien selbst der bürgerlichen Demokratie.“
    http://march31.net/de/call-for-action-german/aufruf-umsganze/
    -> hiermit wollte ich zeigen das politiker nicht einfach „frei“ entscheiden können.

    Sagen wir es mal so: die wissen also schon vor meiner Geburt für wen ich was zu reproduzieren habe.

    eben nicht. Sie handeln durch eine alltagsphilosophie und der kapitalismus wurde ihnen noch nicht kritisch durchleuchtet. Aber es ist au einer anti.kapitalistischen perspektive vollkommen egal wer an der macht ist, wenn der kapitalismus in sich als problem erkannt wird.

    natürlich kannst du Politiker als „überzeugungstäter“ bezeichnen. Und ich bin mir sicher das das gesamte Gesetzbuch ideologisch auf dem Kapitalismus und seinen ideologien zu interpretieren ist. Aber an sich genommen kommen ja keine politiker einfach so an die macht. Und ihr handeln ist eins welches durch die gesellschaft ligitimiert wurde. (naja durch ihre ganz eigenen mechanismen). Du kannst dir ja mal anschauen wie nationalbewegungen in afrika gesagt haben: So wir machen revolution und jetzt machen wir es ganz anders. Haben sie am ende nicht. Weil hinter den politikern und durch das alltägliche handeln der zwang zum selbszwang steht.#

  22. 22 Mc boulevard 19. April 2012 um 17:17 Uhr

    Aber nun gut…

    ich glaub die diskussion verläuft ins leere. Und ich hab das gefühl das hier 2 menschen aneinander vorbei reden. Deswegen werde ich mich aus diesem thema mal zurückziehen.

    Abgesehen davon hat die diskussion nurnoch sehr wenig mit dem anfangsthema (dem beitrag) zu tun.

    greez mc

  23. 23 Beherrschter 19. April 2012 um 19:14 Uhr

    Ok, wenn du schon Politiker bist, musst du natürlich dein Handeln als Sachzwang hinstellen. Wer will schon das Schwein sein, was Verantwortung für die kapitalistischen Schäden übernimmt, die er in die Welt setzt. Gleichwohl sind Politker nicht nur Nutznießer, sondern v.a. Initiatoren und gewalttätige Agenten des Kapitalismus.

  24. 24 kritische_r Prof 02. Mai 2012 um 19:28 Uhr

    Eigentlich wollte ich diesen Mist, den „Beherrschter“ hier laut gedacht hat, überhaupt nicht kommentieren, weil er so falsch ist, dass nichtmal sein Gegenteil richtig wäre.
    Aber nachdem ich gerade den letzten Beitrag nochmal gelesen habe, kann ich einfach nicht anders, als zu sagen, dass ich so einen plumpen Scheißdreck schon lange nicht mehr gelesen habe. Aber vielleicht lese ich ja auch einfach zu selektiv. Wer weiß.

  25. 25 WM 10. Mai 2012 um 7:51 Uhr

    Nur mal so zum BAK Shalom: Der Haufen ist ziemlich antideutsch eingestellt, fordert eine _uneingeschränkte_ Solidarität mit Israel und unterstützt _alles_ was Israel macht und Israel fordert.

    Der BAK Shalom stellt sich hinter den Mauerbau zwischen Israel und Palästina, er stellt sich hinter das Aushungern lassen der Palästinenser im Gaza-Streifen usw. usf.. – kurz: Er stellt sich hinter sämtliche Menschenrechtsverletzungen, die Israel innerhalb des Konfliktes mit Palästina begeht; jegliche Menschenrechtsverletzung wird unter dem Vorwand der Selbstverteidigung legitimiert. Dabei ist es dem BAK-Shalom völlig egal, dass ein israelischer Regierungspolitiker mal in einer Rede über die Deportation von Palästinensern nach Syrien schwadronierte. Und würde Israel tatsächlich zu diesem Mittel greifen, um den Konflikt zu lösen, würde der BAK-Shalom noch Beifall klatschen.

    Abgesehen davon: Ich habe bereits einige Schriften, die auf der sogenannten „Theorie“ der Antideutschen basieren, gelesen; ehrlich gesagt zeigen sie alle das gleiche Muster auf: Zunächst ist alles logisch nachvollziehbar, dann kommt ein Bruch und das Ganze gleitet in ein ziemlich wirres Gedankenkonstrukt von Verschwörungstheorien ab, die sich alle um den Begriff des Rassismus kreisen. Da wird jede_r Amerikakritiker_in gleich zur Rassist_in, jede_r Israelkritiker_in (also Menschen, die den Mauerbau zwischen Palästina und Israel kritisieren, die die Gaza-Blockade kristisieren etc.) zum_zur Antisemit_in, bzw. das Judentum (Religion), Bevölkerung Israels (größtenteils Jüd_innen) auf gefährliche Weise mit dem Staat (Israel) gleichgesetzt, wer Antiimperialist_in ist, ist ebenfalls so was Ähnliches wie eine Antisemit_in usw. usf.. Darüber hinaus sind die BAK-Shalomer derart dogmatisch, bzw. bedienen sich in ihren Schriften wie auch in Reden viel zu oft einer derart aggressiven und zum Teil Andersdenkende diffamierenden Rhetorik, dass einem auch jegliche Lust vergeht, mit dem BAK-Shalom in einen Dialog zu treten.

    Wenn eine_r ein „Duales Weltbild“ vertritt, dann definitiv der BAK-Shalom.

  26. 26 Mc boulevard 10. Mai 2012 um 14:37 Uhr

    what you gonna do what you gonna do when they come for you … ant-d anti-d ---
    weiß nicht was du gelesen hast, würd das gerne mal lesen.

    Du weißt aber das die mauer wegen den selbstmordattentaten gebaut wurde? …
    Ach ja ud das alte bild wieder .. israel die neuen nazis … alter das nervt

  27. 27 Nihil 13. August 2012 um 0:56 Uhr

    Man MC, du liest auch nur was du lesen willt, oder?

    Wer redet denn hier von „Israel=die neuen nazis“?

    Es ging darum, ob Antideutsche/Pro-Israel-Linke/usw tatsächlich guten Gewissens Menschenrechtsverletzungen gutheißen können, die von Israel getätigt werden.

    Die nächste Problematik wäre herauszuarbeiten, was eine Menschenrechtsverletzung darstellt und was einen (präventiven) Schutz der eigenen Gemeinschaft.

    cheers

  28. 28 Johann 27. März 2013 um 2:22 Uhr

    erkläre mir bitte wer menschrechte garantiert

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