Über die Rostocker Awiro-Linke und ihre autoritären Bedürfnisse

Vorgeschichte
Im Oktober 2012 veröffentlichten wir einen Artikel in der zweiten Ausgabe des Rostocker Zines „Keep Dancing“. Unter dem Titel „Thesen zur radikalen Linken in Rostock und Umgebung“ wurde versucht den Zustand der Linken Szene aufzuzeigen.1 Als Reaktion darauf folgte prompt ein Auslege- und Weiterverbreitungsverbot im ansässigen Infoladen „Flüstern und Schreien“. Dieses blieb nicht unbeantwortet: Wir verfassten einen weiteren Text („Flüstern und Schreien – und Maul halten“), in welchem wir die Verbots-Politik des Infoladens angriffen und zugleich versuchten dieses Vorkommnis in den Kontext des allgemein in Rostock vorherrschenden Szeneklimas zu stellen bzw. dieses anhand des vorherrschenden Zustands der hiesigen Szene zu analysieren.
Das einzige, was wir aus heutiger Perspektive einräumen müssen, ist dass der Text unzureichend treffsicher adressiert wurde. Wie treffend er letztlich auf das gesamte Awiro-Umfeld übertragen werden kann und muss (sollen eben alle richtigen getroffen werden), stellte sich erst später heraus. Dies zeigte sich zum einen an der Reaktion des Awiro-Plenums auf einen weiteren Artikel, der in der Keep Dancing veröffentlicht wurde und zum anderen an den heftigen Reaktionen auf den neusten Blogeintrag eines unserer Mitglieder auf diesem Blog (siehe „Von der neusten Provinzposse eines linken Projektes“). Daher an dieser Stelle nochmal der explizite Verweis auf den genannten Text „Flüstern und Schreien – und Maul halten“, der, damals als Reaktion auf den Infoladen verfasst, heute Allgemeingültigkeit in Bezug auf Rostocks Antifa-Linke beanspruchen kann und daher im Nachhinein auch unbedingt als Kritik an dieser gelesen werden sollte: kritischeprovinz.blogsport.de/2012/10/12/fluestern-und-schreien-und-maul-halten

Awiro e.V. versus Keep Dancing
Nachdem ein ebenfalls in der zweiten Ausgabe der Keep Dancing erschienener Artikel auf dem Projekt-Blog online gestellt worden war, wurde die Redaktion des Zines zum nächsten öffentlichen Awiro-Plenum geladen, da man dort mit den Heft-Verantwortlichen angeblich über den offenbar als problematisch empfundenen Artikel sprechen wollte.
Auf dem Plenum wurde allerdings nicht über Inhalte gesprochen, geschweige denn überhaupt auf einen produktiven Austausch hingearbeitet. Es wurde lediglich konstatiert, dass der Text gefährlich sei; eine Abwägung der Argumente dafür oder dagegen fand nicht statt. Stattdessen wurde die vom Projekt „Keep Dancing“ anwesende Person unter starken Druck gesetzt und dieser mit Konsequenzen gedroht, sollte der Artikel nicht vom Blog verschwinden. Darüber hinaus sah sich die Person auf dem Plenum persönlichen Beleidigungen ausgesetzt. Aufgrund des erzeugten sozialen und psychischen Drucks – ein gefülltes Plenum redete aggressiv und unter Drohgebärden auf eine Einzelperson ein – und nicht etwa aufgrund der schlüssigen Argumente, wurde schließlich von der anwesenden Person zugesichert, den Artikel offline zu nehmen.

Awiro e.V. versus Kritische Provinz
Zuletzt veröffentlichten wir auf unserem Blog einen Text, der den allgemeinen Umgang des Awiro e.V. mit Kritik thematisierte. Eher beiläufig wurde dort in hämischer Weise auf die jüngsten Auseinandersetzung zwischen dem Awiro und Keep Dancing angespielt, indem ein paar Textstellen mit Sternchen (*) „zensiert“ wurde. Der_die Autor_in begründete das ganze mit folgendem Satz: „Aus szene-rechtlichen Gründen muss ich an dieser Stelle zum Zensurstift greifen und kann das Wort nicht ausschreiben.“ Dass der Awiro e.V. und seine Anhängerschaft das nicht ganz so lustig finden würden, war uns klar. Mit derart heftigen Reaktionen, wie sie uns seitdem von dieser Szene entgegengebracht wurden, hätten selbst wir allerdings nicht gerechnet. Es folgt eine Darstellung ausgewählter Vorkommnisse:

- Von verschiedenen Seiten wurde unserem Projekt die Zugehörigkeit zur „radikalen Linken“ abgesprochen. Wir seien unsolidarisch und befänden uns aufgrund persönlicher Differenzen, so die Mutmaßung, auf einem Rachefeldzug gegen Rostocks Linke. Daher würden wir jede Gelegenheit nutzen den Awiro e.V. in Schwierigkeiten zu bringen und ihm zu schaden. Wir würden daher eine Gefahr für die Szene darstellen und müssten ausgeschlossen werden.

-Wir wurden von verschiedenen Personen mit Nazis verglichen bzw. als Faschisten bezeichnet. Dies kann lediglich als Konsequenz eines extrem ausgeprägten Freund-Feind-Denkens verstanden werden. Der eigenen Logik folgend können die, die das Awiro öffentlich kritisieren nicht zum „eigenen Lager“ gehören. Sollte jemals ein anderer Anschein bestanden haben, muss dieser nun durch die krass entgegengesetzte Positionierung widerrufen werden: Die unliebsamen Kritiker_innen werden von heute auf morgen zu Feinden erklärt und konsequenter Weise mit Nazis gleichgesetzt bzw. in deren Nähe gerückt, die ja bekanntlich das extremste Hassobjekt der Linken darstellen. Der Widerspruch, der eigentlich hätte für Diskussionen und Fortschritt hätte fruchtbar gemacht werden können, wird so versucht einzuebnen. In dieses Schema passt auch der mehrfach geäußerte Vorwurf der „Anti-Antifa-Arbeit“, die wir als „Kritische Provinz“ angeblich betreiben würden.

- Die nächste Eskalationsstufe, die von Personen aus dem Awiro-Umfeld gefahren wurde und vom Awiro-Plenum zumindest toleriert wurde, waren öffentlich, u.a. auf dem Plenum artikulierte, konkrete Gewaltandrohungen gegen die am Projekt „Kritische Provinz“ beteiligten Personen. Widersprochen wurde diesen Drohungen von keiner Seite.
Auch dieses Phänomen passt exakt zur bereits erfolgten Degradierung zum Feindbild. Nun, da wir angeblich zu den Feinden / Faschisten / Anti-Antifas zu rechnen sind, müssen wir offenbar auch genau so bekämpft werden: mit Fäusten statt mit Argumenten.

- Eine Drohung anderer Art, die neben den Gewaltandrohungen eher harmlos wirkt, allerdings ebenso bezeichnend und symptomatisch für die autoritären Bedürfnisse dieser „radikalen Linken“ ist, war der ernsthafte Versuch lebenslängliche Hausverbote gegen drei konkrete Personen in den Räumlichkeiten des Awiro e.V. sowie in allen weiteren linken Lokalitäten innerhalb von Mecklenburg-Vorpommern (!) auszusprechen. Bevor es zum ersten Versuch kam, diese Verbote auf einem Plenum offiziell wirksam werden zu lassen, wurde bezeichnender Weise kein Kontakt mit uns gesucht, um die Dinge etwa zu klären. Wir selbst erfuhren erst nach besagtem Plenum, dass es diese Hausverbotspläne gab. Die Hausverbote konnten auf diesem ersten Plenum allerdings noch nicht durchgesetzt werden, da dagegen ein Veto eingelegt wurde. Als sich dann bis zum nächsten Plenum herausstellte, dass eine der verdächtigten Person nie bei Kritische Provinz aktiv gewesen ist und eine weitere bereits nicht mehr aktiv war, wurde auch gegen die dritte kein Hausverbot mehr ausgesprochen. Das allerdings nicht, weil man gemerkt hätte, dass man sich eigentlich nie sicher war, wer zum Projekt zu zählen ist oder gar weil ein solches Verbot niemals begründet rechtfertigt werden könnte, sondern weil man nun einem Gerücht zufolge zu wissen glaubte, dass die Person sowieso bald nicht mehr in Rostock wohnen würde – und somit das Strafbedürfnis offenbar nicht mehr ausreichend befriedigt würde.

- Laut neuesten Szenegerüchten – die Rostocker Szene steht, was das Plaudern und Tratschen betrifft, wohl keinem einzigen Dorf in MV nach – existiert nun wohl die wahnsinnige Absicht, der Person, von der man vermutet sie würde bald in eine andere Stadt umziehen, nachzustellen und die Strukturen in der mutmaßlichen Stadt vorzuwarnen und die Person als gefährlich für jede Szene zu denunzieren, damit sie dort von Anfang an unter Generalverdacht steht und keine politische Arbeit machen kann.

Die genannten Beispiele sprechen Bände und bedürfen wohl kaum weiter kommentiert zu werden. In dem beschriebenen Teil der Rostocker Linken (Awiro und Umfeld) herrscht offenbar ein totaler Ausfall von Reflexion. Es wird mit Gewalt gedroht, die man bis vor kurzem nur gegen Nazis einzusetzen wusste, es werden Personen aus unserem Projekt persönlich beleidigt und ihnen gedroht. Darüber hinaus soll nun einer konkreten Person bis in andere Städte nachgestellt werden. Unsere einzige Erklärung für all diese Vorkommnisse, mit denen sich Rostocks Linke selber zum Feind der Emanzipation des Einzelnen macht, ist Angst: Angst davor, dass sich die inzestuöse Kleinfamilie „Szene“ auseinanderfallen und sich zergliedern könnte. Daher wird auf die uneingeschränkte Einheit, auf den Konsens gepocht. Die Zensur, so wie im Fall des Infoladens, oder eben der komplette Ausschluss bis hin zur Androhung von körperlicher Gewalt, so wie hinreichend beschrieben, folgt dabei dem Prinzip der Machterhaltung. In unserem anderen bereits erwähnten Text schrieben wir dazu folgende, passende Zeilen: „Das Kritische darf nicht ausgesprochen werden, weil man weiß, dass es wahr ist und daher Sprengkraft besitzt. Der offene Widerspruch und selbst der kleinste Dissens, eigentlich Kraftquelle von Emanzipation, wird als Angriff auf diese verstanden, da man bereits an das eigenst in die Welt gesetzte Märchen vom Vorreiter radikaler Politik glaubt. So schlägt die eigene Rolle dialektisch um und die, die sich als Avantgarde der Emanzipation glaubten, wirken selber verstärkend am Bann mit.“
Auch wenn wir es uns anders wünschen würden: Zumindest diesem Teil der Rostocker Linken ist wohl tatsächlich nicht mehr zu helfen. Dagegen werden auch die wenigen Einzelnen nichts fundamentales ausrichten können, die sich noch so etwas wie Restvernunft bewahrt haben und sich in dieser Szene bewegen, um zivilisierend auf die einzuwirken. Allerdings wurden wir in unserem Anliegen auch wieder einmal bestärkt. Es ist und bleibt absolut notwendig gegen die autoritären Bedürfnisse der hiesigen Linke zumindest diskursiv zu intervenieren.

  1. Vgl. hierzu auch einen weiteren Artikel von uns in der aktuellen, dritten Ausgabe der Keep Dancing. [zurück]

47 Antworten auf „Über die Rostocker Awiro-Linke und ihre autoritären Bedürfnisse“


  1. 1 Fürst Pückler 26. März 2013 um 10:24 Uhr

    In schönster stille-Post-Manier werden also Gerüchte, Einzelmeinungen oder dumme Sprüche am Tresen zu quasi-offiziellen Verlautbarungen „der“ Rostocker Szene aufgeblasen. Das ist nicht nur abstrus. Es offenbart zugleich einen schrägen Film der Verantwortlichen für den obigen Text, der noch weit hinter die tatsächlichen Kritik- und Reflexionsschwierigkeiten vieler in der Rostocker Szene zurückfällt. Schwach.

  2. 2 ich 26. März 2013 um 16:45 Uhr

    Wer nicht für uns ist, ist gegen uns.
    Die Szenepolizei

  3. 3 d_l 26. März 2013 um 17:45 Uhr

    Ich bin ganz bestimmt nicht dafür euch mit Fäusten zu Leibe zu rücken, aber ich verbleibe, das muss ich gestehen ratlos. Denn von Argumenten, dass beweisen die Diskussionen unter euren Elaboraten hier im Blog lasst ihr euch nicht beirren.

    Das was hier als Intervention ausgegeben wird, solltet ihr euch durchaus noch ein oder zwei Mal selbst auf der Zunge zergehen lassen. Dissenz zu euren Positionen ist nämlich tatsächlich nicht per se reaktionär, sondern im Einzelfall (Bedrohungen zähle ich da explizit nicht dazu!!) der einzig sinnvolle Beitrag in Richtung Fortschritt. Nur wird irgendwann jede_r einsame Rufer_in müde, wenn Widerspruch nur zum Anlass der Bestätigung vom totalen Reflexionsausfall der Anderen genommen wird.

  4. 4 Nur für dich. 26. März 2013 um 18:35 Uhr

    Verpiss dich doch endlich!
    @ich: WORD!

  5. 5 Oire Seyde 26. März 2013 um 19:25 Uhr

    Also was hier im ersten Kommentar steht ist nu echt völlig ungerechtfertig. Im Gegenteil, es wird doch recht gut beschrieben, wer hier was gesagt/geschrieben oder wie auch immer hat und eben nicht behauptet, alle würden das gleiche von sich geben.

    (siehe z.B. „Von verschiedenen Seiten“, „Wir wurden von verschiedenen Personen“ oder „die von Personen aus dem Awiro-Umfeld gefahren wurde und vom Awiro-Plenum zumindest toleriert wurde“)

    und @ Nur für dich: herzlichen Glückwunsch. Du hast soeben den Text bestätigt.

  6. 6 Wayne 27. März 2013 um 0:55 Uhr

    Von immer mehr Seite und immer häufiger kommt Kritik an dem „Umfeld“ des awiro auf – auch wenn die hier geäußerte Kritik an vielen stellen sehr fragwürdig scheint, sollte bei den awiro_innen langsam mal der Blitz aufgehen, dass ihr was falsch macht.
    kommt aus euren elitären „wir-sind-das-zetrum-der(-linken)-welt“ endlich raus!

  7. 7 Kritische Provinz 27. März 2013 um 2:15 Uhr

    zu d_l
    Du sagst du und andere hätten es schon oft mit Argumenten versucht und wir ließen uns davon nicht beirren. So wie ich deine Kommentare überblicke, ging es dir doch in aller Regel jedoch um die Form unserer Kritik und weniger um den Inhalt. Vielleicht irre ich mich in diesem Punkt. Aber wir sind gerne bereit uns von deinen Argumenten überzeugen zu lassen. Wie wäre es also, wenn du dir nochmal die Mühe machen würdest, konkret am Text des oben stehenden Artikels aufzuzeigen, inwiefern du inhaltliche Kritik und Argumente gegen was auch immer vorzubringen hast?
    Übrigends haben wir bisher an keiner Stelle behauptet, dass ein Dissenz zu unseren Positionen „per se reaktionär“ sei. Aber auch hier könntest du ja mal versuchen das Gegenteil direkt am Text zu belegen.

    zu Wayne
    Auch dich können wir nur voller Interesse versuchen zu ermutigen, auszusprechen was genau dir an der „hier geäußerte[n] Kritik an vielen stellen sehr fragwürdig scheint“. Das würde uns nämlich – im Gegensatz zu den inhaltsleeren Kommentaren eines „Nur für dich“ – tatsächlich interessieren.

  8. 8 ich 27. März 2013 um 9:15 Uhr

    Mal ganz schlau gefragt. Was hättet ihr denn gerne? Wie soll sich alles ändern damit ihr klar kommt?

  9. 9 d_l 27. März 2013 um 9:17 Uhr

    Eurer Beiträge bemühen sich in stilistischer Hinsicht sehr um einen Habitus dessen Vorbilder ihr vermutlich in Schriften aus den 1950er und 1960er Jahren aus dem Frankfurter Institut für Sozialforschung gefunden habt. Dieser Sprachduktus war aber schon in den 1950ern und 1960ern sehr speziell, andere Wissenschaftler haben auch damals anders geschrieben. So zu schreiben, bedeutet also mit einiger Sicherheit, dass hier absichtsvolles Verhalten vorliegt. Und dies bedeutet, dass Form und Inhalt bei euch in einem wohlkalkuliertem Verhältnis stehen. Nun zu meinem Standartargument. Wenn ihr ausdrücken wollt, dass ihr von einer wie auch immer diffusen oder manifesten Mehrheit unterdrückt werdet und diese Äußerung mit dem Ziel tätigt, diejenigen zu läutern und Einsicht hervorzurufen von denen ihr euch unterdrückt seht, dann ist es nicht ratsam einen Redestil an den Tag zu legen mit dem das Publikum die ganze Zeit beschimpft wird.

    Nun kann es natürlich auch sein, dass ihr niemanden läutern wolltet und dieses Argument euch daher auch nie interessieren musste. In dem Falle wäre das ganze Weblog Kritische Provinz über weite Strecken nur ein Vehikel um öffentlich intellektuelle Masturbation betreiben zu können. Wenn ihr mir in der Hinsicht Klarheit verschaffen könntet, würde mir das vermutlich viel Zeit ersparen. Dann würde ich euch ggf. dazu gratulieren, dass ihr nun auch endlich das eine oder andere Buch von Theodor W Adorno durchgelesen habt und es euch gefiel. Willkommen in Club! Aber pssst! Das allzu bemühte Epigonentum langweilt andere Besserwisser_innen, die diese Pubertät des Theoriemackertums schon lange hinter sich haben. ;)

    P.S.:

    Zum Thema der geschlossenen Phalanx der Reaktionäre in der Rostocker Szene solltet ihr vielleicht einen Punkt in Erwägung ziehen. Es soll Leute geben, die nutzen zwar das Internet, haben einen Account bei Facebook und Ähnliches – sie verbringen aber so gut wie nie Zeit auf Blogsport und bekommen nicht mit wann dort in welcher Kommentarspalte ein Sack Reis umfällt oder die Reaktion verbal in die Schranken gewiesen wird. Echt jetzt! Es gibt in dieser Stadt sogar Menschen denen geht jedes Verständnis dafür ab, sich im Internet durch ein Weblog zu exponieren. (Offensichtlich meine ich damit nicht mich. ;) Aber es gibt sie, diese Menschen)

    Achso ihr hattet ja noch eine Frage aufgeworfen, die hab ich jetzt fast vergessen. Dazu noch dies: Der offene Widerspruch gegen euch und eure Veröffentlichungspraxis und selbst der kleinste Dissens, eigentlich Kraftquelle von Emanzipation, wird als Angriff auf diese verstanden, da man bereits an das eigenst in die Welt gesetzte Märchen vom Vorreiter provinzieller Kritik glaubt. So schlägt die eigene Rolle dialektisch um und die, die sich als Avantgarde der Emanzipation glaubten, wirken selber verstärkend am Bann mit.

    Oder anders gesagt. Die Forderung Dissenz zu ertragen, anzuerkennen und als Chance zu betrachten eine Sache noch einmal unter die Lupe zu nehmen, sollte nur erheben, wer auch selbst aufrichtig bereit ist ihr zu folgen. ;)

  10. 10 Kritische Provinz 27. März 2013 um 11:02 Uhr

    Es ist ja wirklich lobenswert, dass du hier zu viel Zeit investierst. Leider willst du aber offensichtlich gar nicht über Inhalte reden, denn auch jetzt auf konkrete Nachfrage wiederholst du hauptsächlich das, was schon immer dein Anliegen auf diesem Blog war: den Duktus / Redestil / Höflichkeitsformen / Schreibstil zu hinterfragen und anzuprangern. Sich darüber auszutauschen finde ich persönlich aber mehr als zweitrangig, wenn man sich den Inhalt des oben stehenden Artikels zu Herzen nimmt. Böse ausgelegt könnte ich dein Verhalten daher auch als Ablenkungsmanöver verstehen, auch wenn ich darauf nicht bestehen möchte.

    Das gleiche gilt hierfür:
    „Die Forderung Dissenz zu ertragen, anzuerkennen und als Chance zu betrachten eine Sache noch einmal unter die Lupe zu nehmen, sollte nur erheben, wer auch selbst aufrichtig bereit ist ihr zu folgen.“
    Nenn mich stur, aber tatsächlich kann ich auch diese Aussage so nicht nachvollziehen, da du auch hier wieder volllkommen abstrakt und ohne irgendwelchen „Beweise“ etwas in den Raum stellst.

    Aus welchen Gründen auch immer du nicht konkret werden willst: es ist schade, dass du offensichtlich nicht gewillt bist konkret am Text aufzuzeigen, „inwiefern du inhaltliche Kritik und Argumente gegen was auch immer vorzubringen hast“. Deine versprochenen Argumente (erster Kommentar) bleiben daher schleierhaft.

  11. 11 d_l 27. März 2013 um 12:03 Uhr

    Ein Dissenz ist in dem Moment festgestellt, indem ihr eine Position darstellt und euch mit einer anderen, eigenen Position dazu verhaltet. Zu beklagen, dass Dissenz unterdrückt würde ist also im des Aussprechens dieser Klage absurd geworden. Mir kommt es aber auch eher so vor, als wenn es nicht darum geht eine abweichende Meinung äußern zu können, was noch durch keinen noch so beleidigenden Kommentar hier verhindert wurde.

    Was euch so schwer im Magen zu liegen scheint, ist, dass der Prozess nach der Formulierung eurer Kritik beim Dissenz stehen bleibt. Aber eine Einigung im Konsens setzt diese Möglichkeit des Dissenz voraus. Sprich, dass die Kritisierten eure Meinung annehmen, könnt ihr nicht erzwingen – und solltet ihr dies können, dann verlassen wir den Bereich von Dissenz und Konsens sondern sind bei Herrschaftsausübung angekommen. Es mag hart sein, aber vielleicht vertretet ihr einfach eine Minderheitenmeinung und die Mehrheit ist momentan nicht gewillt euren Standpunkt einzunehmen. Dies kann die verschiedensten Gründe haben. Und in der Tat rate ich euch eigentlich permanent nur, in Erwägung zu ziehen, ob Publikumsbeschimpfung eure Lage verbessern wird.

  12. 12 d_l 27. März 2013 um 12:12 Uhr

    P.S.: Im Übrigen stellt dieser Artikel im wesentlichen eure Sichtweise des Konfliktes dar. Da kann ich garnicht inhaltlich drüber diskutieren, ohne Gefahr zu laufen, euch zu erklären was ihr wahrzunehmen hättet. Das ist aber nicht mein Anliegen. Ich hab mit euch wenig abzumachen gehabt und kann auch keine eigene Sichtweise dagegen setzen und selbst wenn, wem sollte das eine Hilfe sein und wer entscheidet wessen Perspektive die richtige, und wessen demzufolge die falsche ist?

    Also daher der Gang in die Meta-Ebene, die im Gegensatz dazu sehr wohl verhandelbar ist.

  13. 13 Anna 27. März 2013 um 13:38 Uhr

    Gerade wenn es langweilig wird und sich keiner mehr für diesen Blog interessiert, kommt wieder ein Bericht daher, der euch wieder Aufmerksamkeit sichert.
    Aufmerksamkeit und Anerkennung sind zutiefst menschliche Bedürfnisse und von daher auch unbedingt notwendig. Aber hey, wir sind ja jetzt nicht mehr in der Pubertät, oder? Ist das echt notwendig, dass wir uns Anerkennung holen müssen über „bissige“ Texte, die immer wieder reloaded werden?

    Eure Texte lesen sich oftmals als Hilferufe nach Anerkennung. Das muss Ernst genommen werden. Damit will ich gar nicht eure Kritik zunichte machen, die ja doch im Kern Wahrheiten enthält. Aber was ihr da macht ist nicht gesund. Ihr braucht eure Kritiker_innen und Disser_innen, die euch helfen euer Selbst aufrechtzuerhalten. „Nur für dich.“ hat euch also wieder einen großen Gefallen getan. Ihr wedet wahrgenommen und bekommt genau die Reaktion die ihr wollt. Absolut komplentär und passend. An dieser Stelle schlagen euch nicht nur eure Theorien, denen ihr verfallen seid, Wege vor, damit umzugehen, auch könntet ihr das Ernst nehmen, was ihr von allen anderen auch verlangt: Selbstreflexion über die eigenen Motive.

  14. 14 Fürst Pückler 27. März 2013 um 14:33 Uhr

    d_l ist viel zu optimistisch, was das Reden angeht: Ihr selber habt mit euren Texten doch bewusst alle Brücken hinter euch eingerissen. Und in der Tat geht es dabei nicht um Inhalte – eure Thesen waren banal, die Kritik an der Szene und dem Miteinander in Szene-Strukturen ist jedem politisch erfahrenen und zur Reflexion fähigen Menschen geläufig. Das Problem dürfte auch nicht Polemik sein, die man schließlich aus jedem zweiten Text gewohnt ist.

    Es ist daran zu erinnern: Ihr habt mit einzelnen Statements Szene-Strukturen in ihrem Bestand gefährdet. Auf dementsprechende Anmerkungen habt ihr nicht reagiert und diese Äußerungen mehrmals wiederholt. Sollen die Leute unter diesen Bedingungen offener für eure Kritik werden?

    Wenn ihr an Fortschritt auf der Basis von Widerspruch und Diskussion glaubt, solltet ihr auch selber dazu in der Lage sein.

  15. 15 papst 27. März 2013 um 16:03 Uhr

    @d_l:
    Absolutes Nebenthema masturbieren. Es ist unnötig die selbstbefriedigende Handlung in einen negativ Kontext zu stellen, oder?
    Für mich wäre interlektuelles Masturbieren, mich mit nem geilen Buch auf nen Sessel fleezen und darüber abfeiern wie schlau ich bin. Das worauf du in deinem Kommentar anspielst enthält aber ein Machtgefälle und das Bedürfnis, es den Anderen klarzumachen, usw. Ich hab kein Bock auf impliziten „Sexualität ist was Schlechtes“-Kram.

  16. 16 jugo 27. März 2013 um 17:44 Uhr

    Ja gegen Gewalt bin ich auch, bei aller berechtigter Bedenken gegen diesen Blog. Das Problem ist doch so:

    Immer wieder kommt es dazu das solche totalen Freaks ihre abstrusen Gedanken unter dem Denkmantel eines hart erkämpften Freiraums unwidersprochen vor sich her brabbeln dürfen. Man gesteht halt erstmal jedem seine Meinung zu. Das spült halt eben die ganzen möchtegern „Opfer“ in Scharren in die Szene, die sonst niemand dulden würde, da sie ebend ganz einfach verrückt sind. Im Falle dieses Blogs ist Hopfen und Malz verloren. Aber in Zukunft sollte drauf geachtet werden das man nicht weiterhin Spühlbecken bleibt, sondern sich klar gegen diesen Verliererzustrom abzugrenzen und klar zu machen das wir nicht die Wohlfahrt sind. Wir geben kein Almosen, sondern machen Politik und wollen was erreichen, da bremsen solchen Kanalien nur aus.

    In diesem Sinne tschüss ihr Freaks.

  17. 17 peterchen 27. März 2013 um 18:42 Uhr

    was seid ihr (an die autor*innen) denn für erbärmliche spießer? wer soll mit diesem geschwurbel angerufen werden? solche art von „politik“ kennt man vielleicht in der linkspartei, wo mit offenen briefen und schuldzuweisungen via pressemitteilung gearbeitet wird. oder von altermedia als privatauskotze von unbeliebten szeneopfern. was für ein scheiß.
    beeindruckend, wie die rostock es wieder und wieder schafft, sich selbst zu zerfressen. und nebenbei wird etwaigen gemeinsamen gegnern ein wunderbarer einblick in abläufe und zusammenhänge verschafft. brilliant.

    ein erschütterter aber nicht überraschter auswärtiger

  18. 18 Nur für dich. 27. März 2013 um 20:28 Uhr

    @Anna:
    Und er/sie hat das auch gerne getan!
    Leider kam mein Gedanke dahinter nich so gut raus, müssen wohl mehr Smileys her.

    Du (Anna) hast es wunderbar beschrieben: keineR interessiert sich für den Blog mehr, Klickzahlen unten usw. und dann wird einfach noch ma was rausgekramt, alles schon ma dagewesen …

    Und hinteralledem steht das große Bedürfnis nach Anerkennung und Aufmerksamkeit, das sei euch ehrlich zugestanden, aber um welchen Preis?(Frage an Kritischen Prof usw.)
    Hier wird einfach ma drauf los gefeuert und geguckt ob sich was tut bzw. wer drauf anspringt. Das werden aber sicherlich zum großen Teil nicht die Leute sein die ihr erreichen wollt mit eurer „Kritik“

    Insofern ist es fast ärgerlich dass sich hier tatsächlich noch leute die ernsthaft mühe machen und was dazu schreiben.

    @Fürst: Word!
    Da wäre ja tatsächlich ma spanned was sich KP (wieder Frage an euch) gewünscht hätten, sollen die anderen Kinder begeistert sein und dann erst recht eure freunde werden sollen? darum geht’s ja scheinbar auch viel
    (die Polemik konnte ich mir nicht verkneifen, sry)

  19. 19 egal 28. März 2013 um 1:45 Uhr

    this made my day:

    - Es gibt da dieses Gerücht – Gerüchte verbreiten ist doof – und das lautet so: …

    :)

  20. 20 George Taylor 28. März 2013 um 11:34 Uhr

    Da fällt mir nur die alte Weisheit meines Mathelehrers ein:

    „Fehler kann jeder machen. Aber es ist ein Zeichen unübertroffener Dummheit, wenn man mehrfach das Gleiche tut, aber jedes Mal ein anderes Ergebnis erwartet.“

    Zur Sache:

    Dass der Awiro e.V. und seine Anhängerschaft das nicht ganz so lustig finden würden, war uns klar. Mit derart heftigen Reaktionen, wie sie uns seitdem von dieser Szene entgegengebracht wurden, hätten selbst wir allerdings nicht gerechnet.

    Nachdem ihr also mehrfach darauf hingewiesen worden seid, bestimmte Äußerungen einfach zu unterlassen, macht ihr euch über diese wohl fundierte Wünsche lustig und seid dann überrascht, wenn dies keine Begeisterungsstürme auslöst. Aha.

    Das einzige, was wir aus heutiger Perspektive einräumen müssen, ist dass der Text unzureichend treffsicher adressiert wurde. Wie treffend er letztlich auf das gesamte Awiro-Umfeld übertragen werden kann und muss (sollen eben alle richtigen getroffen werden), stellte sich erst später heraus.

    &

    Daher an dieser Stelle nochmal der explizite Verweis auf den genannten Text „Flüstern und Schreien – und Maul halten“, der, damals als Reaktion auf den Infoladen verfasst, heute Allgemeingültigkeit in Bezug auf Rostocks Antifa-Linke beanspruchen kann und daher im Nachhinein auch unbedingt als Kritik an dieser gelesen werden sollte

    Ich halte es für eine ungeheure Projektionsleistung, wenn euer Streit mit dem Infoladen und dem Awiro e.V. jetzt stellvertretend stehen soll, für die gesamte Antifa-Linke in Rostock stehen soll.
    Ansonsten stellt es schon ein gehöriges Maß an Kritikunfähigkeit dar, wenn man den Text liest. Ihr habt alles richtig gemacht, alle anderen alles falsch.

    Ob die Äußerungen die ihr anführt, die seitens des mutmaßlichen Awiro-Umfeldes (wer ist das eigentlich?) getroffen worden sind, sei dahingestellt. Aber es erfüllt in jedem Fall die Anforderungen für üble Nachrede, wenn der Vorstand des Awiro e.V. in diesem Zusammenhang genannt wird, ohne einen Beleg anzuführen, dass diese Äußerungen vom Vorstand kamen.

    P.S.

    Wer wiederholt gegen die Sicherheitsbedürfnisse der Szene verstößt und trotz entsprechend geäußerter Kritik, dies wiederholt und sich über die Bedürfnisse noch amüsiert, für den kann ein Hausverbot für die Räume des Awiro e.V. und von mir aus, auch darüber hinaus, jetzt nicht ganz überraschend kommen.

  21. 21 Oire Seyde 28. März 2013 um 18:34 Uhr

    @ Jugo: Beim Durchlesen deines postings hab ich mich einen kurzen Moment gefragt, ob du das tatsächlich ernst meinst oder ob das eine Satire auf chauvinistisches/ herrschaftliches Verhalten ist. Dann hab ich ihn nochmal durchgelesen und festgestellt, dass du das tatsächlich Ernst meinst. Bist du dir sicher, dass du in emanzipatorischen Zusammenhängen tatsächlich richtig aufgehoben bist?

  22. 22 emilio 28. März 2013 um 23:51 Uhr

    „Es mag hart sein, aber vielleicht vertretet ihr einfach eine Minderheitenmeinung und die Mehrheit ist momentan nicht gewillt euren Standpunkt einzunehmen. Dies kann die verschiedensten Gründe haben. Und in der Tat rate ich euch eigentlich permanent nur, in Erwägung zu ziehen, ob Publikumsbeschimpfung eure Lage verbessern wird.“ (D_I)

    Aua --- gruselig wenn eine mehrheit eine minderheit gewalt androht oder zumindenst gewaltandrohungen toleriert werden.

  23. 23 emilio 29. März 2013 um 0:47 Uhr

    @ nur für dich und anna
    wird hier versucht unbequeme stimmen zu pathologisieren ?

    @ Jugo
    „Freaks are revolutionaries and revolutionaries are freaks.“

  24. 24 kritische_r Prof 29. März 2013 um 1:35 Uhr

    @ George Taylor
    Die Bauernregeln irgend eines Lehrers finde ich eher langweilig. Zum Thema „Projektionsleistung“ muss ich sagen, dass wir uns an dieser Stelle lediglich missverständlich ausgedrückt haben. Wir hatten nicht beabsichtigt „Infoladen und Awiro“ mit der „gesamten Antifa-Linken in Rostock“ gleichzusetzen. Vielmehr wurde an dieser Stelle einfach zur Abwechslung statt „Awiro-Linke“ auf „Antifa-Linke“ ausgewichen, da sich wohl die meisten Leute aus diesem Umfeld politisch vorrangig eben als „Antifas“ verstehen (siehe Thesen). Dennoch ist es natürlich Unsinn, wenn man es als Verallgemeinerung in Bezug auf alle Linken aus Rostock begreift, die sich (u.a.) als „Antifas“ verstehen.

  25. 25 Anna 29. März 2013 um 10:23 Uhr

    @emilio

    :D Achtung, keine Fremdwörter benutzen, wenn nicht genau klar ist, was dahinter steht. Das war deine Assoziation, dass Kritische Provinz in irgendeiner Weise krankhaft wäre.

  26. 26 George Taylor 29. März 2013 um 10:25 Uhr

    Die Bauernregeln irgend eines Lehrers finde ich eher langweilig.

    Es ist schon bemerkenswert, wie einfach ihr relativ konkrete Kritik wegwischt. Ihr beschwert euch über das Hausverbot, aber wenn euch mal aufgezeigt wird, dass dies nicht ganz von alleine entstanden ist, wird das einfach übergangen. Oder wie d_l es ausdrückte:

    Denn von Argumenten, dass beweisen die Diskussionen unter euren Elaboraten hier im Blog lasst ihr euch nicht beirren.

  27. 27 d_l 29. März 2013 um 10:53 Uhr

    „Aua --- gruselig wenn eine mehrheit eine minderheit gewalt androht oder zumindenst gewaltandrohungen toleriert werden.“

    Vielen Dank, Emilio, dass du diesen vielleicht noch nicht ganz klaren Punkt noch einmal herausgearbeitet hast! Denn natürlich hast du Recht. Solche Gewaltandrohung sind ein Zeichen das etwas maximal schief läuft. Deshalb ist es ja gerade so fatal, wenn ich alle möglichen Verbündeten verprelle, weil ich sie gemeinsam mit den Menschen in einen Topf schmeiße, die ich eigentlich kritisieren will und dann ohne Unterschied allesamt die ganze Zeit beleidige. Wie du richtig herausgearbeitet hast, folgt daraus die fatale Situation, dass einige der Beleidigten ihrerseits zu Beleidigungen greift oder Bedrohungen ausspricht und niemand schreitet mehr ein, weil man sich nicht alle paar Wochen einen Totalausfall der Reflexion bescheinigen und sich mit Attributen versehen lässt, die im Originalzusammenhang der Texte aus denen sie entnommen wurden dazu dienen Antisemiten zu beschreiben.

    Der Effekt ist sehr einfach, aber in der langfristigen Wirkung sehr fatal und nachhaltig aber die kritische Provinz durchläuft diesen Kreislauf mit jedem Beitrag aufs Neue. Aber was machen wir nun daraus? Hoffen wir auf einen totalen Einfall von Reflexion bei den Autoren hier? Warum nicht, ich glaube an die Menschen und ihre Fähigkeit sich zu besinnen.

    Ein Beispiel davon gibt schließlich ja auch das letzte Posting des kritischen Profs indem er schon zugestanden hat, dass die gesamte Anlage dieses Textes auf einer unzulässigen Verallgemeinerung basiert. Es geht also doch! Nun stellt sich die Frage nach der Konsequenz aus dieser Einsicht? Entschuldigung oder Erklärung über den eigenen Reflexionsprozess oder Artikellöschung oder Blogabschalten? It’s up to you.

  28. 28 Kritische Provinz 29. März 2013 um 14:20 Uhr

    zu George Taylor
    Auch dich bitte ich nochmal inständig doch bitte diese angeblich „konkrete Kritik“ nochmal für wirklich Dumme wie mich ganz systematisch, als konkrete Argumente gekennzeichnet, aufzuzeigen.

    zu d_l
    Diese deine Logik ist sehr perfide: Diejenigen, denen Gewalt angedroht wird und denen bis in andere Bundesländer nachgestellt werden soll, müssen selbst daran Schuld sein. Wie sonnst könnte erklärt werden, dass Teile der „Antiautoritären“ so autoritär agieren? In deiner Logik offensichtlich gar nicht.

  29. 29 d_l 29. März 2013 um 15:03 Uhr

    Perfide finde ich, wenn aus einem kleinen im Grunde zwar ärgerlichen aber dennoch kleinen Klatsch-und-Tratsch Thema aus Rostock angesichts von ein paar Rülpsern am Stammtisch zu einem seit über einem Jahr gepflegten Streit, indem immer und immer wieder auf diesem Blog nachgeschenkt wird ein Thema fabriziert werden soll, dass der bundesweisten linken Szene ein Bild malt, als könne man sich im failed state Rostocker Kröpeliner Torvorstadt nur in Begleitung einer bis an die Zähne bewaffneten Miliz halbwegs sicher bewegen, weil rundherum morddurstige Banden von Linken hausen, deren Reflexionsfähigkeit total ausgefallen ist.

    Dieser Artikel beansprucht, die Geschichte eines Konfliktes nachzuzeichnen und den Beweis zu erbringen warum ihr schon immer Recht hattet. Was er in jedem Fall beweist ist, dass es eine Eskalation gibt. Und an deren Ende und nicht an deren Anfang stehen wie auch immer ernst- oder nicht-ernstzunehmende Drohungen. Ihr seid in diesem Konflikt nicht die armen unschuldigen Opfer einer regressiven linken Volksfront gegen brave Kritiker. Ihr lasst es beim ständigen Polemisieren an Höflichkeit, Sachlichkeit und Augenmaß fehlen und wundert euch am Ende des Tages, dass sich niemand in der hiesigen linken Szene von euch zu irgendwas bekehren lässt. Welch große Überraschung!

  30. 30 George Taylor 29. März 2013 um 15:47 Uhr

    Auch dich bitte ich nochmal inständig doch bitte diese angeblich „konkrete Kritik“ nochmal für wirklich Dumme wie mich ganz systematisch, als konkrete Argumente gekennzeichnet, aufzuzeigen.

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil:

    Nachdem ihr also mehrfach darauf hingewiesen worden seid, bestimmte Äußerungen einfach zu unterlassen, macht ihr euch über diese wohl fundierte Wünsche lustig und seid dann überrascht, wenn dies keine Begeisterungsstürme auslöst. Aha.

    : Diejenigen, denen Gewalt angedroht wird und denen bis in andere Bundesländer nachgestellt werden soll, müssen selbst daran Schuld sein. Wie sonnst könnte erklärt werden, dass Teile der „Antiautoritären“ so autoritär agieren?

    Jetzt kommt mal wieder runter. Soweit ich das gehört habe, ist jemanden – durchaus bekannt für Verbalhooliganismus – mal der Kragen geplatzt. Glaubt ihr ernsthaft jemand würde sich die Mühe machen jemanden von euch nachzustellen um andere Genossen zu warnen? Da kann man sich schon auf euch verlassen, dass ihr euch binnen kürzester Zeit selber komplett lächerlich macht, so wie ihr es mit jedem Posting auf dem Blog bisher auch bewiesen habt.

    Die Gewaltandrohung ist natürlich nicht okay, aber d_l hat es ja bereits nett formuliert:

    Ich bin ganz bestimmt nicht dafür euch mit Fäusten zu Leibe zu rücken, aber ich verbleibe, das muss ich gestehen ratlos. Denn von Argumenten, dass beweisen die Diskussionen unter euren Elaboraten hier im Blog lasst ihr euch nicht beirren.

    Man kann es euch einmal sagen, auch zweimal oder dreimal. Reaktionen, Konsequenzen? Keine – sondern nochmal ne Schippe drauflegen. Reden und Argumentieren hat zumindest bisher bei euch nicht geholfen…

  31. 31 emilio 29. März 2013 um 17:03 Uhr

    @ anna
    =)

  32. 32 emilio 29. März 2013 um 17:19 Uhr

    Nach deiner Version ist KP jemand der krankhaft nach aufmerksamkeit sucht.

    „Aber hey, wir sind ja jetzt nicht mehr in der Pubertät, oder? Ist das echt notwendig, dass wir uns Anerkennung holen müssen über „bissige“ Texte, die immer wieder reloaded werden?“ (anna)

    sogesehen wird Kp ein Infantilismus analysiert.

  33. 33 ich 30. März 2013 um 9:00 Uhr

    Warum geht ihr nicht auf meine Fragen ein?

  34. 34 Oire Seyde 30. März 2013 um 11:32 Uhr

    @ Anna: „pathologisieren“ ist aber nunmal ein Verb, ein so genanntes „Tu- Wort“.

  35. 35 Kritische Provinz 30. März 2013 um 15:42 Uhr

    zu d_l
    Wir „wundern“ uns nicht, dass sich niemand „bekehren lässt“. Zu bekehren war nie unser Anspruch. Wir haben immer kritisiert was uns als kritikwürdig erschien. Wenn sich dadurch etwas verändert hätte, um so besser.
    Der aktuelle Artikel ist hingegen eine Darstellung der Reaktionen auf unsere geäußerte Kritik. Als am Projekt „Kritische Provinz“ beteiligte Personen und selbst vermeintlich daran beteiligte Personen beschimpft und bedroht zu werden, sollte keine angemessene Reaktion auf verbale Kritik sein. Darum geht es hier.

    zu George Taylor
    „Glaubt ihr ernsthaft jemand würde sich die Mühe machen jemanden von euch nachzustellen um andere Genossen zu warnen?“
    Ja, das glauben wir ernsthaft. Drohungen nicht ernst zu nehmen bis sie in die Tat umgesetzt werden, wäre blauäugig (in diesem Fall womöglich wörtlich zu verstehen). Nicht nur, weil wir derartige Drohungen gegen die körperliche Unversehrheit ernst nehmen. Der autoritäre Charakter einiger Linker wurde ja an mehreren Beispielen aufgezeigt und dieser kommt nicht erst bei der Umsetzung der Drohungen zum Tragen sondern bereits bei den verbalen Drohungen selbst. Außerdem ist ja nicht bei Gebärden geblieben. Das Hausverbot etwa wurde ja wirklich versucht umzusetzen und konnte nur durch ein Veto verhindert werden. Und ja, auch ein körperlichen Übergriff könnten wir uns bei einigen Rostocker_innen durchaus vorstellen, gerade wenn wir vorher zum Feindbild erklärt und mit Faschisten auf eine Stufe gestellt wurden. Aber das wurde ja zu Genüge ausgeführt im Artikel.

    zu ich
    Ich bin bisher nicht auf deine Frage eingegangen, weil ich dich aufgrund deines ersten Kommentars als Troll aufgefasst habe. Und auch deine Frage kannst du dir sehr leicht selber beantworten, indem du die Texte auf diesem Blog ließt. Vielleicht noch so viel: wir kommen klar, nämlich ohne diese Szene. Was uns dennoch an ihr sauer aufstößt, entnimmst du wie gesagt am besten den Texten.

  36. 36 George Taylor 30. März 2013 um 18:56 Uhr

    @Kritische Provinz

    Du hattest mich inständig darum gebeten einige Dinge nochmal für ganz Dumme aufzuzeigen. Gehst nun aber nicht mehr darauf ein.

    Deswegen die Nachfrage: Ist nun der Groschen so langsam gefallen oder bedarf es weitere diesbezügliche Erörterungen. Und wenn dies überflüssig sein sollte, gibt es dann dazu noch irgendein Kommentar? Oder seid ihr zu sehr damit beschäftigt euch auszumalen, wie der unreflektierte Mob Jagd auf euch macht…

  37. 37 Kritische Provinz 01. April 2013 um 0:05 Uhr

    Ich bin darauf nicht weiter eingegangen, weil auch du nichts weiter dazu beizutragen hattest als ein Zitat, aus dem nichts neues vorging. Im Artikel wird übrigends auch dargestellt, dass wir eben nicht erst (und schon gar nicht mehrfach) „darauf hingewiesen“ wurden, dass dem Awiro irgendwelche Äußerungen nicht passen. Wir haben erst nach dem Versuch die Hausverbote auszusprechen überhaupt erfahren, dass es ein konkretes Problem mit uns gibt. Und dass „Kritische_r Prof“ in seinem Text „Von der neusten Provinzposse eines linken Projektes“ die Drohungen und die Zensur gegen Keep Dancing damit durch den Kakao zieht, dass er das größte Szenegeheimnis der Awiro-Szene ausspricht und zugleich auch nicht ausspricht indem er es selber zensiert (das „*auchen“)… darüber kann man denken wie man will, aber das alleine als Verrat von Interna anzuführen?

    „Nachdem ihr also mehrfach darauf hingewiesen worden seid, bestimmte Äußerungen einfach zu unterlassen…“
    Noch so ganz explizit nebenbei: wir erkennen den Awiro e.V. nicht als Szeneautorität an, der wir uns zu unterwerfen hätten. Von daher ist es uns auch herzlich egal, was auf diesem Plenum so beschlossen, verboten oder erlaubt wird.

  38. 38 George Taylor 01. April 2013 um 16:13 Uhr

    Wir haben erst nach dem Versuch die Hausverbote auszusprechen überhaupt erfahren, dass es ein konkretes Problem mit uns gibt.

    Zunächst gab es kein Problem mit euch. Inzwischen gibt es ein Problem mit euch, weil ihr nach wie vor nicht bereit seid zu akzeptieren, dass bestimmte Dinge nicht öffentlich zu verhandeln sind. Aus dem Statement:

    wir erkennen den Awiro e.V. nicht als Szeneautorität an, der wir uns zu unterwerfen hätten. Von daher ist es uns auch herzlich egal, was auf diesem Plenum so beschlossen, verboten oder erlaubt wird.

    geht das auch eindeutig hervor. Im übrigen ist eure Behauptung ihr seid von der Problematik völlig überrascht worden und hättet keine Kenntnis davon gehabt schlicht gelogen.

    Das geht im übrigen auch aus eurem eigenem Text hervor:

    Nachdem ein ebenfalls in der zweiten Ausgabe der Keep Dancing erschienener Artikel auf dem Projekt-Blog online gestellt worden war, wurde die Redaktion des Zines zum nächsten öffentlichen Awiro-Plenum geladen, da man dort mit den Heft-Verantwortlichen angeblich über den offenbar als problematisch empfundenen Artikel sprechen wollte.

    Dieser Text wurde eben dann entfernt. Und dann:

    Eher beiläufig wurde dort in hämischer Weise auf die jüngsten Auseinandersetzung zwischen dem Awiro und Keep Dancing angespielt, indem ein paar Textstellen mit Sternchen (*) „zensiert“ wurde. Der_die Autor_in begründete das ganze mit folgendem Satz: „Aus szene-rechtlichen Gründen muss ich an dieser Stelle zum Zensurstift greifen und kann das Wort nicht ausschreiben.“ Dass der Awiro e.V. und seine Anhängerschaft das nicht ganz so lustig finden würden, war uns klar.

    Aus eurem eigenen Text geht also ziemlich deutlich hervor, dass euch völlig klar war, um welchen Artikel und um welchen Sachverhalt es ging und dass deine Behauptung ihr hättet erst im Zuge der Hausverbotsdrohung von der Problematik erfahren, falsch ist:

    Wir selbst erfuhren erst nach besagtem Plenum, dass es diese Hausverbotspläne gab.

    Und es war eben jenes Plenum, in deren Folge der entsprechende Texte runtergenommen worden ist, worüber ihr euch ja mit euren Sternchen-Spielen lustig macht.

    Und ganz nebenbei gibt es diese Diskussion zu dem Thema schon seit Oktober 2012. Ich finde es bemerkenswert, dass ihr so gut über die Gerüchteküche Bescheid zu wissen glaubt, das corpus delicti euch aber die ganze Zeit entgangen sein soll.

  39. 39 Wuschel 03. April 2013 um 20:22 Uhr

    Ich frag mich immer noch was ihr eigentlich erreichen wollt. Und Lustig find ich dass ihr euch noch wundert dass inhaltlich nicht mit euch diskutiert wird. Wer seine Meinung nicht vor Menschen vertreten kann und die Anonymität sucht ist ein Denunziant und kein_e Kriter_in.

    Meint ihr eure Argumente kriegen mehr Gewicht durch medialen Rückhalt von Mupinfo oder verfassungsschutz-mv.de?

    Euer Geschmack ist wie Adolf Hitler, keine_r kann ihn treffen.

  40. 40 kritische_r Prof 04. April 2013 um 20:12 Uhr

    @ George Taylor
    „Im übrigen ist eure Behauptung ihr seid von der Problematik völlig überrascht worden und hättet keine Kenntnis davon gehabt schlicht gelogen.“
    Du hast nicht korrekt gelesen. Uns war bekannt, dass es Streitigkeiten um den Text aus der „Keep Dancing“ gibt. Wir hier wurde von uns jedoch nur kritisiert, dass ohne auf uns zuzugehen und mit uns das Gespräch zu suchen, versucht wurde ein Hausverbot zu erteilen. Genau das wurde auch mit folgendem Zitat ausgesagt, welches du versuchst vollkommen umzudeuten: „Wir selbst erfuhren erst nach besagtem Plenum, dass es diese Hausverbotspläne gab.“

    Ich weiß auch nicht von welchem Text du sprichst, wenn du sagst, dass es „jenes Plenum“ (das des versuchten Hausverbots) gewesen sein soll, nach welchem „der entsprechende Texte runtergenommen worden ist“. Wenn du den Frairaumtext aus der „Keep Dancing“ meinst, dann ist deine Aussage falsch. Das Hausverbot gegen uns wurde versucht lange nachdem der Text auf dem „Keep Dancing“-Blog verschwand.

  41. 41 George Taylor 09. April 2013 um 19:22 Uhr

    Wenn du den Frairaumtext aus der „Keep Dancing“ meinst, dann ist deine Aussage falsch.

    Du hast Recht.

    Das Hausverbot gegen uns wurde versucht lange nachdem der Text auf dem „Keep Dancing“-Blog verschwand.

    Aber ihr wisst ganz warum es zu diesen Überlegungen kommt und ihr wusstest, um die Problematik bestimmter Inhalte. Und obwohl ihr wusstet, dass bestimmte Texte aus bestimmten Gründen entfernt worden sind, habt ihr zum gleichen Themenkreis nachgelegt. Und seid dann – ich wiederhole mich – überrascht, dass bestimmte Leute darüber not amused sind.

    Ihr habt wissentlich gegen die Sicherheitsbedürfnisse linksradikaler Zusammenhänge verstoßen. Das hat natürlich Konsequenzen – Sorry: Aber ihr seid hier einfach mal nicht die armen Opfer…

  42. 42 Kritische Provinz 12. April 2013 um 1:20 Uhr

    Wieder falsch. Wir dachten uns, dass es da Stunk geben würde, nicht aber, dass man uns versuchen würde aus allen Projekten zu verbannen, persönlich nachzustellen und mit Gewalt zu drohen. Weil wir an unseren Veröffentlichungen jedoch nichts „Sicherheitsrelevantes“ sehen, stehen wir auch weiterhin dahinter.

    Dass bestimmte Leute „not amused sind“ ist erstmal relativ egal für uns. Es fängt jedoch dann uns an zu tangieren, wenn Gewalt angedroht wird usw – auch ich wiederhole mich. Aber wenn man genau ließt, scheint dich das ja alles nicht zu stören, du willst uns ja nicht mal die Bedrohungen zuerkennen und versuchst immer wieder sie kleinzureden. Dass du dich rhetorisch versucht hast abzusichern, indem du auch sagtest du wärst gegen Gewalt, vermag darüber nicht hinweg zu täuschen.

  43. 43 George Taylor 14. April 2013 um 10:57 Uhr

    Wir drehen uns im Kreis. Ihr wusstet, dass es „Stunk“ geben würde, weil ihr gegen die Sicherheitsbedürfnisse anderer Leute verstoßt. Ich finde es im Übrigen ziemlich anmaßend, dass ihr festlegt, wie weit die Sicherheitsbedürfnisse anderer gehen dürfen.
    Bezüglich des Kleinredens möchte ich einfach mal feststellen, dass es einen riesigen Unterschied macht, ob jemanden aufgrund eures Vorgehens (Ursache und Wirkung!) die Hutschnur platzt und im Eifer des Gefechts solche Dinge rausrutschen oder es einen Gruppenkonsens „der Szene“ gibt, euch zukünftig nur noch mit Gewalt zu begegnen. Ohne Frage ist ersteres unschön, jedoch sollte man es nicht unnötig aufbauschen.

    Hilfreich wäre es sicherlich, wenn ihr die gleiche Sensibilität die ihr unschönen Handlungen euch gegenüber an den Tag legt, vielleicht auch mal auf eure Handlungen bezieht.

    In Konfliktfällen hat ein Perspektivenwechsel noch nie geschadet. Ich weiß nicht, ob es eurerseits Ünwille oder Unfähigkeit ist, aber wenn man weiß, dass eine Angelegenheit Ärger bringen könnte, dann könnte man es vielleicht auch einfach unterlassen. Denn mal ehrlich: Was habt ihr euch denn von eurer Vorgehendsweise versprochen? Ihr konntet doch wohl kaum erwarten, dass bestimmte Entscheidungen nun plötzlich zurückgenommen werden.

    Unterstellt man, dass es euer Ziel war, das Sachziel ggü. den Awiro durchzusetzen, hätte euch klar sein müssen, dass es so auf keinen Fall zu erreichen ist. Insofern wachsen bei mir immer mehr die Zweifel, ob es bei euch überhaupt noch um eine sachliche Auseinandersetzung ging. Oder ob es nicht viel mehr euer Interesse war, eure unversöhnliche Feindschaft der hiesigen Szene noch einmal vorzuführen.

    Mal eine Frage an Rande: Habt ihr eigentlich die entsprechenden Einträge auf Indymedia / Indymedia Linksunten verfasst?

  44. 44 d_l 15. April 2013 um 17:03 Uhr

    Das Problem ist dass ihr ein volles Jahr der Pöbeleien aus eurer Darstellung herauskürzt und den Eiindruck erwecken wollt, auf eine berechtigte Kritik sei sofort mit wüster Gewaltandrohung reagiert worden. Dieses Ganz Blog dokumentiert vom ersten bis zu diesem vorerst letzten Post allerdings eine eskalierende Auseinandersetzung in der ihr euch systematisch und nacheinander über verschiedene Projekte, Initiativen und Akteure in der Stadt hergemacht habt. Ja, ihr steht vor den umherliegenden Trümmern des zerschlagenen Porzeallans; vergesst aber bitte nicht, dass euer eigenes Blog ein Zeugnis ablegt von eurer Art und Weise des Kritisierens, welche offenbar von sehr vielen Menschen nur als wahlloses Beschimpfen und Beschuldigen wahrgenommen wurde.

    Ich hab euch das hier zu verschiedenen Zeiten in vielen Kommentaren immer und immer wieder nahegelegt, einfach mal über die Form nachzudenken, wenn ihr schon beim Inhalt keine Kritik an euch ranlassen wollt. Allein, es nütze nichts. Nun ist die Karre im Dreck und ihr fragt euch wie es soweit kommen konnte. Ach nee, stimmt ja! Ihr fragt euch das nicht, denn ihr wisst es ja wieder einmal bereits: es war die autoritäre AWIRO Linke, wie immer.

  45. 45 Fleischervorstadt-Blog 16. April 2013 um 12:12 Uhr

    „der ernsthafte Versuch lebenslängliche Hausverbote gegen drei konkrete Personen in den Räumlichkeiten des Awiro e.V. sowie in allen weiteren linken Lokalitäten innerhalb von Mecklenburg-Vorpommern (!) auszusprechen“, klingt für mich so ernsthaft wie die bis zum heutigen Vormittag unausgesprochene Ankündigung Martin Sonneborns, in leitender Funktion den Berliner Flughafen fertigzustellen.

    Hatte diesen Beitrag fast völlig übersehen und bin am Ende doch enttäuscht davon, dass sich hier offenbar nichts, aber auch gar nichts entwickeln will und man viele der Kommentare beliebig unter einen der anderen Artikel kopieren könnte — vom Popcorn bin ich inzwischen runter, das bekommt mir irgendwie nicht mehr.

  46. 46 kritische_r Prof 21. April 2013 um 18:12 Uhr

    „und man viele der Kommentare beliebig unter einen der anderen Artikel kopieren könnte“

    Ich weiß nicht genau wie dein Kommentar gemeint ist, aber das muss nicht gegen uns sprechen, sondern kann genau so gegen die Kommentare sprechen. Und über diese sind wir vermutlich mindestens genau so enttäuscht.

  1. 1 Die Zustände der Rostocker Linken – eine Chronik | Esra Pingback am 04. April 2013 um 0:17 Uhr
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