Archiv der Kategorie 'Kritik'

Fragmentarische Gegenreden

Eine Reaktion auf eine Kritik an unseren Thesen zur radikalen Linken in Rostock und Umgebung.

* Zum Vorwurf des (Neo-)Konservativismus. Ja, richtig. Genau dies unterstellt uns der Autor OverTime. Ein Vorwurf, der zwar nicht besonders originell ist, da er einem bestimmten Teil der Linken immer wieder dazu dient, einen Gegenstand ohne Argumente zu kritisieren bzw. mit der lediglichen Belegung eines Wortes zu diskreditieren, um ihre Position zu stärken. Wäre allerdings wenigstens versucht worden an den Thesen nachzuweisen, wie und wo genau diese nun einen (neo-)konservativen Charakter besitzen, hätte man darüber streiten können. Mit dem Verweis darauf, dass die Thesen „wieder einmal Tabus gebrochen [hätten], die keine sind“ und daraus abgeleitet den Vorwurf des (Neo-)Konservativismus in den Raum zu werfen, ohne ihn weiter auszuführen, erschließt sich uns allerdings nicht. Es bliebe also an OverTime, das Argument nochmals auszubreiten. (mehr…)

Über die Rostocker Awiro-Linke und ihre autoritären Bedürfnisse

Vorgeschichte
Im Oktober 2012 veröffentlichten wir einen Artikel in der zweiten Ausgabe des Rostocker Zines „Keep Dancing“. Unter dem Titel „Thesen zur radikalen Linken in Rostock und Umgebung“ wurde versucht den Zustand der Linken Szene aufzuzeigen.1 Als Reaktion darauf folgte prompt ein Auslege- und Weiterverbreitungsverbot im ansässigen Infoladen „Flüstern und Schreien“. Dieses blieb nicht unbeantwortet: Wir verfassten einen weiteren Text („Flüstern und Schreien – und Maul halten“), in welchem wir die Verbots-Politik des Infoladens angriffen und zugleich versuchten dieses Vorkommnis in den Kontext des allgemein in Rostock vorherrschenden Szeneklimas zu stellen bzw. dieses anhand des vorherrschenden Zustands der hiesigen Szene zu analysieren.
Das einzige, was wir aus heutiger Perspektive einräumen müssen, ist dass der Text unzureichend treffsicher adressiert wurde. Wie treffend er letztlich auf das gesamte Awiro-Umfeld übertragen werden kann und muss (sollen eben alle richtigen getroffen werden), stellte sich erst später heraus. (mehr…)

Von der neusten Provinzposse eines linken Projektes

Vor kurzem lag im Median ein Fragebogen aus, worauf stand: „Wir wollen das neue Jahr nutzen um mal zu hören, was ihr vom Awiro haltet und was wir vielleicht verbessern könnten.“ Das Awiro zeigt sich also kritikfähig und offen für Veränderungen. Auf die Bedürfnisse des Einzelnen soll irgendwie geachtet werden, es soll die Möglichkeit zur Meinungsäußerung, vielleicht sogar zum indirekten Mitgestalten eingeräumt werden; Basisdemokratie – all das schwingt bei dem Fragebogen mit. „Hört sich doch gut an“, könnte man da denken. Wer den Awiro und / oder seine dazugehörige Kneipe kennt, der kann bei der Lektüre des Fragebogens hingegen eher skeptisch werden. (mehr…)

Politische Ökonomie des Antisemitismus

Hier der Mitschnitt des Vortrags „Politische Ökonomie des Antisemitismus“ von Stephan Grigat gehalten am 24.11.2012 in Rostock: https://www.youtube.com/watch?v=3k6LB4H9aMQ

Der Vortrag wurde im Rahmen einer Vortragsreihe gehalten.
Hier gehts zur Veranstaltungsbeschreibung.

Viel Spaß beim hören!

Psychoanalyse des Antisemitismus

Hier der Mitschnitt des Vortrags „Psychoanalyse des Antisemitismus“ von Felix Riedel gehalten am 07.11.2012 in Rostock.

https://www.youtube.com/watch?v=Rn04QaGcOhw

Der Referent ist aktuell Promovend der Ethnologie. Der aktuelle Wissenschaftsbetrieb beinhaltet Ausbeutung und jahrelange Arbeit ohne Entgelt. Dieser Vortrag ist auch ein Produkt dieser paradoxen akademischen Produktionsverhältnisse. Wenn ihnen der Vortrag, den sie kostenfrei konsumieren dürfen, gefallen hat, überlegen sie doch, den Referenten gegen ein Äquivalent einzuladen oder erwägen sie eine Spende an das Projekt: Hilfe für Hexenjagdflüchtlinge: gushiegu.wordpress.com.

Der Vortrag wurde im Rahmen einer Vortragsreihe gehalten.
Hier gehts zur Veranstaltungsbeschreibung.

Viel Spaß beim hören!