Kommentar zur rostocker IWW-Gruppe

Am Anfang war ich einfach mal nur neugierig, was es wohl mit dieser neu gegründeten, angeblich revolutionären Gewerkschaft auf sich hat, die sich „Industrial Workers of the World“ (IWW) nennt und deren Anhängerinnen sich selbst ganz entzückend und selbstkosend „Wobblies“ nennen. Ich kannte diese Gewerkschaft noch nicht und war erstmal bedeckt-positiv gestimmt zu hören, dass diese ein explizit antikapitalistischer Zusammenschluss seien, auch wenn sie feste Mitgliedsausweise besitzen und regelmäßig finanzielle Beiträge zahlen müssen, wie in den großen Gewerkschaften eben auch. Man könnte sogar sagen, ich war gespannt wie sich der rostocker Ableger dieser IWW entwickeln würde, weil ich am Anfang ein kleines bisschen Hoffnung hatte, dass diese Gruppe eine erfrischende Abwechslung in das ansonsten sehr eintönig-antifaschistische platte Land bringen könnte. Dieses positive Interesse wurde dann noch verstärkt, als bald nach der Gründung (irgendwann Anfang diesen Jahres) eine inhaltlich vernünftig klingende Veranstaltung angekündigt wurde: eine Einführung in die Kapitalismuskritik. Dass diese ein wenig enttäuschend ausfiel, ist jedoch nicht primär der Gruppe anzurechnen, sondern zunächst mal dem Referenten aus Berlin, der angeblich der Gruppe TOP (oder zumindest deren Umfeld) zuzurechnen war. Zwar hatte ich mich an diesem Abend bereits auf einen eigenen Vortrag der IWW gefreut, um somit einen Eindruck über deren theoretische Verfassung zu gewinnen. Stattdessen zu sehen wie vulgär und gleichzeitig umständlich und unverständlich jemand der angeblich zu einer der prestigelastigsten linksradikalen Politgruppe der BRD, nämlich der TOP, angehört war in jedem Fall eine unterhaltsame und nicht minder gewinnbringende Abendunterhaltung. Aber zurück zur IWW.
Nur eine Woche später sollte gleich der nächste Vortrag stattfinden. Diesmal ging es um die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise, die gleichzeitig als Krise der Demokratie dargestellt wurde und insgesamt auf einem sehr viel höheren und auch informativeren Niveau ablief als die letzte – und ja, bei diesem Vergleich ist auch mitbedacht, dass es sich bei der einen lediglich um eine Einführungsveranstaltung handelte. Im Anschluss an den eigentlichen Vortrag wurde dann noch zu den bevorstehenden M31-Protesten gegen die Krise und den diese hervorbringenden Kapitalismus nach Frankfurt am Main mobilisiert.
Nunja, zu den M31-Protesten zu mobilisieren, ohne dabei auch gleichzeitig die Kritikwürdigkeit dieses Events1 hervorzuheben, ist eine Sache, die zwar an sich bereits kritikwürdig ist, die ich persönlich jedoch noch als „Ausrutscher“ hätte tollerieren können. Als ich dann jedoch den gemeinsamen Aufruf der IWW mit dem Partei- und Jugendverbandgesocks, bestehend aus trotzkistischen Sekten, programmatischen Antiamerikanerinnen, irren Stalinisten und notorischen Israelhasser_innen, sah, die alle zusammen zum diesjährigen Tag der Arbeit auf die Straße riefen , war mein kritisches Interesse ganz schnell gestorben und ich wieder auf den Boden der harten Tatsachen zurückgeholt.2
Nach dieser Erläuchtung war alles weitere zwar nicht mehr von großer Bedeutung, doch der erkannte Trend bestätigte sich bzw. setzte sich fort mit dem Aufruf der IWW Rostock zu den Blockupy Aktionstagen in Franfurt am Main, die einen noch weitaus regressiveren Charakter besaßen als M31, sowie mit der positiven Bezugnahme3 auf den derzeit total populären Occupy-Papa David Graeber, der auch schonmal „gemeinsam mit linksradikalen Studierenden Farbbomben auf Luxusgeschäfte [wirft], um gegen die Kürzungen der konservativen Regierung im öffentlichen Sektor zu demonstrieren“, wie man bei KomFort nachlesen kann.
Am Ende passt eben doch alles wieder zusammen. So wird auf KomFort eigenständiges, kritisches Denken über Bord geworfen und zu „pragmatischen Ansätzen“ zurück gekehrt: genau wie der kategorische Imperativ Kants sei auch Graebers Anarchismus – verstanden als „das gemeinsame politische Handeln auf das Ich mich ohne Ausübung von Gewalt und Herrschaft mit Anderen einige, und in dessen Konsequenz niemand gefoltert, vergewaltigt oder ermordet wird“ – eine Entscheidungshilfe, „mit wem und für welche Ziele man zusammenarbeiten kann.“ Genau diese wurde dann auch promt auf der IWW Rostock Seite für eine „sehr gute Rezension“ erklärt und vermutlich noch als nachträgliche Rechtfertigung für die Zusammenarbeit mit den Irren und Reformist_innen vom 1. Mai verstanden.

Rostock ist (und bleibt wohl) ein Trauerspiel.

  1. Und es gibt in der Tat sehr kritische Punkte an den Initiator_innen, deren Bündnispolitik und der politischen Message. Eine ganze Sammlung findet sich auf http://m31kritikkritik.wordpress.com/ (manche besser, manche schlechter), besonders lesenswert ist jedoch die einer frankfurter Gruppe, welche ebenfalls hier zu finden ist: http://eigenleben.copyriot.com/?q=node/21 [zurück]
  2. Die aufrufenden Gruppen wurden an anderen Stellen bereits ausführlich kritisiert und ausreichend diskreditiert, so dass ich mir ein weiteres Eingehen auf diese im Folgenden sparen möchte. Zu einer allgemeinen Kritik am 1. Mai und dem diesem Tag anhaftenden Arbeitsfetisch wird es erfreulicher Weise morgen in Rostock einen Vortrag von Stephan Grigat geben: http://awiro.blogsport.de/2012/06/29/luxus-fuer-alle/ [zurück]
  3. http://iww-rostock.org/2012/05/16/buchempfehlung-inside-occupy/. Siehe auch: http://kombinat-fortschritt.com/2012/05/24/rezension-david-graeber-inside-occupy/#comment-2526 und http://kombinat-fortschritt.com/2012/05/24/rezension-david-graeber-inside-occupy/#comment-2541 [zurück]

35 Antworten auf „Kommentar zur rostocker IWW-Gruppe“


  1. 1 d_l 04. Juli 2012 um 17:06 Uhr

    Und jetzt noch mal mit vorheriger Korrekturlesung! ;)

  2. 2 kritische_r Prof 04. Juli 2012 um 17:21 Uhr

    Wenn das dein einziges Problem mit dem Text ist…
    Aber tu dir keinen Zwang an: wenn du einen Fehler findest, zeig ihn mir und ich bin gerne bereit ihn zu korrigieren!

  3. 3 d_l 04. Juli 2012 um 17:31 Uhr

    Is ja auch keine Riesensache und beim Bloggen passiert es schnell mal dass das Ding eher draußen is, als man nochma drüber gegangen ist. Hier sind aber schon ein paar Dinger drin.

    Davon abgesehen mach ich mir jetzt ne Tüte Chips und ne Cola auf und hoffe dass die IWW anbeißt und es hier ein amüsantes Battle gibt.

  4. 4 mc bulevard 04. Juli 2012 um 19:32 Uhr

    Ih finde ihr solltet als Untertitel den von Freundeskreis Weltkommunismus(http://weltcommunismus.blogsport.de/)übernehmen:

    Meint ihr ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden sondern Spaltung.

    Nun weswegen war die Veranstaltung enttäuschend? Also bei einer einstiegsveranstaltung ist das nivau halt nich hoch …
    oder war sein stiel scheiße? … hmm ..

    ich kann nun nur für mich schreiben (der blog dahinter teilt diese ansicht nicht (also nicht allle oder zumindenst weis ich das nicht genau) aber ich fand die bündnisse von Iww auch sehr strange …

  5. 5 ich 04. Juli 2012 um 21:42 Uhr

    Ich hoffe die gehen euch nicht auf den Leim. Ich hoffe du/ihr verpisst euch bald ma…

  6. 6 ein Wobblie 04. Juli 2012 um 22:13 Uhr

    Moinsen, einige Sachen wurden da nicht so richtig dargestellt. Dazu nur kurz ein paar Anmerkungen und auch Fragen.

    1. Die erste Veranstaltung die beschrieben wurde, war keine IWW Veranstaltung.

    2. Die nächste Veranstaltung die hier beschrieben wurde, war ebenfalls keine IWW Veranstaltung.

    3. Die IWW hat auch in Rostock für den M31 geworben. Soweit stimmt das schon einmal. Allerdings bleibt offen was ihr im Vorhinein und auch hinterher zu kritisieren habt oder glaubt das es von der IWW hätte kritisiert werden müssen.

    4. Ja die IWW hat mit Kommunisten einen Aufruf zu einem kämpferischen Jugendblock unterzeichnet, genauso wie die IWW auch den Aufruf für die Gegenaktivitäten in NB unterzeichnet hat. Zudem wäre auch hier eine inhaltliche Kritik am Aufruf schön gewesen.

    5. Das was du als Blockupy Aufruf verkaufen willst, ist kein wirklicher Aufruf. Lediglich ein trotziger Kommentar auf die Repressalien in Frankfurt (a.M.) wo noch zwei Mobiclips anderer Gruppen zum besten gegeben wurden.

    6. Ja wir finden die Rezension von Kombinat Fortschritt zu Graebers „Occupy Inside“ gut, weil überwiegend treffend dargestellt. Die IWW selbst hat jedoch zur Occupy und zu Graeber selbst ein gespaltenes Verhältnis.

    7. Vermuten ist immer schlecht ;) das Wissen um Etwas macht sich da schon besser. Beim nächsten mal einfach nochmal nachfragen.

  7. 7 ein Wobblie 04. Juli 2012 um 22:15 Uhr

    Naja anscheinend doch keine Fragen. :)

  8. 8 mc bulevard 04. Juli 2012 um 22:48 Uhr

    @ ich …
    wieso entscheidest du wo die kidz zu leben haben?

    @ wobblie
    Unterstützerliste des jugendblockes:
    ★ DKP Rostock
    ★ GEW Hochschulgruppe Rostock
    ★ INO
    ★ IWW
    ★ Jusos Rostock
    ★ MLPD Rostock
    ★ Rebell Rostock
    ★ Rostocker Friedensbündnis
    ★ SAV Rostock
    ★ SDAJ Rostock
    also ziemlich viele gruppen mit denen ich ein problem hätte auf der gleichen liste zu stehen. ….

  9. 9 Großraumdisko 04. Juli 2012 um 23:48 Uhr

    Ich bin gerade enttäuscht, ihr könnt doch sonst viel vulgärer und zumindest belustigender pöbeln, aber dieses Geschreibe, ohne Hintergrundwissen, diese Arroganz gegenüber der Einführungsveranstaltung, und so widerlich auch ich die Gruppen zum 1. Mai da finde, wenn das alles ist, was euch nicht passt, also bitte.
    Die Frage ist, wo die sozialrevolutionäre Perspektive bei Gewerkschaften bleibt, und dann wäre die Frage, wie ihr euch dazu positioniert. Aber stattdessen, schreibt ihr Dinge zusammen, die ihr irgendwo aufgeschnappt oder euch herbeifantasiert, und es bleibt am Ende nur die bittere Erkenntnis, dass das hier zu lesen nichtmal Spaß machen wird.
    Und nur 3 Fußnoten, da ist ja Rostockboulevard fast besser.

  10. 10 Parallelogramm 05. Juli 2012 um 0:07 Uhr

    Nein, nein, das ist keine Kritik.
    Dieser Artikel ist Symptom einer Tendenz, die mir bei KP aufgefallen ist. Statt harte und knackige Kritik zu üben, wird – wie bereits erwähnt – ohne haltbare Argumente versucht, irgendwas an der Rostocker Szene zu kritisieren. Dabei ist es ganz egal, wer nun Ziel dieser „Kritik“ (die keine ist) ist, oder was der Inhalt derselben sein soll.
    Was dabei rauskommt, steht dann hier. Es scheint mir so zu sein, als ob hier kein „positiver“ oder „konstruktiver“ Einfluss auf politische Geschehnisse in Rostock genommen werden soll und stattdessen dieser Blog der Ausdruck einer (persönlichen) Unzufriedenheit mit den Verhältnissen ist. Das wäre auch nichtmal schlimm, wenn die Beiträge etwas Relevantes enthalten würden – was sie aber nicht tun.
    Dieser Beitrag hat eine Relevanz wie ein Gespräch über das Wetter. Zudem halte ich es für voreilig und verkürzt, eine neu gegründete Gruppe anhand von 2-3 Veranstaltungen und zwei Aufrufen zu beurteilen. Wohin sich die Rostocker Wobblies entwickeln werden, steht noch keineswegs fest. Aber darum soll es hier auch nicht gehen, es sollen nur die eigenen Vorurteile über die Rostocker Szene bestärkt werden, egal, ob mensch dabei auf gewagte Konstruktionen zurückgreifen muss.
    Unter solchen Vorzeichen ist KP noch weniger lesenswert als zuvor. Denn, wenn hier nur die eigenen Vorurteile gepflegt werden, fällt jeder kritische Ansatz weg und auch der gute Adorno rotiert im Grabe, wenn ein solches Verhalten unter dem Label „Kritik“ geführt wird.

    Sonst würde ich auch mal empfehlen, über Texte zumindest ein einziges Mal drüber zu lesen, viele Fehler fallen dann auf und können verbessert werden. Das mache ich selbst bei Kommentaren.

  11. 11 kritische_r Prof 05. Juli 2012 um 0:47 Uhr

    1. Die erste Veranstaltung die beschrieben wurde, war keine IWW Veranstaltung.

    2. Die nächste Veranstaltung die hier beschrieben wurde, war ebenfalls keine IWW Veranstaltung.

    Das ist komisch. Ich weiß von mindestens einer Person aus der IWW Rostock, dass die Veranstaltung angeblich von derselben Gruppe organisiert wurde. Wie der Vortrag anmoderiert wurde, weiß ich mitlerweile nicht mehr, ich glaube jedoch zu wissen, dass auch dieser Part von einer Person der IWW übernommen wurde. Doch selbst wenn diese Veranstaltungen nicht von euch gewesen sein sollten, tut das meinen Argumenten nichts ab, ich hätte mich nur von Anfang an nicht so sehr über euch freuen müssen.

    3. Die IWW hat auch in Rostock für den M31 geworben. Soweit stimmt das schon einmal. Allerdings bleibt offen was ihr im Vorhinein und auch hinterher zu kritisieren habt oder glaubt das es von der IWW hätte kritisiert werden müssen.

    Das ist nicht richtig. In meiner ersten Fußnote habe ich auf diverse Kritik verwiesen: http://kritischeprovinz.blogsport.de/2012/07/04/kommentar-zur-rostocker-iww-gruppe/#fn1341413965619n . Ich selber habe lediglich kritisiert, dass ihr euch dem frankfurter Spektakel kritiklos angeschlossen habt – die Betonung liegt auf kritiklos!

    4. Ja die IWW hat mit Kommunisten einen Aufruf zu einem kämpferischen Jugendblock unterzeichnet, genauso wie die IWW auch den Aufruf für die Gegenaktivitäten in NB unterzeichnet hat. Zudem wäre auch hier eine inhaltliche Kritik am Aufruf schön gewesen.

    Hiermit wird auch nochmal voll und ganz das Anliegen meines Kommentars bestätigt. Ganz nach dem graeber’schen Imperativ wird hier platt behauptet „es sind doch alles Kommunisten“ und impliziert, dass man ja wohl alleine deshalb schon mit ihnen zusammen arbeiten müsste. Für den Kommunismus oder Sozialismus sprechen sie sich aus und Frieden wollen sie. Was sich dahinter verbirgt (ich erwähnte es im Artikel) spielte für die IWW bei der Beteiligung an dem Bündnis keine Rolle.
    Im übrigen wäre eine Kritik an dem Aufruf nicht die Arbeit wert gewesen. Sinnvoller wäre es gewesen eigene Flyer auf der Demonstration zu verteilen, in denen die aufrufenden Gruppen als das hätten denunziert werden müssen, was sie sind: Stalinisten, Antiamerikaner, Antisemitinnen und autoritäre Parteisoldaten.
    Und das hat nichts mit „meinen Kommunismus“ zu tun. Mit deinem ja wohl aber dann doch schon ein wenig mehr und mit dieser Erkenntnis hat sich der Artikel bereits gelohnt.

    5. Das was du als Blockupy Aufruf verkaufen willst, ist kein wirklicher Aufruf.

    Genau wie in eurem Aufruf zu M31 habt ihr auch zu Blockupy in die Headline zu geschrieben „Wir kommen!“ und den Eintrag mit „Also ab nach Frankfurt!“ enden lassen. Das könnte man ja dann doch fast als Aufruf lesen, mal ganz abgesehen von den beiden angehängten Mobivideos. Aber das ist geschenkt.

  12. 12 ein Wobblie 05. Juli 2012 um 7:48 Uhr

    1. Wie schon erwähnt wurde keine der beiden beschriebenen Veranstaltungen von der IWW organisiert. Sondern von einem Sammelsurium von ganz verschiedenen Leuten aus verschiedenen Gruppen. Dabei waren auch Wobblies beteiligt.
    2. Ich persönlich war mit dem Ausgang und Verlauf der Proteste in Frankfurt auch unzufrieden. Dennoch war das Anliegen, die Mobilisierung und die Ziele absolut unterstützenswert.
    3. Nochmal, ja wir haben mit Kommunisten zusammengearbeitet. Dafür kann man uns auch kritisieren. Wenn dir das nicht passt, auch gut. Aber dann solltest du dir die Frage stellen ob du schon einmal bei irgend einer großen Bündnisdemo umhergestiefelt bist und selbst sogar einen Aufruf unterzeichnet hast. Bei dem eventuell klassische Kommunisten anwesend waren. Ich will mich hier gar nicht groß distanzieren. Ein Teil deiner Kritik ist wenn man sie wohlwollend interpretiert schon berechtigt. Aber auf so eine erbärmliche Art formuliert das ich hier feinste Bahamasleserei raushöre. Komm schon da muss dir doch noch was besseres einfallen, als der Stempel „Stalinist, Antiamerikaner etc.“, (mal ganz abgesehen davon das nur die MLPD und der Rebell wirklich Stalin gut finden). ;)
    4. Was soll eigentlich immer dieses peinliche Gerede von „dein Kommunismus ist nicht mein Kommunismus“ so ein quatsch. Kommunist zu sein heißt sich bewusst in eine autoritäre Tradition zu stellen, passiert zwangsläufig durch die Konnotierung des Begriffs „Kommunismus“. Da bitte dann auch mit auseinandersetzen bevor man mit so großen Wörtern spielt. :)
    5. Wenn du dich mit der IWW beschäftigt hättest wüsstest du das wir kein Problem mit Kommunisten haben. Wir sind eine strömungsübergreifende Gewerkschaft. Das dich das enttäuscht ist an dieser Stelle wohl eher dein eigenes Problem. Einfach mal kurz belesen und dann hättest du es wissen können.
    6. Ja so eine Flyeraktion wäre schon gut gewesen, besonders für Dich/Euch. ;)
    7. Nochmal es gab keinen Blockupy Aufruf von der IWW (warum eigentlich nicht?) das kannst du drehen und wenden wie du willst. Du hast lediglich einen Kommentar kommentiert! Aber wir werden in Zukunft darauf achten das wir in keine Kommentare reinschreiben „Wir kommen und ab irgendwo hin“. Damit du nicht wieder irre geführt wirst.
    8. Du hättest lieber mal zu einem der Ortsgruppentreffen oder Veranstaltungen kommen sollen, die dann wirklich auch von der IWW waren.. Dann wären dir vielleicht einige Enttäuschung erspart geblieben.
    9. Wie dem auch sei, bleibt festzuhalten das auf KP wiedermal ein trauriger Tiefpunkt mehr erreicht wurde. Eine ganze Serie von Kritik die man zwar annehmen muss, aber im wesentlichen keiner genaueren Überprüfung standhalten kann.
    10. Zum Schluss noch ein Appell an KP: Bitte schreibt über Sachen die einigermaßen aktuell sind, bitte kommt über Phrasengedresche endlich mal hinaus und bitte wenn ihr von etwas keine Ahnung habt – einfach mal die Fresse halten. ;)

  13. 13 Mensch 05. Juli 2012 um 8:36 Uhr

    Ich bin für vernünftige inhaltliche Auseinandersetzungen innerrhalb linker Strukturen, aber ganz ehrlich, bei euch hab ich nur noch Bock zu pöbeln.
    Bleibt in eurer Traumwelt, theoretisiert schön weiter, ohne jemals einen pragmatischen Ansatz zu finden. Ihr seid weit weg von der Realität, und die, die versuchen auf eben diese Realität inzuwirken, in dem sie eben sich nicht nur zu Hause mit 5 Leuten in der Küche einschließen um zu „plenieren“, sondern aktiv an Prozessen teilzunehmen, auch wenn das manchmal beschissene Kompromisse bedeutet, werden von euch verhöhnt und „kritisch betrachtet“. Ihr solltet weiter eure Anonymität wahren, denn ihr seid es, die keinerlei Solidarität erfahren werden wenn es darauf ankommt. Ihr werdet niemals handlungsfähig oder gesellschaftlich relevant sein mit eurem niedlichen Block und eurer nenen wir es mal „Kritik“.
    Der regressive Part seid ihr. Und ab!
    Ganz liebe und reflektierte Grüße von den Bauern und Proleten!
    Tschüssingä!
    PS. Was ist eine Erläuchtung?

  14. 14 Großraumdisko 05. Juli 2012 um 9:58 Uhr

    @ein Wobblie,
    ich bin da ziemlich deiner Meinung, wenn du kp runtermachst, aber ich lehne mich jetzt soweit aus dem Fenster, dass ich behaupte, dass keiner von diesen Leuten jemals eine Bahamas in der Hand hatte. Denn sonst wäre ihre Kritik a) fundierter, b)provozierender und c)nicht so stumpf und platt. Vielleicht wäre regelmäßige Bahamaslektüre sogar das, was diesen blog zu einer interessanten Sache machen würde…

  15. 15 ich 05. Juli 2012 um 10:31 Uhr

    @mc burger

    entscheiden darf ich es nicht. ich finde den vorschlag auch besser das sie in ihrer küche bleiben und weiter ihre „politik“ machen. sonst wurde ja auch schon alles gesagt. also nachti und küsschen kp

  16. 16 d_l 05. Juli 2012 um 11:09 Uhr

    Das Grundproblem ist dass KP ihre Gegenstände nicht an deren Massstäben misst, sondern immer nur an den eigenen. („Die blöden Occupy-Idioten denken garnicht wie ich, wie doof von denen!“) Und die unterscheiden sich halt in den meisten Fällen voneinander. Eine etwas anspruchsvollere Fingerübung für aufstrebende Kritikersternchen wäre es allen und jede_r vorzurechnen warum sie gemäß der jeweils eigenen Grundprämissen ( – der Prämissen die die Gegenstände der Krtik jeweils teilen) falsch liegen bzw. einen Widerspruch haben um dann in Schritt 2 die eigene viel bessere Theorie (die Geschäftsgrundlage, Weltsicht, whatever dieses Blogs) in Stellung zu bringen. Dieses Schema ist zwar irgendwo auch sattsam bekannt und wenig innovativ, es verlangt den kritischen Kritiker_innen aber etwas mehr Hingabe an die eigene Aufgabe ab. Und das macht die ganzen Streitereien wiederum spannender von der Popcorn Couch aus gesehen. – Das vielleicht mal als, durchaus konstruktiv gemeinten Vorschlag zwischendrin. ;)

  17. 17 kritische_r Prof 06. Juli 2012 um 1:00 Uhr

    Auf Rostock Boulevard gibt es einen ganz lesenswerten Kommentar zum Thema bzw. was daraus gemacht wird (oder so): http://rostockboulevard.blogsport.de/2012/07/05/und-nur-3-fussnoten-da-ist-ja-rostockboulevard-fast-besser-grossraumdisko/

  18. 18 Arbeiter_in 06. Juli 2012 um 10:35 Uhr

    Ich entschuldige mich schon vorher für das was ich hier jetzt schreiben werde, weils so platt is. Aber ganz ehrlich auf so eine Kritik kann ich auch einfach ma so stumpf reagieren.

    Ich finde es gut, dass du Kritik übst. Dennoch teile ich diese Kritik keineswegs. Es gibt sicherlich Punkte bei denen ich auch Dinge nicht so cool finde, aber das bei dir Aufgezählte gehört nicht dazu.

    Generell find ich es krass wie du Gewerkschaftsarbeit beurteilst und was das anscheinend für dich ist. Für mich geht es dabei um Empowerment, um mehr zu Handhabe gegen Arbeitgeber_innen zu haben, um mich in meiner Position als Arbeitnehmer_in nicht grundlos ausbeuten und runtermachen zu lassen.

    Ich war bei Veranstaltungen der IWW und die waren top! Nicht nur dass sie total nah an der Realität dran sind, was die meisten linken Gruppen einfach ma nich sind, sie erklären auch die Sachen so, dass alle sie verstehen können. Außerdem geben sie einer_m ein gutes Gefühl und machen Bock auf Gewerkschaftsarbeit.

    Ich will dir nicht unterstellen dass du noch nie gearbeitet hast. Aber ich kann nur für mich sagen, dass ich lohnarbeiten gehen teilweise echt krass finde und es viel Zurückstecken bedeutet. Wenn dann die Arbeit der IWW ein anderes Gefühl bei mir auslöst und mich bestärkt, haben sie ihr Ziel erreicht. Ich will dann auch keine Theorien mit ihnen bequatschen oder mich in Israelkritikdiskussionen verlieren, ich möchte lediglich etwas an den konkreten Arbeitsverhältnisses ändern. Die Realität lässt sich ändern wenn wir drüber schreiben und vor allem sollten hier die ultra hohen Ansprüche deinerseits ma refelktiert werden.

    Ich kanns verstehen wenn du Bündnispartner_innen inhaltlich kritisieren willst, aber dann geh zu denen und lass die IWW ihre politische Arbeit machen.

  19. 19 d_l 06. Juli 2012 um 12:49 Uhr

    „ich kann nur für mich sagen, dass ich lohnarbeiten gehen teilweise echt krass finde und es viel Zurückstecken bedeutet. Wenn dann die Arbeit der IWW ein anderes Gefühl bei mir auslöst und mich bestärkt, haben sie ihr Ziel erreicht. Ich will dann auch keine Theorien mit ihnen bequatschen oder mich in Israelkritikdiskussionen verlieren, ich möchte lediglich etwas an den konkreten Arbeitsverhältnisses ändern.“

    +1!!

  20. 20 kritische_r Prof 07. Juli 2012 um 13:54 Uhr

    Generell find ich es krass wie du Gewerkschaftsarbeit beurteilst

    Ich kann mich nicht erinnern Gewerkschaftsarbeit an sich überhaupt nur erwähnt zu haben. Aber zeig mir die Stelle, die du meinst, und ich werde nochmal darüber nachdenken. Mag sein, dass die von mir nicht erwähnten Veranstaltungen sehr gut waren und dich empowert und dir ein „gutes Gefühl“ gegeben haben. Das freut mich für dich, hat jedoch reichlich wenig mit den von mir angesprochenen Punkten zu tun. Ich ziele mit meinem Kommentar eher auf die über die „klassische Gewerkschaftsarbeit“ hinausgehenden politischen Aktivitäten und zeige auf, wie sich die IWW für mich persönlich von einer interessanten Gruppe zu einer ablehnenswerten Gruppierung entwickelt hat.

    @ d_l

    Danke auch für deinen Kommentar, konstruktive Kritik ist ja eher etwas im Aussterben begriffenes. Ich kann dir dir allerdings nicht ganz zustimmen, aber vielleicht habe ich dich auch nicht ganz verstanden. Wieso sollte ich nicht kritisieren dürfen, was andere Maßstäbe hat, als ich sie selber an den zu kritisierenden Gegenstand anlegen würde?

    Oder mal am konkreten Beispiel: wie wir herausgefunden haben ist es für die IWW Rostock kein Problem mit Stalinisten und Antizionisten zusammenzuarbeiten, für sie reicht aus, dass alles „Kommunisten“ sind. In sich ist das ja irgendwie logisch argumentiert. Wenn ich jetzt aber einen anderen Maßstab anlege und die IWW genau für das denunziere, kann ich vielleicht nicht sagen, ihr macht einen Fehler. Ich kann aber sehr wohl sagen, dass sie in diesem Punkt selber der Fehler / das Problem sind, weil sie mit Leuten kooperieren, die ich für nicht tragbar halte.

  21. 21 kritische_r Prof 07. Juli 2012 um 13:57 Uhr

    Die Realität lässt sich ändern wenn wir drüber schreiben

    Deshalb schreibe ich ja auch so viel ;) (wenn auch nicht auf diesem Blog) Ja, ich weiß. Freud ist gemein.

  22. 22 Tuttifrutti 07. Juli 2012 um 22:51 Uhr

    @kritische_rProf

    Merkst du eigentlich das, dass was hier an Kritik auf dem Blog und von dir produziert wird eher von Ideologie und Dogmatismus zeugt und damit verdammt dicht an Massenmord dran ist. Denke mal drüber nach. KP scheint hier das einzig wirklich stalinistische Projekt zu sein.

    „Ich kann aber sehr wohl sagen, dass sie in diesem Punkt selber der Fehler / das Problem sind, weil sie mit Leuten kooperieren, die ich für nicht tragbar halte. „

    Na dann hast du ja herausgefunden wer nicht in dein Kommunismus passt. Hoffentlich kommst du nie in die Lage einen Abzug drücken zu können. Bei dir bin ich mir sicher das ich im Lager oder im Graben lande.

  23. 23 kritische_r Prof 08. Juli 2012 um 0:12 Uhr

    @ Tuttifrutti

    das tut mir leid, wenn das der Fall ist, aber da musst du irgend eine meiner Aussagen in einen ganz falschen Hals bekommen haben.

    Probleme und Fehler, wie ich sie in diesem Zusammenhang beschreibe, sind für mich – und ich denke es ist in diesem Fall angemessen so verallgemeinernt zu sprechen – nichts, was sich durch Gewalt irgend einer Form so beseitigen ließe, dass das dabei verfolgte Ziel nicht auf der Strecke bleibt. Mit anderen Worten: um „meinen Kommunismus“ irgendwie leben oder gar sowas wie „erreichen“ zu können, ist es überhaupt nicht zu denken, dass irgendwer in Lagern oder Gräben landet. Entweder er ist mit allen oder er wird nicht sein.

    Aber nochmal: ich bekomme gerade nicht ganz auf die Reihe, ob du das wirklich so falsch verstehen konntest, wie du es beschrieben hast oder ob du mich eher so verstanden haben wolltest. Eine weitere Antwort wäre daher evtl. sehr zu begrüßen.

  24. 24 MC Boulevard 08. Juli 2012 um 2:00 Uhr

    @Tuttifrutti
    Hä? Bin ich auch nahe am Massenmord, wenn ich meine das eine zusammenarbeit mit Islamisten ein fehler ist? Ich mein Mensch ist ja nicht aus natura Israelhasser oder Stalinist.

  25. 25 Tuttifrutti 08. Juli 2012 um 8:31 Uhr

    @ kritische rProf & MC Boulevard & Allgemeinheit
    Es geht mir eher darum das hier Leute als Fehler und damit als unwert oder feindlich abgestempelt werden, weil sie mit linken Parteien zusammenarbeiten. Das erinnert irgendwie an Lenins „Der Linke Radikalismus, die Kinderkrankheit im Kommunismus“. Es geht also darum das hier ein universeller Anspruch an Leute angelegt wird, der genauer betrachtet nichts mit der Realität zu schaffen hat und blanke Ideologie ist. Das ganze endet im Dogmatismus, weil der Anspruch ist die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und genau so Etwas bildet die Grundlage für Gewalt gegen Andersdenkende.

    „Mit anderen Worten: um „meinen Kommunismus“ irgendwie leben oder gar sowas wie „erreichen“ zu können, ist es überhaupt nicht zu denken, dass irgendwer in Lagern oder Gräben landet. Entweder er ist mit allen oder er wird nicht sein.“

    Und ich glaube dir sogar das du Das ernst meinst und dennoch hast du die Grundlagen für Lager und Gräben schon mit drin. Und dann überprüfe mal deine Aussage anhand der Geschichte und seinem Gehalt. Wie viele idealistische Bewegungen haben dann doch gemordet weil sie eben auch dachten das ihr Anspruch die einzige Messlatte sei? Wie willst du Kommunismus leben, wenn er nicht Gesellschaftsform ist? Wie willst du ihn erreichen wenn du dich gegen alle anderen abgrenzt? Ist halt Ideologie! Aber mit den Massenmord hab ich es natürlich ein wenig auf die Spitze getrieben. Genauso wie du mit deinen Richterurteil. Das ist nämlich leider so platt das die Verlockung einfach zu groß war.

    Nebenbei bemerkt, es hört sich immer so an als würdest du die IWW für eine kommunistische Gewerkschaft halten. Wundert mich ein wenig, denn dem ist nicht so. Viel eher sind die Wobblies als Anarchisten verschrien (daher die Verwunderung). Dem ist auch nicht so. Sie ist aber durch beide Strömungen maßgeblich beeinflusst. Wobei zu unterschiedlichen Zeiten die Einflüsse mal stärker mal schwächer waren. Es lohnt sich durchaus die Geschichte und Ansätze der IWW mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Da findest du dann auch ein paar Sachen für die man die IWW eventuell wirklich kritisieren kann. Aber dadurch erklärt sich auch warum Sie mit kommunistischen Parteien z.B. punktuell zusammenarbeitet oder Sie so offen für Menschen mit ganz unterschiedlichen politischen, ideologischen, kulturellen und sogar religiösen Ansätzen ist.

    Was ich hier recht erstaunlich finde. Ist das so ziemlich der ganze Text einfach aus Unwahrheit und oder ganz schlechter Kritik bestand. Der „eine Wobblie“ hat das ja schon ganz gut dargestellt und jetzt scheint es als klammerst du dich an diesen einen Punkt „das sie mit Kommunisten einen Aufruf unterschrieben haben“ fest. Für mich stellt sich da die Frage nach dem Warum? Sollte das wirklich der zentrale Punkt deiner Kritik sein?

  26. 26 Mc boulevard 08. Juli 2012 um 12:47 Uhr

    O.K. Arbeitet mit Israelhassern zusammen. Sonst habt ihr in eurem Denken den Massenmord.
    http://reflexion-blog.com/?p=1053

  27. 27 Mc boulevard 08. Juli 2012 um 12:57 Uhr

    Dieser Artikel is besser:
    http://reflexion-blog.com/?p=1898

  28. 28 d_l 08. Juli 2012 um 14:01 Uhr

    @kritischer Prof

    Das Problem ist, dass sich niemand deinen Standpunkt zu eigen machen muss. Wenn du aber mit deiner Kritik bei den Leuten punkten willst, sprich – sie überzeugen willst, müssen entweder die Leute zu deinem Standpunkt kommen, oder du mit ihnen auf einer verhandelbaren Ebene diskutieren. Im anderen Falle könnte es auch dazu kommen, dass ihr Äpfel und Birnen vergleicht und alle sich im Recht wähnen – dass mag sich zwar auch ganz okay anfühlen, wenn man sich im Recht wähnt. Aber das geht deinem Gegenüber ja mit seiner/ihrer Position ebenso. Niemand hat sich bewegt, alles is wie zuvor, kein Fortschritt.

    ;)

  29. 29 kritische_r Prof 09. Juli 2012 um 7:41 Uhr

    Es lohnt sich durchaus die Geschichte und Ansätze der IWW mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Da findest du dann auch ein paar Sachen für die man die IWW eventuell wirklich kritisieren kann. Aber dadurch erklärt sich auch warum Sie mit kommunistischen Parteien z.B. punktuell zusammenarbeitet

    Das hätte ich dann wiederum zu einfach gefunden – einfach nur zu sagen: „guck mal, da steht der gleiche Name drauf“. Ne, dann doch lieber den Leuten vorhalten, was sie selber so machen.

    Ich hatte im Übrigen auch mal in die Geschichte der IWW reingelesen, wüsste jetzt aber nicht, woraus sich das punktuelle Zusammenarbeiten mit anderen, ganz verschiedenen Gruppen ergeben würde, so wie du schreibst. Was sollen das für geschichtliche Besonderheiten sein?

  30. 30 kritische_r Prof 09. Juli 2012 um 7:46 Uhr

    Das Problem ist, dass sich niemand deinen Standpunkt zu eigen machen muss.

    Das würde ich nicht als Problem, sondern als etwas sehr wunderbares begreifen.
    Dennnoch glaube ich immernoch zu wissen, was du meinst. Was ich jedoch nicht verstehe ist, wie du dir das konkret vorstellst. Könntest du das mal konkret machen? Was hätte es beispielsweise für den Kommentar zur IWW bedeutet, sich auf einer verhandelbare Ebene zu begeben?

  31. 31 d_l 09. Juli 2012 um 14:51 Uhr

    Wenn du willst dass die IWW sich deine Kritik anhört, solltest du zunächst mal überprüfen ob deine Kritik auch für die IWW unmittelbar und unmissverständlich, kurz eindeutig zu verstehen ist. Fatal wäre ja, wenn ihr euch schlicht missversteht. Dann wäre zu schauen, ob deine Kritik in irgendeiner Form eine Anerkennung der IWW impliziert, wenn nicht, dann stellst du sie ja zu 100% in Frage und da ist die Wahrscheinlichkeit, gehört zu werden einfach nicht sehr hoch.

    Wenn dein Punkt also mit einiger Sicherheit verständlich ist und keinen Frontalangriff auf den Gegenstand impliziert, dann sind die Chancen dass ihr eine Ebene findet auf der ihr euch austauscht relativ gut (aber auch noch nicht garantiert), dann hast du alles was in deiner Macht steht getan um deinen Punkt auf eine Weise rüberzubringen, der es deinem Gegenstand ohne Gesichtsverlust möglich macht über das Kritisierte nachzudenken.

    Aber verwässert das nicht deinen Standpunkt und deine Kritik? Nun ja, du bist frei jeden Standpunkt einzunehmen und die IWW Ortsgruppe oder wer auch immer ebenso. Dass man sich einen Standpunkt gewählt hat, besagt noch nicht, dass dieser richtig ist. Dass man alle gegen sich aufgebracht hat, beweist noch nicht, dass alle anderen dumm und verblendet sind. Wenn man eine besonders scharfe Kritik formulieren will, sollte man dennoch im Hinterkopf behalten, dass das Rechthaben und Bescheidwissen eine sehr einsame Sache sein kann. ;)

  32. 32 kritische_r Prof 12. Juli 2012 um 12:25 Uhr

    hm… danke für deine ausführlichen Ausführungen. Ich verstehe jetzt was du meinst. Was du sagst passt ja auch zu manchen Reaktionen hier in der Kommentarspalte…

  33. 33 peter golodkoswki 11. August 2012 um 21:43 Uhr

    hier, mögen sie dies bitte bewerben, die frohe kunde weitertragen und sich zudem eingeladen fühlen:

    http://kombinat-fortschritt.com/2012/08/09/hro-podiumsdiskussion-%C2%BBdas-bisschen-totschlag%E2%80%A6%C2%AB-20-jahre-pogrom-lichtenhagen/

  34. 34 Wayne 23. August 2012 um 18:53 Uhr

    INO hatte damals die Unterstützung zu dem 1. Mai Aufruf zurückgezogen, unter anderem gerade weil die anderen Untersützer_Innen teilweise nicht tragbar sind.

  35. 35 kritische_r Prof 27. August 2012 um 12:12 Uhr

    Macht Sinn. Die Demo wird ihm nicht marxistisch-stalinistisch genug gewesen sein. Das allein spricht allerdings wirklich nicht gegen die Demonstration, im Gegenteil.

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