Von der neusten Provinzposse eines linken Projektes

Vor kurzem lag im Median ein Fragebogen aus, worauf stand: „Wir wollen das neue Jahr nutzen um mal zu hören, was ihr vom Awiro haltet und was wir vielleicht verbessern könnten.“ Das Awiro zeigt sich also kritikfähig und offen für Veränderungen. Auf die Bedürfnisse des Einzelnen soll irgendwie geachtet werden, es soll die Möglichkeit zur Meinungsäußerung, vielleicht sogar zum indirekten Mitgestalten eingeräumt werden; Basisdemokratie – all das schwingt bei dem Fragebogen mit. „Hört sich doch gut an“, könnte man da denken. Wer den Awiro und / oder seine dazugehörige Kneipe kennt, der kann bei der Lektüre des Fragebogens hingegen eher skeptisch werden.
Ich für meinen Teil bin mir nicht sicher, ob dieser neuste Rostocker Provinzstreich dazu dienen soll, diejenigen Leute, die sich seit Jahren vergeblich für Reformen innerhalb des Awiro e.V. bzw. der Kneipe „Median“ einsetzen, zu verspotten oder ob er lediglich Ausdruck der bornierten Ignoranz und Dummheit der Projektleiter_innen ist. So oder so bleibt der Fragebogen und das dahinterstehende, angebliche Anliegen eine Farce. Seit Jahren wird Kritik am Awiro/Median tot geredet, werden die Bedürfnisse von verschiedensten Seiten, die auch immer wieder an das Plenum herangetragen wurden, stets ignoriert. Leute die versuchten zu intervenieren und das Anliegen Einzelner zu vertreten, wurden nicht nur Steine in den Weg gelegt, sie wurden darüber hinaus teilweise offen angefeindet – von subtileren Kommunikationsformen, die den Kritiker_innen vermitteln „du bist hier nicht (mehr) erwünscht“, einmal ganz zu schweigen.
Würden die Verwalter_innen dieses „linken Projektes“ es mit dem Fragebogen ernst meinen und wären wirklich interessiert an den Wünschen und der Kritik aller (potentiellen) Besucher_innen, hätten sie lediglich die letzten Jahre zuhören und die Kritik ernst nehmen müssen. Allerdings wäre das Median dann wohl nicht mehr das, was er heute ist: ein verranzter, überwiegend von jungen Männern besuchter, ver*auchter1 und alles in allem recht apolitischer Antifa-Hooligan-Szeneschuppen, der einem autonom-alternativen Lifestyle-Spektrum einen Ort zum besaufen bietet.
Zwar kann das Awiro nicht auf das Median reduziert werden und natürlich gibt es da ja auch noch den Infoladen, der seit geraumer Zeit nicht mehr betrieben wird, irgend einen Raum, den mal jemand „Fahrradwerkstadt“ genannt hat, ein paar Wohnungen (sog. „Wohnprojekt“) und nicht zu vergessen einem Proberaum, wo sogar tatsächlich manchmal Musik heraustönt.
Alles in allem kann der Fragebogen wohl eher als öffentlich vorgetäuschtes Alibi der Kompromissbereitschaft und Kritikfähigkeit zur Erhaltung des linken Selbstverständnisses, statt als ernsthafter Gesinnungswandel verstanden werden.
Wie auch immer. So oder so bleibt es ein Schlag ins Gesicht für die Leute, die bereits immer wieder vergeblich versucht haben, das Awiro/Median irgendwie positiv zu verändern und an der Borniertheit und geistigen Festgefahrenheit der Projekt-Verwalter_innen scheiterten. Um nur zwei konkrete Beispiele zu nennen: Bis heute muss sich der Grrrlz DaIY (ein Tag im Monat im Median ohne Macker) für seine Existenz rechtfertigen bzw. wird immer mal wieder mit fadenscheinigen Argumenten versucht zu verhindert oder sogar endgültig aus den Räumlichkeiten des Awiro zu verweisen. Ein anderes Beispiel ist die Barrierefreiheit. Vor bereits über eineinhalb Jahren wurde gegen großen Widerstand ein lächerlicher „*auchfreier Mittwoch“2 eingeführt, hervorgegangen aus einem außerordentlichen Plenum, auf dem das Thema „*auch“ im Median ausführlich diskutiert wurde. Zwar hatte man wie beim Grrrlz DaIY keine inhaltlichen Gegenargumente, dafür jedoch jede Menge Vorwände und schließlich das berühmte Veto, gegen welches in einem konsensualen Entscheidungsfindungsprozess, wie in derartigen „linken Projekten“ üblich, nichts weiter unternommen werden kann. Statt das Median *auchfrei zu gestalten, wurde ein *auchfreier Mittwoch eingeführt, der dann regelmäßig (u.a. von Personen, denen Beschlüsse des Plenums, die den eigenen Ansichten entsprechen, heilig sind) ignoriert wurde, bis er wieder gänzlich abgeschafft wurde.
Es entbehrt nicht einer zusätzlichen Zynik, dass Denjenigen, die das Median bereits meiden, die „Stimmabgabe“ auf dem Fragebogen erschwert wird. Wer den Ort meidet, weil er_sie sich dort unwohl fühlt (Gründe gibt es genug), soll seine Kritik auch lieber gleich für sich behalten: „Die Beantwortung soll aber auf den bereitliegenden Zetteln am Tresen erfolgen. Schickt uns eure Antworten bitte nicht per Mail oder bei Facebook.“
Mir persönlich ist mittlerweile so vieles an diesem „linken Projekt“ zuwider, dass ich nicht mal weiß, mit welchen Punkten ich anfangen sollte, angenommen ich würde den Fragebogen ausfüllen wollen. Allerdings kann man sich den Gang ins Median in diesem Fall wohl genau so sehr ersparen, wie den Gang am Sonntag zur Wahlurne – und eigentlich weiß es jeder: es wird nichts bringen. Es wurde alles bereits versucht, die Missstände sind bekannt. Es gibt nichts mehr zu diskutieren oder zu versuchen. Hoffnung besteht für Rostocks wichtigsten Antifa-Szene-Treff nur insofern, dass irgendwann vielleicht eine fortschrittlichere Generation das Ruder im Awiro in die Hand nehmen wird. Bis dahin wird jedoch noch einige Zeit vergehen. Und so bleibt nur wenigstens die dreistesten Dummheiten zu denunzieren.

  1. Aus szene-rechtlichen Gründen muss ich an dieser Stelle zum Zensurstift greifen und kann das Wort nicht ausschreiben. [zurück]
  2. Auch hier sei nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nicht etwa „Rauch“ gemein sein muss. Auch könnte durchaus „bauchfreier Mittwoch“ gemeint sein. [zurück]

68 Antworten auf „Von der neusten Provinzposse eines linken Projektes“


  1. 1 uschie 13. Februar 2013 um 19:47 Uhr

    gregor gysi erzählt viel scheiße. punkt. – ABER er hat zu diesem phänomen mal was richtiges gesagt: „Ich wünsche mir manchmal, nicht jeder bei uns fühlte sich berufen, Weltpolitik zu machen.“ Dass Die Linke […] viele Ideologen und Sektierer […] anziehe, erklärt Gysi mit der Geschichte […]: „Man hockt zusammen, schlechtester Rotwein, alles vollgequalmt, ein bisschen Petting, am Ende verabschiedet man ein Papier von 35 Seiten, in der die Welt analysiert ist, aber haarscharf.“ Das werde sich normalisieren, wenn „aus Symbolpolitik wirkliche Politik wird“

  2. 2 haha 13. Februar 2013 um 21:02 Uhr

    alterrrr…

  3. 3 augenwischer 13. Februar 2013 um 22:13 Uhr

    Du musst dir ja Mega geil vorkommen, wenn du dich hier so herrlich auskotzt und anscheinend immer noch nicht gerafft hast, was das für Konsequenzen fürs Median haben kann wenn du sowas bzw. solche Details hier hinschreibst. Klar gibt es auch Probleme bzw. ungelöste Konflikte im Median und dem Awiro, aber was du hier veranstaltest ist eine reine Hetze und das Abreagieren von persönlichen Differenzen mit Leuten aus dem Café. Und wieso kapierst du nicht, dass du genau solche Sachen nicht öffentlich machen sollst, die Gründe wurden doch hinreichend erläutert! Also wieso bist du so beschissen und stellst es wieder Online??????????

  4. 4 dieter 14. Februar 2013 um 0:18 Uhr

    bitte..hau ab!!

  5. 5 provinzielle Kritik 14. Februar 2013 um 2:10 Uhr

    Es scheint mir, euer Elfenbeinturm hat nicht einmal ein Fenster zum Lüften…
    Kotstullenbande!

  6. 6 AHU! 14. Februar 2013 um 9:02 Uhr

    Dicke Eier Osterfeier!

  7. 7 Sensationsrelevant 14. Februar 2013 um 12:33 Uhr

    Hallo,

    ich finde es unverschämt, wie hier Tatsachen verdreht werden. Der lauchfreie Mittwoch ist nicht abgeschafft, auch dank des des Engagements von engagierten Bür… Einzelpersonen. Bauchfreiheit ist weiterhin ein Thema, was auf der Liste der diskutierten Themen steht. Sicher gibt es um den Strauch immer wieder Diskurse und Meta-Diskurse und Meta-Meta-Diskurse (Hyper-Diskurse sozusagen), aber eine (Wiederver-)Einigung konnte bisher nicht erzielt werden. Aber Lauch ist ja auch kein Kohl.
    Meiner mehr oder minder (eigentlich gar nicht) bescheidenen Meinung zufolge, sollte auch weiterhin über den Schlauch im Hof, nein, im Cafe diskutiert werden. Und zwar, bis es sich gepfeffert hat, wie halt so gepfefferte Wurst, aber die ist ja auch nicht vegan, oder dieser Pfefferschinken, kennt Ihr den? Bäh! Alles Bäh!
    Aber vielleicht sollte dieser ganze Brauch auch einmal überdacht werden, da bricht sich doch kein Mensch was ab, außer einen Stengel, der glimmt, vielleicht. Aber die meisten drehen sich ja im Kreis – und selbst auch noch. Kein Wunder, wenn da Schwindelgefühl und Übelkeit aufkommt. Knoblauch soll da helfen.
    Aber ich verrenne mich in einem dichten Dunst auch Kleinigkeiten. Doch da haucht mir ein Gedanke ins Ohr, den ich nicht in einem Becher ausdrücken will. Aber er ist mir auch schon wieder entflaucht… ne, es heißt entfleucht, entschuldigt meine Sprache, gerecht ist sie nämlich eher nicht.
    Aber ich sollte zu einem Ende kommen, denn wie heißt es so schön: „Schrift ist Gift!“. Dabei wollen es belassen, denn ich habe schon viel geschrieben.

    Zum Schluss noch eine politische Phrase:
    Erst wenn sich der Rauch verzogen hat, wenn der letzte Qualm verqualmt hat, werdet ihr feststellen, dass Tankstellen kein Bier verkaufen. Oder so ähnlich…

    Bis zum nächsten Mal,
    euer Wayne

  8. 8 Bernd 14. Februar 2013 um 12:41 Uhr

    kritik die nichts bewegt und nur kaputt machen soll. dir scheint einiges zuwider sein, aber du tust nichts dagegen.
    du bist armselig – machs besser oder halt einfach die klappe

  9. 9 peter 14. Februar 2013 um 12:45 Uhr

    @augenwischer
    „das Abreagieren von persönlichen Differenzen mit Leuten aus dem Café.“ ich hab keine Stelle gefunden aus der hervorgeht, dass die Person „persönliche[…] Differenzen“ mit irgend wem hat.
    Ansonsten finde ich den Text aus verschieden Gründen auch nicht gut bzw. bedenklich. Das heißt, dass es dennoch Punkte im Text gibt über welche sich Unterhalten werden kann bzw. sollte. Ich werd das mal die nexten Tage im Cafe versuchen. Vielelicht findet sich ja wer, der mehr sagen kann dazu als, das die Person die den Text geschrieben hat „Hausverbot“ bekommen soll.

    Für den innerlinken Streit,
    Awiro ist was du daraus machst!

  10. 10 potzblitz 14. Februar 2013 um 13:00 Uhr

    For real, da hat eine*r jegliche Schweige-Verpflichtungen-Codex-Gedöns gebrochen. Urx und zwa sowat von! Aber was bringt Menschen dazu die Regeln einer „Community“ zu verletzen? Ich teil nicht die Einschätzung, dass die Person „persönliche“ Probleme mit Leuten hat – hier wird am laufenden Wort die Struktur an den Pranger gestellt. Frust? Enttäuschung, Aussteige-gedanken?
    Ein Hoch auf das neue Zeitalter: Wenn dir keine*r mehr zuhört, hast du immer noch die „Macht des Internets“. Bin schon gespannt wie diese unerwünschte Nebenwirkung bearbeitet wird, wählen Sie:
    A) inhaltliche Auseinandersetzung, analoger Dialog
    B) Ausstoß, Ächtung und Drohgebärden oder
    C) „War was?“

  11. 11 Blogonkel 14. Februar 2013 um 13:50 Uhr

    „Würden die Verwalter_innen dieses „linken Projektes“ es mit dem Fragebogen ernst meinen und wären wirklich interessiert an den Wünschen und der Kritik aller (potentiellen) Besucher_innen, hätten sie lediglich die letzten Jahre zuhören und die Kritik ernst nehmen müssen.“

    Sehr richtig! Diesen Punkt versucht die NPD-Bürgerschaftsfraktion auch immer wieder im Stadtparlament anzusprechen, weil potentielle Besucher_innen wegen abweichender Meinung zu allierten Kriegsverbrechen, Multikulti-Terror und demokratischem Volkstod dort, im Median seit Jahren konsequent ausgegrenzt werden und so potentielle Besucher_innen sich nicht der Möglichkeit eines Besuchs – sei er nun lauchfrei oder nicht – erfreuen können.

    :D

  12. 12 kritische_r Prof 14. Februar 2013 um 14:08 Uhr

    @ Blogonkel

    Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Nazi-Vergleich auf diesem Blog, du „Antifaschist“

  13. 13 peter 14. Februar 2013 um 14:29 Uhr

    @ sensationsrelevant

    EPIC! :D Made my day

  14. 14 Blogonkel 14. Februar 2013 um 14:36 Uhr

    @potzblitz

    Es gibt meiner Meinung nach zwei Deutungen:

    1.Die Autor_innen hier sind so dermaßen abgegessen, dass es ihnen -entgegen des eigenen Bekundens- eigentlich schon total egal ist, welches Verhalten vielleicht kontraproduktiv sein könnte. Ob mit den eigenen Mitteilungen tatsächlichen oder potentiellen Gegnern tatsächliche oder potentielle Mittel in die Hand gegeben werden, ist ihnen mittlerweile egal geworden.

    2. Hier wird gedankenlos onaniert. Ob das Herausposaunen der eigenen subjektiven Perspektive zutreffend oder evtl für die Besprochenen Gegenstände kontra-produktiv ist, spielt keine Rolle. Wichtig ist allen anderen zu zeigen wo der Hammer hängt und wer der kritischste Prof ist.

    @kritischer Prof

    Lern doch erstmal mal das Argument!

    Ich habe mich auf den undifferenzierten Passus bezogen und ihn karrikiert, weil er völlig offen und unbestimmt die Unvereinbarkeit des Projektalltags mit dem Betretungsbedürfnis einer theoretisch unbegrenzt ausdehnbaren potentiellen Besucher_innenschaft beklagt. Ich hätte das nicht mit Nazis durchspielen müssen, aber Nazis sind – ob ihr es wollt oder nicht- eben auch unter den anderen medial wahrnehmbaren Kritikern des Projektes. Das Argument funktioniert auch wenn ich sagen würde ihr beklagt, dass auf die Bedürfnisse religiöser Minderheiten im Cafe Median keine Rücksichten genommen werden, weil sich dort unverschleierte junge Frauen ohne Begleitung männlicher Familienangehöriger mit anderen jungen Männern treffen können, oder dass in der Vokü die Bedürfnisse potentieller Gäste nicht beachtet werden, die sich ein Essen ausschließlich aus fleischlichen Zutaten wünschen, oder dass man im Fahrradkeller keinen Autobus reparieren kann.

    Das wolltet ihr mit Sicherheit alles auch nicht einfordern -vermute ich zumindest- aber diese Implikationen gibt eure Formulierung alle her. That’s the point. ;)

  15. 15 ex peter 14. Februar 2013 um 14:51 Uhr

    @ Blogonkel -> Trollonkel
    Jetzt wird’s aber wirklich schwach von deiner Seite, ich bin persönlich so wie politisch Enttäuscht von dir. Du setzt ja nicht mal mehr das Nazivokabular in Anführungszeichen. Inhaltlich ist das beschreibene, dass solcherlei Person im Cafe keinen Platz haben nicht war. Ich kann da gern nen paar Veranstalltungen anführen wo solsche Personen als Referenten geladen waren. Das du hier ansonnsten mit Nazivergelichen um dich wirfst, entbert sich jeglicher Logik außer jener, dass du mehr kliggs auf deiner Seite haben willst, egal von wem.

  16. 16 hater 14. Februar 2013 um 15:06 Uhr

    Es braucht halt auch nicht immer gleich Buttersäure um linke Läden in MV anzugreifen. Ein Angriff bleibt das trotzdem…

  17. 17 potzblitz 14. Februar 2013 um 15:23 Uhr

    @ blogonkel

    Si zu Erstens. Allerdings versteifst du dich doch arg drauf, dass das jetz kontraproduktives Verhalten ist. Wobei ich dieser Behauptung nix entgegenstellen möchte, stellt sich dennoch die Frage kontraproduktiv in bezug auf was. Denn offenbar beinhaltet kontraproduktives Outing die Annahme eines schützenswerten Bestandes. Und egal ob in sexualisierter Selbstprofilierung oder unkontrolliertem Rumgekotze – ich denke nicht, dass es diesen „schützenswerten“ Bestand für KP gibt.
    Und jetzt kannste, im Sinne von jedermann*, rumkrakelen „bekackter freiraum is besser als gar keiner“ und denn is da auch viel wahres dran. Aber das Individuum aka KP sieht das wohl anders.
    Und zu zweitens: Alle schwingen gerne Hämmer und hoffen, dass es wer sieht. Am Tresen, im Internet, in der Wissenschaft, mit Worten oder Händen. Man könnte allenfalls differenzierend einen Kollateralschaden beklagen und intervenierend einfordern, dass die Männlichkeitsmesse beim Warnow-Eisschwimmen fortgeführt wird.

  18. 18 batman 14. Februar 2013 um 16:05 Uhr

    habt ihr schlecht geschissen oder warum gibts in eurem leben keine anderen probleme als diese anderthalb meter tresen in der ktv?

    https://lh4.googleusercontent.com/-BGotqqi2iE4/TYE9NhKk7II/AAAAAAAAC4Q/H3O1DFyz914/s640/236195TeenagersActNow.jpg

  19. 19 Antifa-Hool 14. Februar 2013 um 19:31 Uhr

    Man mag ja von diversen selbsterklärten Zeiterklärern halten, was man will, aber bei Sascha Lobo findet sich doch ein passender Ausspruch, der euer gesamtes Projekt „‚Kritische‘ Provinz“ genüsslich beschreibt:

    „Die schlimmste Kleinstadt ist die Kleinstadt im Kopf. Provinz ist eine Haltung, keine Herkunft.“

    Wenn Dreh- und Angelpunkt all eurer Einlassungen lediglich der Vorwurf des Provinzialismus ist, stellt sich doch die Frage nach der euren „bornierten Ignoranz“.

  20. 20 kritische_r Prof 14. Februar 2013 um 20:53 Uhr

    @ augenwischer:
    Vielleicht kannst du mir ja erklären, „was das für Konsequenzen fürs Median haben kann“, was ich geschrieben habe?
    Ob das Details sind, über die ich schrieb, darüber lässt sich streiten. Allerdings schrieb ich über nichts, was nicht in der Öffentlichkeit geschehen ist und was daher auch jede_r wissen oder ganz unkompliziert herausfinden kann. Das sind ja alles keine Geheimnisse oder eigentlich geschützte Informationen. Du fragst wieso ich nicht kappiere, dass „genau solche Sachen nicht öffentlich“ gemacht werden sollten? Nun, sie sind öffentlich. Das Awiro Plenum ist genau so öffentlich, wie das Median oder der Infoladen ein öffentlicher Raum ist.

  21. 21 kritische_r Prof 14. Februar 2013 um 20:59 Uhr

    @ bernd:
    du schreibst: „dir scheint einiges zuwider sein, aber du tust nichts dagegen.“
    Falsch. Ich kritisiere das, was mir zuwider ist und tue damit sehr wohl etwas dagegen. Wie effektiv das ist, ist zweifellos fraglich. Das liegt aber nicht an mir, sondern an der Hartnäckigkeit des kritisierten Gegenstands. Einfach besser machen geht leider nicht und daher scheint mir – wie ich im Artikel ja auch dargelegt habe – im Moment die Kritik die sinnvollste bzw. vielleicht die einzig irgendwie sinnvolle Möglichkeit der Intervention.

  22. 22 Antifa-Hool 14. Februar 2013 um 21:26 Uhr

    „Falsch. Ich kritisiere das, was mir zuwider ist und tue damit sehr wohl etwas dagegen. Wie effektiv das ist, ist zweifellos fraglich. Das liegt aber nicht an mir, sondern an der Hartnäckigkeit des kritisierten Gegenstands“

    Falsch. Versuch doch mal, Diskursverläufe zu dekonstruieren, so dass du möglicherweise zu dem Ergebnis kommst, dass sich in manch einem Eckpfeiler deiner „Kritik“ ein kausaler Nexus befinden könnte, welcher wiederum erklärt, weshalb deine „kritischen“ Einlassungen auf eine hartnäckige Front der Gegenwehr stoßen.

    Statt darum bemüht zu sein, ein bestehendes Projekt, in das Leute Zeit und Kraft investieren, beständig anzukacken, könntet ihr doch auch mal praktisch aktiv werden und selbst etwas aufbauen, wenn ihr meint, dass kontroverse Ansichten beim AWIRO prinzipiell auf Ablehnung stoßen würden.

  23. 23 kritische_r Prof 14. Februar 2013 um 21:30 Uhr

    @ potzblitz (Kommentar um 13:00 Uhr)
    Ich bin niemals in diese Szene eingetreten, habe keinerlei Verpflichtungen unterschrieben und mir hat auch nie jemand den „Kodex“ erklärt. Dass sich die Linke (nicht nur) in Rostock als kleine Community versteht und handelt und sich auch durchaus inzestuös reproduziert ist ja gerade Teil des Problems: den Rednecks erscheint jede Regung von Veränderung als zersetzender Einfluss, der eben die Community bedrohen würde. Gerade deshalb wird ja so auf die Identität geschworen, Solidarität und ein linkes Selbstverständnis eingefordert, der Laden soll mit Gewalt zusammengehalten werden. (wichtige Aspekte davon wurden bereits hier angesprochen: http://kritischeprovinz.blogsport.de/2012/10/12/fluestern-und-schreien-und-maul-halten/)

  24. 24 kritische_r Prof 14. Februar 2013 um 22:05 Uhr

    @ ex peter:
    „Inhaltlich ist das beschreibene, dass solcherlei Person im Cafe keinen Platz haben nicht war. Ich kann da gern nen paar Veranstalltungen anführen wo solsche Personen als Referenten geladen waren.“
    das würde mich jetzt aber interessieren, auf was du hier anspielst. raus damit, führ doch mal an!

  25. 25 Rosie 14. Februar 2013 um 23:01 Uhr

    Getroffene Hunde bellen -mehr fällt mir zu den Kommentaren hier echt nicht mehr ein…^^ Und im Text müsste bei der Anführung der Besucher_innengruppe „weiße Männer“ stehen, denn Antira-Arbeit wird im Awiro ja wohl eher (ganz ganz) klein geschrieben.

  26. 26 Antifa-Hool 14. Februar 2013 um 23:24 Uhr

    Nicht auszuschließen, dass diese selten dämliche Äußerung von einem weißen Mann getätigt wurde, der die intensive Antira-Arbeit, die am kritisierten Ort geleistet wird, als Einschränkung seines Freiraums sieht.

  27. 27 Georgina 14. Februar 2013 um 23:50 Uhr

    Das Prinzip ist ja hier recht simpel. Menschen, die in irgend einer Form am Projekt partizipieren, werden von kritische Provinz (KP) genau dafür kritisiert. Nämlich dafür, dass sie etwas machen, ohne sich dabei genau an die Vorstellungen von KP zu halten, die selber anscheinend gar keine Lust haben, irgendetwas zu machen. Es wird sich auf Position des außen stehenden Kritikers zurückgezogen und wild im Internet rumgestänkert. Ist ja auch viel einfacher als selber was jenseits des PCs zu unternehmen.
    Stellt sich natürlich auch die Frage, wenn der kritische Prof (nach eigenem Bekunden) gar nicht Teil der linken Szene oder des Projekts ist, was seine Intention für diesen Text ist. Unter diesen Vorzeichen kann man doch auch über alles andere schreiben, was in der Welt so schief läuft, z.B. Pferdefleisch in Lasagne.
    Das angenehme am Internet ist für KP, dass sie selber keine Konsequenzen zu befürchten haben. Mögliche Konsequenzen für das Projekt werden einfach abgestritten bzw. können die jemandem, der sich nicht als Teil des Projekts sieht, ja eigentlich auch egal sein. Und Nein ich werde an dieser Stelle natürlich nicht erläutern, was mögliche Konsequenzen sein könnten. Das wäre um ein einfaches Bild zu verwenden, dass dann vielleicht auch die Schreiberlinge dieses Blogs verstehen können, so als würde eine Bank im Internet erklären, warum die Veröffentlichung interner Dokumente es so einfach machen den Tresor auszurauben.

  28. 28 batman 15. Februar 2013 um 0:09 Uhr

    dicke deutsche bleibt wo ihr seid! gegen weiße unterdrückerschweiner_innen!

  29. 29 Großraumdisko 15. Februar 2013 um 0:52 Uhr

    In euerm ersten Beitrag habt ihr geschrieben: „Hallo Provinz, Dein Zustand ist kritisch“, noch kritischer ist aber euer Geisteszustand. Und mehr gibt es dazu eigentlich auch nicht zu sagen. Ihr wollt gar keine Linken sein, wollt nichts von Solidarität usw wissen, dann bitte wendet euch doch irgendwas anderem zu.
    Ich hätte da auch eine Idee, was bei weißen deutschen Männern immer gut funktioniert hat.
    Da ihr eure Jahre in der linken Szene ja schon verleugnet, habt ihr das geschafft, was vielen Exlinken vorher gelang, typisch deutsch einfach vergeßen, was war, links-sein als rebellische Jugendphase abtun, und schon könnt ihr Außenminister der BRD werden. Frieden mit dem System habt ihr ja geschloßen, wenn euch das Konsensprinzip und die Szene so ankotzt.
    Nur haltet euch bitte in Zukunft an eure eigenen Worte, kommt nicht an, wenn ihr was in den Läden mitnehmen könnt oder doch mal Hilfe wollt, und lasst einfach das Internet in Ruhe (mit Adorno funktionierts ja zum Glück auch).

    Und damit zu den wichtigen Themen:
    Solidarität mit Tim, Freiheit für Deniz K.!

  30. 30 Robbie 15. Februar 2013 um 2:23 Uhr

    Rostock ist Provinz, das beweist sich immer wieder.
    Vielleicht ist es anderswo nicht besser, aber schlimmer ist es auch nicht. Wer an seinem Habitus festhält und nichts mehr verändern will, der ist konservativ – und offenbar sind dies auch viele selbsternannte „Linke“. (Was anderes als „selbsternannte“ gibt es ja auch gar nicht.)

    Aber, um vielleicht im Szenesprech zu bleiben: Habt ihr alle nichts Besseres zu tun? Am 13. Februar Texte schreiben statt Gedenken (bspw. in Dresden) zu stören? Am 14. Februar Kommentare schreiben statt den V-Day (onbillionrising.org) zu zelebrieren?
    Das ist das eigentlich Erbärmliche an Rostock. Politik passiert dort nur, wenn andere sich darum kümmern. Eigene Intiative existiert nicht.

    Und ja, vielleicht mag es schäbig sein, sich im Inet auszukotzen und rumzukritisieren. Aber aggressive und dumpfe Kommentare im Inet zu schreiben ist keinen Deut besser.

    Es bleibt nur noch eine Sache zu tun: Wegziehen.

  31. 31 Diskogänger_in 15. Februar 2013 um 12:03 Uhr

    Danke liebe/s/r Großraumdisko!
    You just read my mind.

  32. 32 Mehlkorn 15. Februar 2013 um 13:02 Uhr

    Ich mache es kurz.

    Da hat jemand Bock auf Backenfutter und Backenfutter verteilen wir gern, vor allen Dingen bei „Anti-Antifa“ Aktivisten.

    bis dann

  33. 33 George Taylor 15. Februar 2013 um 15:08 Uhr

    Vielleicht könnte Kritische Provinz mal in Erwägung ziehen, dass KP nicht der Nabel der Welt ist. Dann ist dieser Fragebogen auch kein Schlag ins Gesicht, sondern einfach das was er ist, ein Angebot für ein Raum für Kritik und Anmerkungen.

  34. 34 Blogonkel 15. Februar 2013 um 15:35 Uhr

    …aber auch, wenn der Gegenstand doch so hartnäckig ist und sich nicht bessern lassen will? :D :D :D

  35. 35 kritische_r Prof 15. Februar 2013 um 15:53 Uhr

    @ Georgina:
    Interessant, dass du so genau zu glauben scheinst, was ich so mache und wozu ich so „gar keine Lust“ habe ; )

    „Und Nein ich werde an dieser Stelle natürlich nicht erläutern, was mögliche Konsequenzen sein könnten.“
    Und da das auch ansonsten noch niemand erläutern konnte, verstehe ich bis jetzt auch nicht, wo eigemtlich das Problem liegt. Ich sagte ja bereits, dass ich über nichts schreibe, was nicht sowieso öffentlich passiert (siehe http://kritischeprovinz.blogsport.de/2013/02/13/von-der-neusten-provinzposse-eines-linken-projektes/#comment-1245)

    Auf alle weiteren Kommentare, die nicht darauf abziehen sich über Inhalte zu verständigen, werde ich ab jetzt schweigen. Für alles andere sei hier noch das Spiegel Online Forum empfohlen.

  36. 36 Gähn 15. Februar 2013 um 16:48 Uhr

    such dir ein hobby, das ist erbärmlich.

  37. 37 Recherche-Nerd 15. Februar 2013 um 21:06 Uhr

    Hab gehört, die Website hier soll ein VS-Fake sein.

  38. 38 iwan 15. Februar 2013 um 21:15 Uhr

    ich hab jetzt nicht alle comments gelesen, waren mir zu viele flachköpper drunter!
    Der punkt für mich ist jedoch schlicht, ich habe kein persönliches problem mit jemandem ausm café, hatte da nie ärger oder streit.
    Im gegenteil, obwohl ich nicht aus rostock komme kennen mich viele im café- zumindest vom sehen. Trotzdem bin ich dort ausladenden blicken ausgesetzt und eine unterhaltung mit Jemanden x beliebigen ist fast unmöglich. Es sei denn ich bin mit einer von Rostocks „szene-Größen“ unterwegs, dann sind plötzlich alle best Friend!
    Und das ist ebenso verlogen und dumm, wie eine öffentliche debatte nicht zulassen zu können/wollen oder der Zensurstifft!
    Ich würde mich freuen wenn sich im Median was (zum positiven)entwickelt, so, dass sich dort ALLE menschen willkommen fühlen.
    Aber leider besteht die notwendigkeit dieser zielsetzung nicht nur in Rostock, sondern in mehreren Hausprojekten in Meck-pomm.

  39. 39 George Taylor 15. Februar 2013 um 22:50 Uhr

    @ iwan

    Kann ich nachvollziehen, dass sich das Scheiße anfühlt. Aber was soll der Awiro e.V. jetzt dagegen tun? Durch die Gegend pirschen und allen Bescheid sagen, dass man zu den „Neuen“ jetzt ja nett sein soll?

  40. 40 iwan 16. Februar 2013 um 15:11 Uhr

    Vieleicht mal Grundsätzlich solidarisch sein!?! und nicht jede_n angucken als wär er/sie ne scheiß zivte!
    Ausserdem geht es nicht ums „neu“ in der szene sein sondern ums nicht aus hro kommen. Der awiro könnte sich mal fragen was die leute die sich mit ihm identifizieren, eigentlich mit linken struckturen zu tun haben!
    und damit ergeben sich garantiert Handlungsalternativen!
    Aber is ja viel einfacher so zu tun als könne man daran nichts ändern und gleichzeitig den „kein Bock“-schwarzen Peter, an die weiter schieben, die wensen noch Kritik üben!
    weiter so!

    „mit euch mach ich nicht Revolution, ihr stellt mich danach nur an die wand!“ (songtext: Blockwart&Basur)

  41. 41 Blogonkel 16. Februar 2013 um 16:05 Uhr

    @Iwan

    Wenn man sich nicht vornimmt als ersten wahrnehmbaren Akt des aktiven Partizipierens an einem Projekt den ganzen Laden hinsichtlich seines Charakters umzustülpen und so vermeidet alle gegen sich auf zu bringen, bevor man seine möglicherweise guten Argumente für Veränderungen in die Köpfe bringen kann, dann sehe ich keine Hürden für Mitbeteiligung und Gestaltungsmöglichkeiten.

    Je nach Thema werden die Widerstände gegen Veränderungen mal größer mal kleiner ausfallen. Wenn die erste Botschaft -quasi am Beginn eines Beziehungsaufbaus- aber ist „Ich find euch alle scheiße, weil ich das Gefühl hab ihr interessiert euch nicht für mich und wollt nichts darüber wissen was ich so denke.“ – dann wird dies vermutlich keine gute Startbedingung für das Knüpfen positiver Kontakte sein. Im Großteil der sogenannten Mehrheitsgesellschaft sind dies gelinde gesagt Binsenweisheiten.

    Um es auf den Punkt zu bringen, ich finde es problematisch anderen Menschen vorzuwerfen sie würden sich nicht für mich und meine Meinungen interessieren und daraus den Schluss zu ziehen, dass an den anderen Menschen deshalb etwas nicht stimmen kann. Woher sollen sie denn ohne dich zu kennen wissen was für eine Bereicherung deine Freundschaft wäre? Und sollte nicht jede und jeder auch die Möglichkeit haben zu sagen „Nein, Danke. Kein Interesse“? Wäre es eine mich zufriedenstellende Anerkennung meiner Person, wenn mein Gegenüber mich gezwungenermaßen anerkennen muss?

  42. 42 potzblitz 16. Februar 2013 um 17:01 Uhr

    @blogonkel

    Ich glaube das Argument muss ich lernen oder verstehen.

    1. Wie kommst du darauf, dass die Menschen die KPler*innen nicht schon längst kennen oder gar mit ihnen befreundet sind. Menschen existieren durchaus außerhalb des Internets. Deshalb nehme ich an oder hoffe es zu deren Gunsten, dass dieses Blog-Geplärre ein letzter Verzweiflungsakt war und nicht deren Auftakt in eine grandiose politische Scheiterlaufbahn alias HRO Standard.

    2. Hürden trotzt guter Argumente gibt es viele, selbst die Mehrheitsgesellschaft kennt dieses Phänomen, es nennt sich Macht oder Herrschaftsverhältnis etc. Dies nun so ganz hinter jeglichem Rationalismus und in im Wunschdenken von absolut vernünftig emanzipatorischen Wesen geprägter Szeneromatik zu vergessen scheint mir untypisch, nicht nur für Blogonkel.

    Der Affront ist scheinbar groß genug um die Gemeinschaft zu beschwören und Differenzierung außen vor zu lassen – wohl angemessen des Ortes, aber dann sollte die Konsequenz doch eher Schweigen sein, als Unwahres zu beschreien.

  43. 43 kritische_r Prof 16. Februar 2013 um 17:10 Uhr

    @ Trollonkel:
    Klar hat man (vielleicht) ne größere Chance die ein oder andere prima Idee einzubringen, wenn man vorher zwei bis drei Jahre lang euren Laden sauber hält, Tresendienst macht, die Toiletten geschrubbt oder ne Schicht im Infoladen übernimmt. Es hat aber nicht jeder so ein degeneriertes Ich sich da durchzuarbeiten und am Ende überglücklich zu sein, wenn dann endlich die ersten Personen anfangen einen nicht mehr nur nicht missgünstig anzugucken, sondern vielleicht sogar ein ernsthaft interessiertes Wort zu wechseln. Wenn das der Anspruch ist, den das linke Kollektiv ans interessierte Individuum stellt, sollte man sich über Kritik und die ein oder andere Aussteigerin nicht wundern.

    Abgesehen davon trifft deine Unterstellung einfach nicht zu. Zumindest ich kenne einige Menschen die längere Zeit versucht haben sich am Projekt „Awiro“ auf irgend eine Weise zu beteiligen. Meine persönliche Erfahrung, dass es sich dabei nicht um unglückliche Einzelfälle handelt, hat schlussendlich diesen Text hervorgebracht. Ihn also alleine mit der Aussage diskreditieren zu wollen, man hätte es ja auch anders versuchen können, bevor man alles an die große Glocke hängt, persönliche Gespräche suchen können, direkt auf Leute zugehen… alles schon gehört, alles schon passiert, hat alles nie dauerhaft irgend einen positiven Effekt gehabt. Selbst dieser ganze Blog hier entstand erst nach vielen sehr frustrierenden und teilweise absolut befremdlichen Erfahrungen. Es wäre also nett, wenn du das so einfach erstmal ernst nehmen könntest und nicht versuchen würdest das Problem, was Leute offensichtlich haben kleinzureden, nur weil du privilegierter Typ „keine Hürden für Mitbeteiligung und Gestaltungsmöglichkeiten“ siehst.

  44. 44 kritische_r Prof 16. Februar 2013 um 17:15 Uhr

    @ potzblitz

    danke für das Aufklären und differenzierte Argumentieren, was mir im Moment nicht wirklich sinnvoll möglich ist. Diese Borniertheit ist mir gerade einfach zu viel…

  45. 45 Blogonkel 16. Februar 2013 um 17:47 Uhr

    Okay der Satz mit den Hürden hatte scheinbar eine Formulierung, die es in sich hatte. Sorry for that. Worum es mir geht ist, dass es im Prinzip keinen Grund gibt auf den sich das Plenum berufen könnte, weshalb es keine Diskussion um Veränderungen geben sollte. Nur impliziert die Möglichkeit noch nicht ihre Realisierung. Und bei den Chancen der Realisierung spielt es eben neben der Stringenz meiner Argumentation und dem erfolgreichen Aufzeigen der Relevanz des eigenen Arguments für(!) die anderen Leute, die ich überzeugen möchte eben auch das Persönliche eine Rolle. Nun sind Sympathie und Antipathie Dinge, die man schlecht per Quote oder Agreement regeln kann. Es gibt aber Hilfsmittel. Höflichkeit ist zum Beispiel eines. Wenn ich möchte, dass mein Gegenüber das eine völlig andere Sicht der Welt hat meine Position einnimmt, muss ich mich anstrengen diesen Graben zu überbrücken. Oder ich überbrücke ihn halt nicht (- die Option ist auch legitim, führt nur zu keinem Fortschritt für mich). Dann bleibt aber nur das gegenseitige Bekämpfen und dabei kann ich eben auch verlieren.

    Ich bin der Meinung, dass es Leute gibt, die mit sehr starken Widerständen im Verein zu kämpfen haben und gegen all diese Widerstände dennoch eine eigene Partizipation erkämpft haben. Und auch wenn es sich nach all den Kämpfen nicht so anfühlen mag – für mich als außenstehendem „priviligiertem Typen“ hat die Grrrlz DaIY Crew nicht auf ganzer Linie verloren. Und auch wenn es viele Leute nicht so sehen mögen, ich meine sie haben etwas Positives zum Verein beigetragen – allerdings unter sehr großen persönlichen Mühen und Belastungen.

    Gerade dort wo es konträre Ansichten zu den Notwendigkeiten von diesem oder jenem gibt, werden Debatten nicht einfacher sondern schwerer. Ohne Not am schwersten macht man es sich allerdings, wenn man diejenigen die man oft als die Anderen wahrnimmt, die gegen einen selbst arbeiten, von denen man aber irgendwie irgendwas will als „degeneriertes Ich“ beschimpft.

    @potzblitz

    Ich glaube bzw. mir scheint dass KP die Möglichkeit unterschätzen, dass die Leute in HRO eben andere, eigene Ansichten dazu haben was in Rostock blöd läuft und wie darauf zu reagieren ist. Würden alle sich verhalten wie KP gäbe es etwa 150 Blogs die die Machenschaften der linken Szene aus allen möglichen Blickwinkeln beleuchten und sich dabei wechselseitig beleidigen und aufs Maul anbieten würden. ;)

    Zu den Hürden hatte ich oben schon was gesagt, das bitte ich zu entschuldigen. Der Satz war in der Formulierungsweise nicht richtig – oder sagen wir er war ziemlich naiv formuliert. ;)

  46. 46 ich 16. Februar 2013 um 20:51 Uhr

    ich fahre jetzt ins Cafe

  47. 47 ich und sie 16. Februar 2013 um 22:46 Uhr

    ich auch

  48. 48 George Taylor 17. Februar 2013 um 11:08 Uhr

    @ Iwan

    Mich irritiert die Anspruchshaltung die du an den Awiro heranträgst. Letzlich sind die vom Awiro nur dafür zuständig eine Infrastruktur am Laufen zu halten, die von den Leuten genutzt werden kann.

    Der Awiro ist nicht Big Brother/Sister dessen Aufgabe darin besteht die Verteilung des Personals an verschiedene Strukturen/Gruppen/Stammtische zu organisieren.

    Insofern sind die Einflußmöglichkeiten des Awiro e.V. auf mögliche Missstände die im interpersonellen Bereich zwischen den Besuchern bestehen tatsächlich eher begrenzt.

  49. 49 potzblitz 17. Februar 2013 um 14:22 Uhr

    @george t.

    Ja die Anspruchshaltung ist irritierend. Doch ich vermute, dass diese in Interaktion und gegenseitiger Rollenzuweisung bzw. -annahme entsteht. D.h. klar ließe sich an dieser Stelle (meint bspw. Plena) mal über Positionen, Rollen, Erwartungen und Aufgaben reden und möglicherweise könnte auch Klärung dadurch folgen und Grenzen und Hürden könnten erkannt, abgebaut oder aus gutem Grund gefestigt werden.
    Das funktioniert aber never ever mit dem Klassiker unter den Argumentationstötern, die sogenannten „Missstände im interpersonellen Bereich“. Frei nach dem Motto: Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründe einen… äh ist es nur Beziehungsscheiß!

  50. 50 Johann 17. Februar 2013 um 17:23 Uhr

    @ Recherche-Nerd
    is ne falsche info

  51. 51 Blogonkel 18. Februar 2013 um 10:24 Uhr

    „[…]ich vermute, dass diese in Interaktion und gegenseitiger Rollenzuweisung bzw. -annahme entsteht. D.h. klar ließe sich an dieser Stelle (meint bspw. Plena) mal über Positionen, Rollen, Erwartungen und Aufgaben reden und möglicherweise könnte auch Klärung dadurch folgen und Grenzen und Hürden könnten erkannt, abgebaut oder aus gutem Grund gefestigt werden.“

    Ich bin mir nicht sicher ob es möglich ist, diese Verknüpfung aufrecht zu erhalten und gleichzeitig das Persönliche Interagieren bzw. das berühmt berüchtigte „Private“ abzuwerten. Rollenzuweisungen und Rollenannahmen kritisch zu hinterfragen bzw. einen mehr oder weniger unbewussten Ablauf zu thematisieren um ihn für Kritik ansprechbar zu machen, bedeutet meiner Meinung dass man die „Missstände im interpersonalen Bereich“ zu thematisieren beginnt. Da macht es wenig Sinn diese Ebene als „Beziehungsscheiß“ abzuqualifizieren. Die Rede vom Privaten das politisch sei, erinnert ja daran, dass eben in diesem Privaten auch Machtverhältnisse zementiert werden. Dass dies durch Thematisierung auch wieder der Kritik geöffnet werden kann hattest du meiner Meinung nach richtigerweise noch einmal betont.

    Die Frage ist, ob diese Thematisierungsversuche immer automatisch zum Erfolg führen und woran es liegt, wenn sie scheitern. In einem explizit politischen Gespräch, wo die Regeln des ausstausches präsent sind, etwa beim fernsehduell von Kandidaten oder auch bei einem Gruppenplenum sind die Regeln allgemein bekannt und demzufolge merken alle relativ schnell wann gegen sie verstoßen wird. Auf der sogenannten persönlichen Ebene kann dies komplizierter sein, weil trotz kultureller Höflichkeitsregeln wie du ja richtig gesagt hattest Rollenerwartungen und -annahmen z.T. erst im Prozess verhandelt werden. Die vorstellbaren Szenarien einer scheiternden Verständigung, die man sich jetzt ausmalen kann sind vermutlich so unendlich vielfältig wie die Menschen als Gattungswesen selbst.

    Ich will nur eine Möglichkeit herausgreifen die für die Praxis von KP meiner Meinung nach einschlägig ist. Eine Kommunikation kann scheitern, wenn im Kommunikationsakt indem eine Person, nennen wir sie kritischer Prof, eine andere Person B auf etwas seiner Meinung nach problematisches hinweisen will mit dem Ziel Person B zu einer Veränderung und damit Verbesserung zu motivieren. Wenn die Beschreibung des Kontextes des Konflikts oder des problematischen Aspektes eine Perspektive enthält, die nicht nur die bisherige Perspektive von B ignoriert, sondern B eine Position zuweist die Bs bisherige Existenzweise nicht-anerkennt (weil B nach Meinung von Krit Prof ein „degeneriertes Ich“ ist) dann scheitert der Versuch B zu „verbessern“, weil der Kommunikationsakt lediglich etwas anderes geleistet hat nämlich einen verbalen Angriff, eine Beleidigung auf B, weil durch die Problembeschreibung eine Nichtanerkennung von B (mit)ausgedrückt wurde.

    Das ist jetzt alles sehr kompliziert, in Kurzform kann man vielleicht sagen, die besten Anliegen nützen nichts wenn man nicht sensibel mit der eigenen Redeweise gegenüber anderen ist. Wen ich beleidige, der/die hört mir mit einiger Sicherheit nicht mehr mit voller Bereitschaft zu, meinen eigentlichen Punkt verstehen zu wollen. Und ich verbessere die Lage auch nicht, wenn ich wieder und wieder ausschließlich meine Sicht angereichert mit -diesmal expliziten- Beleidigungen in Blogposts veröffentliche. Jede und jeder kann bloggen, natürlich. Aber es gibt dabei Arten und Weisen dies zu tun, die dazu führen dass man mehr Menschen gegen sich aufbringt, als an einem Konflikt beteiligt waren über den man berichtet. KP hat ein gutes Händchen bewiesen, dies immer wieder zu demonstrieren.

  52. 52 kritische_r Prof 18. Februar 2013 um 14:51 Uhr

    Was du betreibst, ist die Verschleierung der Verhältnisse im Median/Awiro, indem du am laufenden Band darauf hinweist, dass es „im Prinzip keinen Grund gibt […] weshalb es keine Diskussion um Veränderungen geben sollte“. Dass die Realität anders aussieht, weißt du. Diesen Widerspruch versuchst du nun aufzulösen, indem du als hemmendes Problem bei der Realisierung von Veränderungen die Art und Weise der geäußerten Kritik benennst und gänzlich vom Gegenstand absiehst:
    „Und bei den Chancen der Realisierung spielt es eben neben der Stringenz meiner Argumentation und dem erfolgreichen Aufzeigen der Relevanz des eigenen Arguments für(!) die anderen Leute, die ich überzeugen möchte eben auch das Persönliche eine Rolle.“

    Nicht das Awiro würde keine Veränderungen zulassen – im Gegenteil: mit dem Fragebogen wurde ja bewiesen, dass der Verein und seine Projekte kritikfähig sind. Die Veränderung kranke höchstens daran, dass die formulierte Kritik unfreundlich sei, dass vorher nicht versucht wurde auf einer wohlwollenden Ebene zu kommunizieren, dass „Gräben“ nicht versucht würden „zu überbrücken“. Gerade so als ob jegliche Veränderungen längst in die Tat umgesetzt worden wären, hätten „wir“ uns nur zivilisierter verhalten.
    (Dass es abgesehen davon auch einfach faktisch nicht richtig ist, dass die erste Reaktion auf irgendein Missverhältnis dieser Blog gewesen sein soll und nie versucht wurde, im Awiro auf einer für dich wohl „normalen“ Ebene zu partizipieren, soll hier nur nochmal der Vollständigkeit halber erwähnt sein, auch wenn du das ja ebenfalls hartnäckig ignorierst.)

    Dass man das Problem auch anders herum denken kann, sollte klar sein. Das versuchst du (und andere Kommentator_innen) jedoch einfach wegzuwischen, indem behauptet wird ich würde in einem Elfenbeinturm leben und meine Kritik über alles stellen. Mal abgesehen davon, dass damit lediglich ein uraltes Ressentiment bedient wird, ist es erstaunlich, dass gar nicht mal mehr in Erwägung gezogen wird, dass ich auch außerhalb des Internets vielleicht sogar außerhalb der Theorie aktiv sein könnte.

    Noch eine weitere Anmerkung, wo wir gerade auf der Ich-Ebene sind: Ich glaube an der Stelle solltest nun du nochmal das Argument studieren, statt meine Aussage aus dem Kontext zu reißen. Das „degenerierte Ich“ bezog sich auf einen konkreten Aspekt und stellt an der Stelle vielmehr eine (wenn auch an dieser Stelle polemisch aufgeladene) analytische Kategorie dar und beschrieb hier den Vorhang sich ohne Widerstände an das Kollektiv zu zedieren, in der Hoffnung einen Tausch mit Mehrwert einzugehen. Die Beleidigung war also nicht die Absicht.

  53. 53 törtchen 18. Februar 2013 um 15:03 Uhr

    Mal abgesehen davon, dass damit lediglich ein uraltes Ressentiment bedient wird, ist es erstaunlich, dass gar nicht mal mehr in Erwägung gezogen wird, dass ich auch außerhalb des Internets vielleicht sogar außerhalb der Theorie aktiv sein könnte.

    Aber Du und Ich, und mutmaßlich der größte Teil der hier Kommentierenden wissen ja, dass es nicht so ist ;)

    Herzlichst, Dein Törtchen!

  54. 54 Blogonkel 18. Februar 2013 um 15:14 Uhr

    Meine Ambitionen sind relativ bescheiden. Verschleierung „der wahren Verhältnisse“ gehört nicht dazu. :D Mir geht es aber auch nicht darum dir deine Meinung zu nehmen. Aber so wie du deinen Punkt und deine Perspektive dargestellt hast, gibt es auf der anderen Seite auch eine eigene Perspektive. Wenn du mit der „anderen Seite“ reden willst, dann solltest du das in Betracht ziehen. (Das ist übrigens ein Rat, den – ich habe nochmal in alten Beiträgen hier nachgeschaut – ich hier immer wieder vorbringe und der alle paar Monate völlig in den Wind geschossen wird, wenn sich scheinbar zu lange niemand mehr über KP aufgeregt hat und hier ein neues Ei gelegt wird. (Wen oder was habt ihr in Rostock eigentlich noch nicht versucht anzuscheißen? ;) ))

    Kritik, auch solche die keine konstruktive Alternative anbietet, rechnet darauf, dass die kritisierten Verhältnisse verändert werden können und sollen. Gibt es diesen Aspekt nicht mehr, sind wir bei Anklagen oder Beschimpfungen oder Angriffen – je nach dem. Ihr müsst ja auch nicht kritisieren, wenn ihr die Schnauze voll habt. Dann wäre eine Umbenennung in „angepisste Provinz“(oder ähnliches) wohl aber zielführender und dann könnte man sich auch die Debatten hier schenken, weil dann klar wäre, dass das Fünkchen Hoffnung auf Nachdenken und Verstehen vollends vergebene Liebesmüh ist. Dann wäre endlich ausgesprochen, dass es sich nur noch um ein reines Denunziationsmedium handelt und daran könnte dann jede und jeder ihr Verhalten euch gegenüber ausrichten.

  55. 55 Antifa-Hool 18. Februar 2013 um 15:35 Uhr

    „Das versuchst du (und andere Kommentator_innen) jedoch einfach wegzuwischen, indem behauptet wird ich würde in einem Elfenbeinturm leben und meine Kritik über alles stellen.“

    Mit konstruktiver Kritik hat all das, was du hier schreibst, herzlich wenig zu tun. Das Feindbild AWIRO scheint bei dir zum Selbstzweck verkommen zu sein, das du benötigst, um dich in irgendeiner Form politisch äußern zu können.

    Wie kommt es wohl, dass euer Blog keinerlei Inhalte präsentiert, sondern sich lediglich an bestehenden Strukturen abarbeitet?!

  56. 56 potzblitz 18. Februar 2013 um 16:23 Uhr

    Auch wenn es langsam taut, schlage ich nochmals das Eisschwimmen vor. Die anderen sind immer die mit den schlechteren Argumenten und haben auch definitiv angefangen. Das Problem ist wem will mans petzen wenn nicht sich selbst. Mit Schaum vorm Mund geifert der Mob was von lebenslänglich. Andere pissen aus dem Elfenbeinturm wie drei Tage Regenwetter. So what – denken tut hier schon lang nix mehr.

    @Blogonkel
    Deine vermittelnden Erklärungen treffen sicher. Beleidigen funktioniert nicht als Kritik und die Betroffenen definieren ab wann sie sich durch was beleidigt fühlen. Trotzdem, dem trotzigen Kind auf die Finger zu hauen, weils den Lolli stiehlt, den es im Guten nicht bekommen konnte ist immer nur ein Teil der Lösung. Kinder die nicht teilen können sind auch ein Problem.

    @kriPro
    Wissen wann gut is, is auch ne Kompetenz.

  57. 57 George Taylor 18. Februar 2013 um 16:44 Uhr

    Dass die Realität anders aussieht, weißt du.

    Weil deine/eure Vorschläge nicht umgesetzt worden sind, kann man daraus nicht schließen, dass der Awiro grundsätzlich keine Kritik zulässt, der nur Fragebogen ein geschicktes Ablenkungsmanöver ist und der Untergang des Abendlandes bevorsteht…

  58. 58 Makler 20. Februar 2013 um 14:20 Uhr

    Sollte es in der Provinz zu stickig werden, könnte ich da Abhilfe schaffen:

    http://schleckysilberstein.de/2012/09/11/wohnen-bei-den-autonomen-das-wg-angebot-des-tages/

    Na, wie schauts aus?

  59. 59 peter 20. Februar 2013 um 15:19 Uhr

    @Makler
    Mach‘n Kopp zu Alte_r!!!

  60. 60 potzblitz 20. Februar 2013 um 15:21 Uhr

    Witzig, Reflektion als Merkmal zur Abwertung. „Ey Alter guck ma, die sind so doof, dass die sich über allen möglichen gesellschaftlichen Scheiß Gedanken machen. Noch blöder allerdings, die wollen sogar noch mit mehr Idioten darüber reden“ – haha.
    In Backpfeifen-Valley hingegen ist die Welt noch in Ordnung. Im Schatten der Ohrfeigenbäume lauscht man Heldengeschichten bei Bier oder Mate. Ursprünglichkeit und Einfachheit sind hier prägend und den Alltag gestaltend. Komplizierte Fragen der Weltpolitik sind doch nur darauf angelegt die Eingeborenen aus der inneren und natürlichen Ruhe zu bringen. Den Ernst des Lebens* wird man schon mit ein paar lauten Worten überzeugt bekommen.

    * wahlweise Worte wie Emanzipation, Kapitalismus, Neonazis einfügen

  61. 61 Makler 20. Februar 2013 um 15:44 Uhr

    Spannend: Identitäre Blogbeiträge vs. laute Worte im Schatten der Ohrfeigenbäume

    Die nächste Revolution startet in Rostock! Ja, wirklich – vom PC dieser „kritischen“ Schreiberlinge aus.

  62. 62 Trollonkel 20. Februar 2013 um 15:54 Uhr

    Währenddessen in Trollhausen: Ärger im Paradies! In zwei Tagen nur drei Kommentare und einbrechender Traffic im Blog – es scheint als müsste die böse alte Welt in nächster Zeit mal wieder mit zwei-drei Seiten gepfefferter Kommentare und scharfer Kritik provoziert werden auf dass sie durch diese gezielte Intervention ihre alte hässliche Fratze entblöße. Hallelujah, liebe Gemeinde, es geht voran!

  63. 63 George Taylor 21. Februar 2013 um 10:45 Uhr

    @ Trollonkel

    Vielleicht kann dem Stillstand abgeholfen werden ;) Ich schlage mich mal auf die Seite von KP und stimme der Aussage zu, dass der Awiro unfähig ist mit Kritik umzugehen. Schon seit langem gibt es Kritik an der Existenz oder der konkreten Ausgestaltung des grrrlzdaiy. Und hat es geholfen? Nein! Seit geraumer Zeit werden Kritiker die sich um eine diesbezügliche Reform bemühen nicht ernst genommen. Sauerei. Scheiß Awiro.

  64. 64 provinzielle Kritik 21. Februar 2013 um 14:12 Uhr

    KP reflektiert sich… im Spiegel… wie Narziss…

  65. 65 Esra 24. Februar 2013 um 3:15 Uhr

    Vielleicht kannst du ja mal den Fragebogen einscannen oder die Fragen hier veröffentlichen. Würde mich aus Interesse an der Empirie mal gerne durchlesen.

  66. 66 Esra 24. Februar 2013 um 3:16 Uhr

    Korrektur: Würde *ihn mir aus Interesse an der Empirie mal gerne durchlesen.

  67. 67 kritische_r Prof 24. Februar 2013 um 21:04 Uhr

    Ich habe den Fragebogen nicht analog, aber du kannst die Fragen ja auch unter dem angegebenen Link auf der Seite des Awiro e.V. einsehen: http://awiro.blogsport.eu/2013/01/27/fragebogen-zum-awiro/

  1. 1 Über die Rostocker Awiro-Linke und ihre autoritären Bedürfnisse « kritische provinz Pingback am 26. März 2013 um 1:18 Uhr
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